• 17.12.2025, 11:04:55
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LR Achleitner: Oberösterreichs Energie Stars leuchten wieder – OÖ. Landesenergiepreis 2025 vergeben

Landesrat Achleitner: Oberösterreichs Energie Stars leuchten wieder – OÖ. Landesenergiepreis 2025 vergeben

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner: „Oberösterreich ist Vorreiter bei der Energiewende – dafür sorgen viele innovative Vorzeigeprojekte unserer Landsleute. Diese wollen wir mit unserem Energie Star 2025 vor den Vorhang holen und so auch zum Nachmachen anregen.“

„Oberösterreich ist Vorreiter beim Umstieg auf erneuerbare Energien, weil die Energiewende von vielen Menschen in unserem Land mitgetragen wird. Davon zeugen zum einen beispielsweise 25.000 neue Photovoltaik-Anlagen, die im Vorjahr in Oberösterreich errichtet worden sind. Zum anderen belegen das die vielen innovativen Projekte, die auch heuer wieder für den OÖ. Landesenergiepreis eingereicht worden sind und von denen die Besten mit dem ‚Energie Star‘ 2025 ausgezeichnet werden“, stellte Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner anlässlich der Verleihung des diesjährigen „Energie Star“ am Montag fest. „Mehr als 100 Projekte sind eingereicht und von einer hochkarätigen Fachjury bewertet worden. Mit unserem ‚Energie Star‘ wollen wir diese Projekte vor den Vorhang holen und damit aufzeigen, wie jede und jeder in Oberösterreich einen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Mit diesen Vorzeigeprojekten für erneuerbare Energien und Energieeffizienz sollen neue Lösungen vorgestellt und zum Nachmachen angeregt werden“, unterstrich Landesrat Achleitner.

Der OÖ. Landesenergiepreis „Energie Star“ wird vom Land OÖ gemeinsam mit seinem Energiesparverband vergeben. Mitmachen konnte jede und jeder, der in Oberösterreich ein innovatives Energie-Projekt umgesetzt oder bereits konkrete Schritte in Richtung Umsetzung unternommen hat – von Privatpersonen über Unternehmen bis hin zu Vereinen und anderen Organisationen, die mit viel Engagement und Kreativität die Energiewende vorantreiben. Vergeben wurde der Energie Star 2025 in fünf Kategorien.

„Energiewende gelingt dann, wenn sie auf breiten Beinen steht und von vielen mitgetragen sowie mitgestaltet wird. Genau das geschieht in Oberösterreich, alle eingereichten Projekte und insbesondere die Gewinnerinnen und Gewinner des ‚Energie Star 2025‘ unterstreichen das auch heuer wieder eindrucksvoll“, hob Landesrat Achleitner im Rahmen der Preisverleihung hervor.

Die Sieger-Projekte im Überblick:
Kategorie „Energie in Gemeinschaft“ –
„Energiegemeinschaft Enns: Energiewende und Bürgerbeteiligung“
In Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEGs) erzeugen und nutzen Bürgerinnen und Bürger, Gemeinden und Unternehmen gemeinsam Ökostrom. Diese neue Form der "Sharing Economy" bringt engagierte Akteurinnen und Akteure zusammen und bündelt ihre Kräfte, um die lokale Energiewende voranzutreiben. Innerhalb von weniger als zwei Jahren entstand in Enns eine EEG mit 220 Einspeisern und 780 Konsument/innen, ermöglicht wurde das durch das große Engagement von Ehrenamtlichen. Mit dabei sind neben der Stadtgemeinde Enns auch Haushalte, Gewerbetriebe und Gesundheitseinrichtungen. Mit Bürgerbeteiligung wird jetzt die Agri-PV Solarfarm Schäferhof mit 320 kW Leistung realisiert. Die EEG Enns zeigt vor, wie die lokale Energiewende gelingen kann.

