• 12.05.2023, 07:31:20
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EQS-News: Österreichische Post AG: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal über Vorjahr

EQS-News: Österreichische Post AG / Schlagwort(e): Zwischenbericht
   Österreichische Post AG: Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal über
   Vorjahr

   12.05.2023 / 07:30 CET/CEST
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   ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2023:
   Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal über Vorjahr

    

   Umsatzwachstum in allen Divisionen

     •     Umsatzerlöse +10,5 % auf 664,7 Mio EUR
     •     Brief & Werbepost +3,3 % auf 308,6 Mio EUR
     •     Paket & Logistik +15,5 % auf 327,1 Mio EUR (+4,6 % exklusive Paket
       Türkei)
     •     Filiale & Bank +41,8 % auf 37,5 Mio EUR

   Ergebnis über Vorjahr

     •     EBITDA +17,1 % auf 95,1 Mio EUR
     •     EBIT +18,7 % auf 47,0 Mio EUR
     •     Ergebnis je Aktie von 0,46 EUR auf Vorjahresniveau

   Cashflow und Bilanz

     • Operativer Free Cashflow von 75,1 Mio EUR
     • Bilanzsumme inklusive bank99 bei 5,4 Mrd EUR
     • Stabile Eigenkapital-Position von 739,7 Mio EUR

   Ausblick 2023

     • Wachstum Konzernumsatz im mittleren einstelligen Bereich angepeilt
     • Ziel bleibt weiterhin ein Ergebnis (EBIT) etwa am Niveau des Vorjahres

    

   Das erste Quartal 2023 war für die Österreichische Post weiter von den
   makroökonomischen Rahmenbedingungen des vergangenen Jahres geprägt. Die
   gegenwärtige Inflation manifestiert sich in höheren Kosten für Energie und
   zugekaufte Leistungen, aber zunehmend auch in steigenden
   Personalaufwendungen. Das Unternehmen ist daher gefordert, mit umsatz- als
   auch kostenseitigen Maßnahmen entgegenzuwirken.

   „Vor dem Hintergrund der steigenden Kosten ist das erste Quartal des
   Jahres mit einem Umsatz- und Ergebnisplus sehr gut verlaufen“, so
   Generaldirektor Georg Pölzl. „Insbesondere unsere Division Filiale und
   Bank profitiert vom gestiegenen Zinsumfeld und konnte sich sowohl im
   Umsatz als auch Ergebnis signifikant verbessern“, so Georg Pölzl weiter.
   Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im ersten Quartal 2023 um 10,5 % auf
   664,7 Mio EUR gestiegen und zeigten Verbesserungen in allen Divisionen:
   Die Umsatzerlöse in der Division Brief & Werbepost betrugen 308,6 Mio EUR
   (+3,3 %) und waren geprägt vom strukturellen Rückgang des adressierten
   Briefvolumens und dem rückläufigen Werbegeschäft, aber auch positiv
   beeinflusst von den Brief-Tarifanpassungen des Vorjahres. Die Division
   Paket & Logistik erwirtschaftete Umsatzerlöse von 327,1 Mio EUR (+15,5 %;
   +4,6 % exklusive Paket Türkei) mit einem sehr positiven Paketgeschäft in
   allen Regionen. Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank erreichten
   37,5 Mio EUR (+41,8 %), die Entwicklung der Zinslandschaft der letzten
   Monate trug positiv zum Divisionsumsatz bei.

   Auch das Ergebnis zeigte sich im ersten Quartal verbessert: Das EBITDA
   erhöhte sich um 17,1 % auf 95,1 Mio EUR und das Ergebnis vor Zinsen und
   Steuern (EBIT) um 18,7 % auf 47,0 Mio EUR. Hervorzuheben ist die
   Ergebnisverbesserung in der Division Filiale & Bank um 11,6 Mio EUR auf
   einen nunmehr leicht positiven Betrag von 0,9 Mio EUR. Dadurch konnte der
   leichte Rückgang in der Division Brief und Werbepost (–0,3 % auf
   41,0 Mio EUR) und Paket und Logistik (–4,4 % auf 16,7 Mio EUR) mehr als
   ausgeglichen werden. Das Periodenergebnis der Österreichischen Post lag in
   der Berichtsperiode bei 32,0 Mio EUR nach 30,5 Mio EUR im Vorjahr
   (+4,9 %). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie für das erste Quartal
   2023 von 0,46 EUR.

