- 02.01.2026, 14:47:53
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Sternsingen – lebendiges Brauchtum mit Geschichte und Bedeutung
Noch bis zum Dreikönigstag am 6. Jänner (und mancherorts darüber hinaus) ziehen 85.000 Kinder und Jugendliche in Österreich als „Heilige Drei Könige“ von Haus zu Haus. Seit mehr als 70 Jahren trotzen Caspar, Melchior und Balthasar Wind und Wetter und bringen den Segen zu den Menschen im Land. Im Folgenden finden Sie Wissenswertes rund um den Brauch des Sternsingens.
Drei Weise aus dem Morgenland
Der Evangelist Matthäus erzählt in der Bibel von „Magiern aus dem Morgenland“. Diese waren wahrscheinlich Sterndeuter am Hof in Mesopotamien. Ihren astronomischen Berechnungen nach erwarteten sie ein Heilsereignis mit Bedeutung für alle Völker der Erde. Daher folgten sie dem Stern bis zu dem Stall, in dem Jesus geboren wurde. In den ersten frühchristlichen Kunstwerken, die sich auf die Erzählung bezogen, wurden zwischen zwei und zwölf Personen dargestellt. Papst Leo der Große (5. Jhd.) meinte, dass es dem gesunden Menschenverstand entspräche, dass drei Gaben auf drei Überbringer hinweisen würden. Von nun an blieb man bei der Zahl „Drei“.
Der Stern
Der Stern von Bethlehem könnte nach einer Theorie von Johannes Kepler eine besondere Konstellation von Jupiter und Saturn gewesen sein: Ihre Laufbahnen waren so nahe aneinander, dass sie durch eine optische Täuschung den Eindruck eines einzelnen, besonders strahlenden Sternes ergaben.
Die drei Gaben der Heiligen Könige
Die Gaben der Heiligen Drei Könige zählten damals zu den kostbarsten Handelsgütern. Der Überlieferung nach brachten die Sterndeuter dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe.
- Gold war das würdige Geschenk an einen König.
- Weihrauch symbolisiert die Gegenwart Gottes und das Gebet. Der aufsteigende Rauch, als Verbindung zwischen Erde und Himmel, galt schon vor Jahrtausenden als heilig. Er steht auch für Reinigung und gilt als Heilmittel.
- Das Baumharz Myrrhe erinnert daran, dass Gott zu uns als ein verletzliches, sterbliches Menschenkind gekommen ist. Myrrhe sollte gegen Entzündungen wirken, galt als desinfizierend, blutstillend und schmerzlindernd.
Die Namen Caspar, Melchior, Balthasar
In der Bibel werden die Namen nicht genannt, sie tauchten erst im 6. Jahrhundert auf. Melichior, Bithisarea und Gathaspa. Es dauerte 300 Jahre, bis daraus die heute bekannten Namen Caspar, Melchior und Balthasar wurden. Caspar bedeutet „Schatzmeister“, er soll Weihrauch zur Krippe gebracht haben. Melchior heißt „König des Lichtes“, er trug das Gold zur Krippe. „Balthasar“ bedeutet „Beschütze sein Leben“, er brachte die Myrrhe.
Der Segen 20–C+M+B–26
C+M+B (das dritte + steht über dem M) bedeutet „Christus mansionem benedicat“, übersetzt „Christus segne dieses Haus“, und soll Frieden und Segen für das kommende Jahr bringen. Die drei Kreuze stehen für die Dreifaltigkeit. Früher galt der Dreikönigssegen als Schutz gegen „Zauberey“, geweihtes Dreikönigswasser wurde gegen Krankheiten verabreicht und auf die Felder gesprüht. Es hieß, dass jene Felder, über die die Sternsinger*innen gehen, doppelte Ernte bringen.
Mehr zu den Hintergründen des Brauchtums: https://www.dka.at/sternsingen/hintergruendezum-sternsingen
Presseinfos und Fotos zum Sternsingen: www.sternsingen.at/presse
Sternsingen – Gemeinsam Gutes Tun
Gemeinsam Gutes tun, das ist das Motto des österreichweiten Spendenmarathons. Die „Heiligen Drei Könige“ bringen vom 27.12.2025 bis zum 6.1.2026 in ganz Österreich den Segen für das neue Jahr. Der „Marathon der Nächstenliebe“ sorgt zudem für Hoffnung an vielen Orten unserer Welt und befreit Menschen aus Armut und Ausbeutung. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar unterstützt mit den Spenden rund 500 Hilfsprojekte in Armutsregionen der Welt.
Jede*r Einzelne kann zu einer besseren Welt beitragen, indem Haustüren, Herzen und Geldbörsen geöffnet werden. Das ist auch über das Spendenkonto der Dreikönigsaktion (IBAN: AT23 6000 0000 9300 0330) oder online auf www.sternsingen.at/spenden möglich.
Weitere königliche Stationen
Einige fleißige Königinnen und Könige sind auch noch nach dem Dreikönigstag unterwegs.
Hinweis: Bei einer geplanten Vor-Ort-Berichterstattung und medialer Teilnahme am Besuch der Sternsinger*innen bei Politiker*innen bitte bei der jeweiligen Öffentlichkeitsarbeit anmelden!
- BM Markus Marterbauer, 7.01. um 12:15 Uhr, Johannesgasse 5, 1010 Wien
- BM Christoph Wiederkehr, 7.1 um 13:00 Uhr, Wasagasse 2, 1090 Wien
- BM Beate Meinl-Reisinger, 7.1 um 15:30 Uhr, Minoritenplatz 8, 1010 Wien
- BM Claudia Plakolm, 7.01 um 16:00 Uhr, Ballhausplatz/Bundeskanzleramt
- SPÖ Klubobmann Philip Kucher, 7.01 um 17:00 Uhr, Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1017 Wien
- BM Wolfgang Hattmannsdorfer, 8.01 um 8:30 Uhr, im Stubenring 1, 1010 Wien
- Vizekanzler Andreas Babler, 8.01 um 9:30 Uhr, Radetzkystraße 2, 1030 Wien
- Klubobfrau Leonore Gewessler, 8.01 um 10:00 Uhr, Löwelstraße 12, 1010 Wien
- Klubobmann NEOS Yannick Shetty, 8.01 um 16:30 Uhr, Hansenstraße 3, 1010 Wien
- BM Eva-Maria Holzleitner, 9.01 um 13:00 Uhr, Minoritenplatz 3, 1010 Wien
- Gouverneur der ÖNB Martin Kocher, 9.01 um 14:00 Uhr, Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien
- BM Norbert Totschnig, 12.01 um 9:30 Uhr, Stubenring 1, 1010 Wien
- Klubobmann ÖVP August Wöginger, 14.01 um 15:00 Uhr, Dr. Karl-Renner-Ring 3, 1017 Wien
- EU-Parlamentpräsidentin Roberta Metsola (14.01.) und EU-Kommissar Magnus Brunner (15.01.), Brüssel, europäisches Sternsingen-Netzwerk mit einer österreichischen Delegation
Rückfragen & Kontakt
Infos und Kontakt:
Georg Bauer, 0676/88 011 - 1073, Mail: georg.bauer@dka.at
Elisabeth Holzner, 0676/88 011 - 1000, elisabeth.holzner@dka.at
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