Kategorie „Energiewende ganz groß“ – „Leuchtturmprojekt Größter Batteriespeicher, Hörsching“
Schachinger Logistik in Hörsching zeigt eindrucksvoll, wie die Energiewende auch im Transportgewerbe gelingen kann: In diesem Jahr wird die Leistung der bestehenden PV-Anlagen auf rund 8 MW verdoppelt – genug, um bilanziell den gesamten Jahresstromverbrauch des Unternehmens abzudecken. Erweitert wird die PV nun durch einen der größten Batteriespeicher Österreichs: Mit einer Kapazität von 55.000 kWh und einer Anschlussleistung von 25 MW wird Strom zwischengespeichert, gleicht Schwankungen der PV-Erzeugung aus und gewährleistet eine kontinuierliche Stromversorgung der 48 firmeneigenen E-Ladestellen und der Kühlaggregate, auch ohne Sonneneinstrahlung. Weitere wichtige Elemente der Nachhaltigkeitsstrategie sind eine hocheffiziente Lagerhalle, ein neues Biomasse-Heizwerk für die Wärmeversorgung sowie eine wachsende Flotte an Elektro-PKWs und LKWs.

Kategorie „Energie lokal“ – „Sattledt: Auf dem Weg zur Energieunabhängigkeit“
Im Rekordtempo Richtung Energieunabhängigkeit: Die Marktgemeinde Sattledt setzt konsequent auf Sonnenstrom. Sechs neue Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden – von Schule über Sportplatz bis zum Bauhof – erzeugen jährlich rund 350.000 kWh Ökostrom. Drei Stromspeicher mit in Summe 215 kWh erhöhen die Versorgungssicherheit. Gemeinsam mit den bereits bestehenden PV-Anlagen erreicht die Marktgemeinde einen Eigenversorgungsgrad von 85 %. Überschüssiger Strom der neun gemeindeeigenen Anlagen kommt über eine neue Energiegemeinschaft direkt den Bürgerinnen und Bürgern zugute. Doch damit nicht genug: Ein zweites Nahwärmeheizwerk sorgt für nachhaltige Wärme, alle öffentlichen Beleuchtungen wurden auf energieeffiziente LEDs umgestellt und Ladesäulen für E-Fahrzeuge errichtet. Weitere Energieprojekte sind bereits in Planung.

Kategorie „Energie fürs Handwerk“ – „Brot sei Dank, St. Agatha“
Ein junger Bäcker aus St. Agatha geht mit seiner Energielösung innovative Wege - und das in einem wirtschaftlich fordernden Umfeld: Der 39 Jahre alte ölbetriebene Backofen wurde durch eine zukunftsfähige strombetriebene Lösung ersetzt. Die Herausforderung war dabei groß: Ein Ofen dieser Größenordnung benötigt eine elektrische Anschlussleistung von 75 kW, was mit der bestehenden elektrischen Anlage nicht umgesetzt werden konnte. Um Kosten von 160.000 Euro zur Netzverstärkung zu vermeiden, entwickelte die M&M Energietechnik ein neuartiges Energiekonzept für den Familienbetrieb. Eine 22-kW-PV-Anlage liefert den Strom, ein Speicher mit 241 kWh Kapazität und 100 kW Entladeleistung gleicht Lastspitzen aus. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Lastverschiebung und Spitzenkappung umgesetzt und die Bäckerei in die örtliche Energiegemeinschaft integriert. So konnte der Traditionsbetrieb erfolgreich von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energie umsteigen – ein zukunftsweisendes Beispiel für innovative Handwerksbetriebe, die auf Nachhaltigkeit setzen.

Kategorie „Energie im Kreislauf“ - „Biochar-Vorzeigeprojekt, Guntamatic, Peuerbach“
Mehr als eine klassische Biomasseheizung: Herkömmliche Hackschnitzel- oder Pelletheizungen arbeiten CO2-neutral, die Biochar-Technologie ermöglicht eine klimapositive Energiebereitstellung. Dabei wird das bei der Verbrennung entstehende CO nicht vollständig freigesetzt, sondern in Form von Pflanzenkohle dauerhaft gebunden. Diese Pflanzenkohle ("Biochar") kann z.B. im Ackerbau als Bodenverbesserer eingesetzt werden. Im landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Bermanschläger in Taiskirchen realisierte die Firma Guntamatic dieses neuartige Heizsystem im vollklimatisierten Kälberstall, der auf hohes Tierwohl, kontrollierte Luftführung und stabile Stalltemperaturen ausgelegt ist. Mit der Biochar-Heizanlage gehen effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung, Bodengesundheit und ein gesundes Stallklima Hand in Hand.

 

Rückfragen & Kontakt

Michael Herb, MSc
Presse LR Achleitner
Telefon: +43 732 77 20-151 03, +43 664 600 72-151 03
E-mail: [email protected]
 

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