   Für das Gesamtjahr 2023 ist mit einem Kostenauftrieb zu rechnen und ab
   Mitte des Jahres mit erhöhten Aufwendungen durch kollektivvertragliche
   Gehaltsanpassungen in Österreich. Darüber hinaus zeigt sich eine
   verringerte Prognostizierbarkeit der konjunkturellen Entwicklung und des
   Kaufverhaltens der Konsument*innen. Die Österreichische Post ist dennoch
   bemüht, die Umsatzerlöse in allen Divisionen zu halten oder auszubauen. Es
   wird ein Wachstum im Konzernumsatz im mittleren einstelligen Bereich
   angepeilt. In der Division Brief & Werbepost wird ein leicht rückläufiger
   Umsatz prognostiziert. Der Basistrend einer reduzierten Mengenentwicklung
   bleibt weiter bestehen, ein adaptiertes zeitgemäßes
   Preis-Leistungs-Angebot soll die Verfügbarkeit und die verlässliche
   Zustellqualität auf hohem Niveau gewährleisten und gestiegene Kosten
   abbilden. In der Division Paket & Logistik ist mit einem Wachstum im
   oberen einstelligen Bereich zu rechnen. Der Anstieg wird jedoch stark von
   der Wechselkursentwicklung der türkischen Lira abhängen, aber auch vom
   Konsumverhalten im inflationären Umfeld. Die Umsatzerlöse der Division
   Filiale & Bank werden 2023 begünstigt und durch das verbesserte Zinsumfeld
   deutlich steigen.

   In der Ergebnisentwicklung peilt die Österreichische Post für 2023
   weiterhin ein EBIT in etwa am Niveau des Vorjahres an. Nach einem guten
   Start im ersten Quartal ist im diesjährigen Jahresverlauf mit höheren
   Kosten ab dem dritten Quartal zu rechnen.

   Neben Umsatzrealisierung und Kostendisziplin hat 2023 auch das vorgesehene
   Investitionsprogramm hohe Priorität. Dabei geht es primär um die
   Finalisierung der Kapazitätserweiterung für Paketlogistik in Österreich
   und dem Ausbau des nachhaltigen Fuhrparks in Richtung E-Mobilität. In
   Summe sind Investitionen in der Größenordnung von 160 Mio EUR bis
   180 Mio EUR zur Sicherung von Nachhaltigkeit und Wachstum zu erwarten.

    

    

   KENNZAHLEN

                                                                  Veränderung
   Mio EUR                                    Q1 2022 Q1 2023       % Mio EUR
                                                                       
   Umsatzerlöse                                 601,4   664,7  10,5 %    63,3
   Brief & Werbepost                            298,9   308,6   3,3 %     9,7
   Paket & Logistik                             283,1   327,1  15,5 %    44,0
   Filiale & Bank                                26,4    37,5  41,8 %    11,1
   Corporate/Konsolidierung                      –7,0    –8,5 –21,1 %    –1,5
   Sonstige betriebliche Erträge                 28,4    18,6 –34,5 %    –9,8
   Materialaufwand und Aufwand für bezogene
   Leistungen                                  –175,6  –197,6 –12,5 %   –22,0
   Aufwand für Finanzdienstleistungen            –3,2    –1,9  40,0 %     1,3
   Personalaufwand                             –288,0  –299,8  –4,1 %   –11,8
   Sonstige betriebliche Aufwendungen           –81,9   –91,3 –11,5 %    –9,4
   Ergebnis aus nach der Equity-Methode
   bilanzierten Finanzanlagen                     0,2     0,1 –62,8 %    –0,1
   Gewinn aus der Nettoposition monetärer
   Posten                                         0,0     2,4  >100 %     2,4
   EBITDA                                        81,2    95,1  17,1 %    13,9
   Abschreibungen                               –41,6   –48,1 –15,6 %    –6,5
   EBIT                                          39,6    47,0  18,7 %     7,4
   Brief & Werbepost                             41,1    41,0  –0,3 %    –0,1
   Paket & Logistik                              17,4    16,7  –4,4 %    –0,8
   Filiale & Bank                               –10,7     0,9  >100 %    11,6
   Corporate/Konsolidierung^1                    –8,2   –11,5 –40,3 %    –3,3
   Finanzergebnis                                 1,1    –3,4 <-100 %    –4,5
   Ergebnis vor Ertragsteuern                    40,7    43,6   7,2 %     2,9
   Ertragsteuern                                –10,2   –11,6 –14,0 %    –1,4
   Periodenergebnis                              30,5    32,0   4,9 %     1,5
   Ergebnis je Aktie (EUR)^2                     0,46    0,46   0,4 %    0,00
                                                                             
   Cashflow aus dem Ergebnis                     77,9    79,8   2,4 %     1,9
   Cashflow aus Geschäftstätigkeit              –20,6   –50,9 <–100 %   –30,3
   CAPEX                                         23,6    24,1   2,2 %     0,5
   Free Cashflow                                –38,4  –106,8 <–100 %   –68,4
   Operativer Free Cashflow^3                    72,1    75,1   4,1 %     3,0

   ^1 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
   ^2 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
   ^3 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen,
   Growth CAPEX und Core Banking Assets

        

   Wien, am 12. Mai 2023

   AUSZÜGE AUS DEM KONZERNLAGEBERICHT Q1 2023

   UMSATZENTWICKLUNG IM DETAIL

   Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns erhöhten sich im
   ersten Quartal 2023 um 10,5 % auf 664,7 Mio EUR. In allen operativen
   Divisionen wurde in den ersten drei Monaten ein Anstieg verzeichnet: In
   der Division Brief & Werbepost erhöhten sich die Umsatzerlöse um 3,3 %, in
   der Division Paket & Logistik um 15,5 % und in der Division Filiale & Bank
   um 41,8 %.

   Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen
   Post betrug im ersten Quartal 2023 45,8 %. Der Divisionsumsatz ist geprägt
   vom strukturellen Rückgang des adressierten Briefvolumens durch die
   elektronische Substitution, aber auch positiv beeinflusst von den
   Tarifanpassungen des Vorjahres. Darüber hinaus ist ein generell
   rückläufiges Werbegeschäft feststellbar, das derzeit unter besonderem
   Kostendruck steht.
   Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen
   Anteil von 48,6 % am Konzernumsatz. Das Paketgeschäft entwickelte sich in
   allen Regionen sehr positiv. Lediglich der Bereich Logistics Solutions
   zeigte einen Rückgang der Umsatzerlöse, bedingt durch den Wegfall
   pandemiebedingter Sonderlogistikleistungen der Vorjahre.
   Die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Quartal 2023 einen Anteil
   am Umsatz von 5,6 % mit Umsatzerlösen von 37,5 Mio EUR (+41,8 %). Die
   Entwicklung der Zinslandschaft der letzten Monate trug positiv zum
   Divisionsumsatz bei.

   Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 308,6 Mio EUR stammte im
   ersten Quartal 2023 zu 64,2 % aus dem Bereich Briefpost & Business
   Solutions, zu 25,7 % aus Werbepost und zu 10,1 % aus Medienpost.
   Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 198,2 Mio EUR
   im ersten Quartal 2023 um 5,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Im Volumen
   zeigte sich weiterhin eine rückläufige Mengenentwicklung infolge der
   Substitution von Briefen durch elektronische Kommunikationsformen. Die
   klassischen Briefvolumen in Österreich haben sich im ersten Quartal 2023
   um 4 % reduziert. Positiv wirkten die Tarifanpassungen des Vorjahres. Der
   Inflationsdruck bei allen Kostenarten führte zu Anpassungen in der
   Produkt- und Preisstruktur sowie zu notwendigen Effizienzsteigerungen der
   internen Abläufe. Die internationale Briefpost zeigte bei rückläufigen
   Volumen Stabilität im Umsatz, der Bereich Business Solutions entwickelte
   sich positiv.
   Die Umsatzerlöse der Werbepost verringerten sich im ersten Quartal 2023 um
   2,8 % auf 79,2 Mio EUR. Das aktuell zurückhaltende Werbeverhalten konnte
   durch Anpassungen in der Preisstruktur teilweise kompensiert werden. Der
   Druck im Werbemarkt beruht auch auf gestiegenen Energie- und Papierpreisen
   dieser Produkte.
   Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und
   Magazinen, erhöhte sich im Periodenvergleich um 4,9 % auf 31,2 Mio EUR.
   Dieser Anstieg ist überwiegend auf Anpassungen in der Produkt- und
   Preisstruktur zurückzuführen.

   Der Umsatz der Division Paket & Logistik erhöhte sich im ersten Quartal
   2023 um 15,5 % auf 327,1 Mio EUR. Das Paketgeschäft entwickelte sich in
   allen Regionen sehr positiv.
   Der Bereich Paket Österreich generierte im Berichtszeitraum einen
   Umsatzanstieg von 8,3 % auf 185,0 Mio EUR. Auch die Mengen zeigten, nach
   einer Konsolidierung der Paketvolumen im Vorjahr, einen positiven Trend
   von 5 %.
   Die Umsatzerlöse in der Türkei (Paket Türkei) steigerten sich um 65,9 %
   auf 83,6 Mio EUR im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2022. Dieses hohe
   Wachstum ist einerseits auf steigende Volumen (+8 %) und andererseits auf
   die Inflation in der Türkei zurückzuführen.
   Das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) zeigt weiterhin
   positive Zuwachsraten und stieg in den ersten drei Monaten 2023 um 2,3 %
   auf 43,4 Mio EUR.
   Der Bereich Logistics Solutions (inkl. Konsolidierung) fiel in der
   aktuellen Berichtsperiode um 22,4 % auf 15,1 Mio EUR, bedingt durch den
   Wegfall pandemiebedingter Sonderlogistikleistungen der Vorjahre.

   Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank verbesserten sich im ersten
   Quartal 2023 um 41,8 % von 26,4 Mio EUR auf 37,5 Mio EUR. Die Erträge aus
   Finanzdienstleistungen erhöhten sich von 17,4 Mio EUR auf 27,6 Mio EUR in
   der aktuellen Berichtsperiode. Ausschlaggebend dafür ist das nunmehr
   verbesserte Zinsumfeld in Europa. Die Filialdienstleistungen stiegen im
   ersten Quartal 2023 um 9,7 % auf 9,9 Mio EUR.

    

   ERGEBNISENTWICKLUNG

   Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten
   Aufwandspositionen der Personalaufwand (45,1 %), der Materialaufwand und
   Aufwand für bezogene Leistungen (29,7 %) sowie sonstige betriebliche
   Aufwendungen (13,7 %). Weiters entfielen 7,2 % auf Abschreibungen und
   0,3 % auf Aufwendungen für Finanzdienstleistungen.

   Der Personalaufwand belief sich im ersten Quartal 2023 auf 299,8 Mio EUR,
   dies entspricht einem Anstieg von 4,1 % bzw. 11,8 Mio EUR. Die Veränderung
   resultiert aus der kollektivvertraglichen Gehaltsanpassung im operativen
   Personalaufwand. Der Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den
   ersten drei Monaten 2023 durchschnittlich 27.095 Mitarbeiter*innen
   (Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 27.239
   Mitarbeiter*innen tätig waren (–0,5 %). Die nicht-operativen
   Personalaufwendungen betreffen Abfertigungen und
   Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische
   Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind.
   Im ersten Quartal 2023 sind keine signifikanten Aufwendungen angefallen.

   Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um
   12,5 % auf 197,6 Mio EUR. Erhöhend wirkten Treibstoff- und Energiekosten
   sowie auch Transporte durch externe Dienstleister.

   Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im ersten Quartal
   2023 um 34,5 % auf 18,6 Mio EUR. Diese Entwicklung ist auf den Wegfall von
   COVID-19 Rückvergütungen im Vorjahr zurückzuführen. Die sonstigen
   betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 11,5 % auf 91,3 Mio EUR.
   Steigerung waren im Besonderen im Bereich der IT-Dienstleistungen und der
   Instandhaltung zu bemerken.

   Das EBITDA lag im ersten Quartal 2023 mit 95,1 Mio EUR um 17,1 % über dem
   Niveau des Vorjahres von 81,2 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge
   von 14,3 %. Die Abschreibungen lagen in den ersten drei Monaten 2023 mit
   48,1 Mio EUR um 15,6 % bzw. 6,5 Mio EUR über dem Vorjahr. Der Anstieg ist
   im Wesentlichen auf erfolgte Investitionen in neue Standorte für die
   Paket-Logistikinfrastruktur zurückzuführen. Für die türkischen
   Tochtergesellschaften ist der Bilanzierungsstandard IAS 29
   (Rechnungslegung in Hochinflationsländern) anzuwenden. Dementsprechend
   wurden alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die
   nicht-monetären Posten anhand des allgemeinen Preisindexes angepasst
   (siehe Geschäftsbericht 2022, Konzernabschuss, Punkt 3.3). Der Gewinn bzw.
   Verlust aus der Nettoposition monetärer Posten ist in der Gewinn- und
   Verlustrechnung als eigener Posten dargestellt. Im ersten Quartal 2023
   betrug der Gewinn aus der Nettoposition monetärer Posten 2,4 Mio EUR. Das
   EBIT erreichte 47,0 Mio EUR im ersten Quartal 2023 nach 39,6 Mio EUR im
   Vorjahr. Die EBIT-Marge betrug 7,1 %.

   Das Finanzergebnis des Konzerns betrug minus 3,4 Mio EUR nach 1,1 Mio EUR
   im Vorjahr. Somit ergab sich, nach Abzug der Ertragssteuern von
   11,6 Mio EUR, ein Periodenergebnis für die ersten drei Monate 2023 von
   32,0 Mio EUR nach 30,5 Mio EUR im ersten Quartal des Vorjahres. Das
   unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug unverändert zum Vorjahr 0,46 EUR.

    

   ERGEBNIS NACH DIVISIONEN

   Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in
   den ersten drei Monaten 2023 ein EBIT von 41,0 Mio EUR nach 41,1 Mio EUR
   im Vorjahr (–0,3 %). Diese Stabilität in der aktuellen Berichtsperiode
   resultierte aus der Kombination aus Volumenrückgängen, Tarifeffekten, aber
   auch durch den Fokus auf effiziente Arbeitsprozesse.

   Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 16,7 Mio EUR im
   ersten Quartal 2023 nach 17,4 Mio EUR in der Vorjahresperiode (–4,4 %).
   Positiv entwickelte sich das Paketgeschäft in Österreich und in der
   Türkei, während es bei einigen Gesellschaften in Südost- und Osteuropa zu
   reduzierten Ergebnissen gekommen ist. Auch der Wegfall von
   pandemiebedingten Sonderlogistikleistungen hatte negative Effekte auf das
   Divisionsergebnis.

   Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von 0,9 Mio EUR im
   ersten Quartal 2023 nach minus  10,7 Mio EUR im Jahr zuvor und zeigte
   somit eine Ergebnisverbesserung von 11,6 Mio EUR. Wesentlich dazu
   beigetragen hat die positive Entwicklung im Finanzdienstleistungsgeschäft,
   basierend auf dem erhöhten Zinsüberschuss.

   Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung und konzerninternes
   Umlageverfahren) veränderte sich von minus 8,2 Mio EUR auf minus
   11,5 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative
   Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und
   Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben
   den klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der
   nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher
   Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die
   Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des
   Post-Arbeitsmarkts.

   CASHFLOW UND BILANZ

   Der Cashflow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2023
   79,8 Mio EUR nach 77,9 Mio EUR im ersten Quartal 2022 (+2,4 %). Der
   Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug in der Berichtsperiode minus
   50,9 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von minus 20,6 Mio EUR. Hier
   sind als größte Effekte die Veränderungen der Core Banking Assets der
   bank99 in Höhe von minus 138,4 Mio EUR zu nennen, die im
   Vergleichszeitraum des Vorjahres minus 104,2 Mio EUR betrugen. Der
   Cashflow aus Geschäftstätigkeit exklusive Core Banking Assets belief sich
   im ersten Quartal 2023 auf 87,5 Mio EUR. Der Cashflow aus
   Investitionstätigkeit belief sich in den ersten drei Monaten 2023 auf
   minus 56,0 Mio EUR nach minus 17,8 Mio EUR in der Vorjahresperiode. Die
   Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows,
   um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus
   die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow
   belief sich ohne Berücksichtigung der Veränderung der Core Banking Assets
   in der aktuellen Berichtsperiode auf 75,1 Mio EUR im Vergleich zu
   72,1 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
   erreichte in den ersten drei Monaten 2023 minus 30,1 Mio EUR nach minus
   85,2 Mio EUR im Vorjahr.

   Die Österreichische Post setzt auf eine solide Bilanz- und
   Finanzierungsstruktur. Die Bilanzsumme lag per 31. März 2023 bei
   5.376,0 Mio EUR. Aktivseitig bildeten Sachanlagen in der Höhe von
   1.339,0 Mio EUR bildeten eine der größten Bilanzpositionen und
   inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von 417,8 Mio EUR.
   Zudem gab es immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte
   aus Unternehmenserwerben, die per 31. März 2023 mit 160,8 Mio EUR
   ausgewiesen sind. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 403,0 Mio EUR
   ausgewiesen, die anderen finanziellen Vermögenswerte lagen zum 31. März
   2023 bei 91,7 Mio EUR. Die finanziellen Vermögenswerte aus
   Finanzdienstleistungen betrugen per Ende des ersten Quartals 2023
   3.057,2 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen aus der Geschäftstätigkeit
   der bank99.
   Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen
   Post-Konzerns zum 31. März 2023 bei 739,7 Mio EUR (Eigenkapitalquote von
   13,8 %). Die proforma Eigenkapitalquote (bank99 nach der Equity-Methode
   berücksichtigt) betrug per Ende März 2023 30 %. Die Rückstellungen lagen
   mit Ende der Berichtsperiode bei 631,6 Mio EUR, die Verbindlichkeiten aus
   Lieferungen und Leistungen und Sonstiges betrugen 519,2 Mio EUR.
   Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von
   2.901,1 Mio EUR resultieren aus der Geschäftstätigkeit der bank99
   (Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der Kund*innen der bank99).

    

   AUSBLICK 2023

   Das wirtschaftliche Umfeld in Europa wird 2023 weiter von den
   makroökonomischen Parametern geprägt sein, die auch das Geschäft im
   Vorjahr beeinflusst hatten. Allen voran die sich verfestigende Inflation
   durch einsetzende Lohn-Preis-Effekte. Aber auch durch Energiekosten, die
   aktuell auf einem höheren Niveau als vor den Kriegshandlungen in der
   Ukraine liegen. Der Kostenauftrieb bei Personalkosten etwa wird in
   Österreich ab Juli 2023 zu signifikant höheren kollektivvertraglichen
   Löhnen und Gehältern führen. Es ist daher notwendig, nicht vermeidbare
   Kostensteigerungen so gut wie möglich in der Produkt- und Preisgestaltung
   zu berücksichtigen.

   Umsatzwachstum 2023
   Wie alle Unternehmen ist auch die Österreichische Post gefordert, diesen
   herausfordernden Rahmenbedingungen sowohl umsatz- als auch kostenseitig zu
   begegnen. Der Inflationsdruck bei Personalkosten wird zu Preisanpassungen
   in allen Bereichen sowie zu notwendigen Effizienzsteigerungen der internen
   Abläufe führen. Das Unternehmen ist bemüht, die Umsatzerlöse in allen
   Bereichen zu halten oder auszubauen. Basierend auf dem Konzernumsatz 2022
   von 2,5 Mrd EUR wird ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich
   angepeilt.
   In der Division Brief & Werbepost wird für 2023 ein leicht rückläufiger
   Umsatz prognostiziert. Der Basistrend der Mengenentwicklung bei
   klassischen Briefen wird weiterhin in der Größenordnung von ca. 5 % p.a.
   rückläufig bleiben. Auch die Volumen der Werbe- und Medienpost stehen
   unter Druck. Erhöhte Gas- und Papierpreise belasten die Kostenstruktur
   vieler Kund*innen. Dem Anstieg bei externen Energie- und Transportkosten,
   aber auch internen Personalaufwendungen begegnet die Österreichische Post
   mit Effizienz- und Portfolioverbesserungen. Ziel ist es, noch im Jahr 2023
   eine adaptierte Produkt- und Preisstruktur in der Briefpost einzuführen.
   Ein zeitgemäßes Preis-Leistungs-Angebot soll die Verfügbarkeit und die
   verlässliche Zustellqualität auf hohem Niveau gewährleisten und auch
   gestiegene Kosten abbilden.
   In der Division Paket & Logistik sollte nach dem leichten Rückgang im
   Geschäftsjahr 2022 wieder mit einem Wachstum zu rechnen sein. Unter der
   Voraussetzung eines stabilen konjunkturellen Umfelds in den Ländern, in
   denen die Österreichische Post aktiv ist, ist ein Umsatzwachstum im oberen
   einstelligen Bereich zu erwarten. Das Wachstum wird stark von der
   Wechselkursentwicklung der türkischen Lira abhängen.
   Planungsunsicherheiten ergeben sich drüber hinaus auch durch das schwer
   prognostizierbare Konsumverhalten im inflationären Umfeld.
   Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank werden 2023 deutlich steigen.
   Das verbesserte Zinsumfeld begünstigt das Geschäftsmodell klassischer
   Retail-Banken. Ziel der bank99 ist es, 2023 das
   Finanzdienstleistungsgeschäft weiter auszubauen und die IT-Integration
   voranzutreiben. Damit soll die Basis für einen Break-even der bank99 im
   Jahr 2024 geschaffen werden.

   Konzernergebnis 2023
   In Summe bleiben die Rahmenbedingungen auf das Konzernergebnis 2023
   herausfordernd. Die Inflation wird einen stetigen Kostenauftrieb
   verursachen, bei Personalkosten wird dies insbesondere im zweiten Halbjahr
   2023 sichtbar sein. Diese kostenseitigen Steigerungen gilt es, in der
   Produkt- und Preisgestaltung so gut wie möglich umzusetzen. Die
   Saisonalität wird somit etwas anders verlaufen, als dies noch im Vorjahr
   der Fall war. Nach einem guten Start im ersten Quartal ist heuer mit
   höheren Kosten ab dem dritten Quartal zu rechnen. Das angepeilte Ziel der
   Österreichischen Post für 2023 ist es aber weiterhin, ein Ergebnis (EBIT)
   etwa am Niveau des Vorjahres zu erreichen.

   Investitionsprogramm 2023
   Die Österreichische Post wird auch weiterhin Wachstum und Dividendenstärke
   vereinen. Das Investitionsprogramm besteht primär aus der Finalisierung
   der Kapazitätserweiterung für die Paketlogistik in Österreich auf eine
   Sortierleistung von nahezu 140.000 Paketen pro Stunde. Weiters soll der
   Ausbau des nachhaltigen Fuhrparks in Richtung E-Mobilität weiter
   voranschreiten. Basis der Investitionstätigkeit 2023 sind
   Instandhaltungsmaßnahmen (Maintenance CAPEX) in Österreich, Südost- und
   Osteuropa sowie der Türkei in der Größenordnung von ca. 100 Mio EUR.
   Darüber hinaus sind Wachstumsinvestitionen von 60 Mio EUR bis 80 Mio EUR
   in Österreich (Growth CAPEX) vorgesehen.

    

   RÜCKFRAGEHINWEIS                                                          
   Österreichische Post AG    Österreichische Post AG
   Ingeborg Gratzer           Harald Hagenauer
   Leitung Presse & Interne   Leitung Investor Relations, Konzernrevision &
   Kommunikation              Compliance
   Tel.: +43 (0) 57767-32010  Tel.: +43 (0) 57767-30400
   [email protected]             [email protected]

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   12.05.2023 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
   übermittelt durch EQS Group AG. www.eqs.com

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   Sprache:     Deutsch
   Unternehmen: Österreichische Post AG
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   1628123  12.05.2023 CET/CEST

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