• 13.05.2022, 07:32:10
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EQS-News: ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2022: Umsatz und Ergebnis Q1 2022 wie erwartet unter Vorjahr

EQS-News: Österreichische Post AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis
   ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2022: Umsatz und Ergebnis Q1 2022 wie erwartet
   unter Vorjahr

   13.05.2022 / 07:30
   Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
   verantwortlich.

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   ÖSTERREICHISCHE POST Q1 2022:
   Umsatz und Ergebnis Q1 2022 wie erwartet unter Vorjahr
   Paketbereich nach Lockdown-Dynamik der Vorjahre in Konsolidierungs-phase –
   Trendumkehr in H2 erwartet
   Ergebnis 2022 in der Bandbreite der letzten beiden Jahre prognostiziert

   Umsatz

     • Umsatzerlöse um 7,1 % auf 601,4 Mio EUR unter Vorjahresniveau (–2,4 %
       exkl. Paket Türkei)

          • Brief & Werbepost –3,9 % auf 298,9 Mio EUR
          • Paket & Logistik –12,5 % auf 283,1 Mio EUR (–3,4 % exkl. Paket
            Türkei)
          • Filiale & Bank +49,3 % auf 26,4 Mio EUR

   Ergebnis

     • EBITDA –17,9 % auf 81,2 Mio EUR
     • EBIT –33,7 % auf 39,6 Mio EUR
     • Ergebnis je Aktie von 0,71 EUR auf 0,46 EUR

   Cashflow und Bilanz

     • Operativer Free Cashflow von 72,1 Mio EUR
     • Bilanzsumme inkl. bank99 bei 4,9 Mrd EUR
     • Stabile Eigenkapital-Position von 693,5 Mio EUR

   Ausblick 2022

     • Umsatzniveau des Vorjahres wieder angepeilt (Umsatzerlöse 2021: 2,5
       Mrd EUR)
     • H1 hinter hohen Vergleichswerten des Vorjahres, Aufholung in H2
       angestrebt
     • EBIT 2022 zwischen 2021 (205 Mio EUR) und 2020 (161 Mio EUR) erwartet

   Im ersten Quartal 2022 verzeichnete die Österreichische Post, wie bereits
   kommuniziert, eine Umsatz- und Ergebnisentwicklung unter dem
   Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse für die ersten drei Monate 2022 betrugen
   601,4 Mio EUR und liegen somit um 7,1 % unter dem ersten Quartal 2021. Der
   größte Teil dieses Rückgangs ist auf den stark gesunkenen Wechselkurs der
   türkischen Lira zurückzuführen. Der Umsatzrückgang exklusive dem
   türkischen Paketgeschäft (Tochtergesellschaft Aras Kargo) betrug 2,4 %.
   Der Umsatz der Division Brief & Werbepost reduzierte sich um 3,9 % auf
   298,9 Mio EUR, einerseits bedingt durch die strukturelle Abnahme des
   adressierten Briefvolumens sowie andererseits durch den Wegfall positiver
   COVID-19 Effekte in Form von Sonderaussendungen des Vorjahres. Der
   Umsatzrückgang der Division Paket & Logistik von 12,5 % auf 283,1 Mio EUR
   war insbesondere dem Kursverlust der türkischen Lira geschuldet. Exklusive
   dem Türkei-Geschäft betrug der Umsatzrückgang der Division 3,4 %. Positiv
   entwickelte sich die Division Filiale & Bank mit einem Umsatzplus von 49,3
   % auf 26,4 Mio EUR.

   Die negative Umsatzentwicklung, inflationäre Tendenzen sowie der Druck auf
   die türkische Lira beeinträchtigten auch das Ergebnis. Das EBITDA für das
   erste Quartal 2022 reduzierte sich von 99,0 Mio EUR auf 81,2 Mio EUR
   (–17,9 %) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich
   von 59,8 Mio EUR auf 39,6 Mio EUR (–33,7 %). Die Division Brief &
   Werbepost verzeichnete ein EBIT von 41,1 Mio EUR nach 45,5 Mio EUR im
   Vorjahr, die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 17,4
   Mio EUR nach 35,8 Mio EUR in der Vorjahresperiode, überwiegend beeinflusst
   von der Kursentwicklung der türkischen Lira, und die Division Filiale &
   Bank erreichte ein EBIT von minus 10,7 Mio EUR in der aktuellen
   Berichtsperiode nach minus 18,4 Mio EUR im Jahr zuvor (+41,8 %).

   Die Kriegshandlungen in der Ukraine wirken sich auf das Geschäftsmodell
   der Österreichischen Post indirekt aus – durch die sich verfestigende
   Inflation, basierend auf Anstiegen bei Energie und Rohstoffen sowie durch
   unterbrochene Liefer- und Wertschöpfungsketten. Der Inflationsdruck führt
   zu Steigerungen der operativen Personal- und Energiekosten und
   beeinträchtigt darüber hinaus auch das Konsumverhalten weiter negativ.
   „Durch umfassende Gegenmaßnahmen ist die Österreichische Post bemüht, die
   Leistungserbringung der Brief- und Paketzustellung so kosteneffizient wie
   möglich zu gestalten. Umsatzseitig werden moderate Inflationsanpassungen
   vorgenommen“, so Generaldirektor DI Dr. Georg Pölzl.

   In der Entwicklung des Jahres 2022 wird erwartet, dass eine Abweichung zum
   Vorjahr speziell das erste Halbjahr betrifft. Die durch Lockdowns
   verursachten positiven Sondereffekte des Vorjahres stellen hohe
   Vergleichswerte dar. Im zweiten Halbjahr 2022 wird eine Aufholung
   angestrebt. Trotz des schwierigen Umfelds peilt die Österreichische Post
   für 2022 einen möglichst stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr an
   (Umsatzerlöse 2021: 2,5 Mrd EUR). Voraussetzung dieser Prognose bleibt
   eine weitgehende wirtschaftliche sowie energie- und währungstechnische
   Stabilität in den Märkten. Die Ergebnisprognose für 2022 gestaltet sich
   aufgrund des aktuellen Umfelds schwierig. Es ist zu befürchten, dass sich
   inflationäre Tendenzen nunmehr nicht nur kurzfristig, sondern
   längerfristig einstellen. Das Konzernergebnis (EBIT) 2022 sollte aus
   heutiger Sicht zwischen den Niveaus der letzten beiden Jahre zu liegen
   kommen (EBIT 2021: 205 Mio EUR, EBIT 2020: 161 Mio EUR). Die Ambition des
   Unternehmens bleibt aufrecht, möglichst nahe an das Niveau des Jahres 2021
   heranzukommen.

   Das vorgesehene Investitionsprogramm der Österreichischen Post wird mit
   den Schwerpunkten Kapazitätserweiterung und Nachhaltigkeit im Grunde
   beibehalten. Einzelne Investitionen werden überprüft, um die Einhaltung
   aller Rentabilitätsziele zu gewährleisten. „Wir versichern unseren
   Kund*innen, dass wir auch in diesen herausfordernden Zeiten unsere
   höchstmögliche Leistungsfähigkeit und unser hervorragendes Service
   weiterhin sicherstellen können“, so Georg Pölzl. „Dabei spielt der Umbau
   der Logistik in eine klimaneutrale Zustellung bei allen
   Investitionsentscheidungen eine gewichtige Rolle“, so Georg Pölzl
   abschließend.
    

   Die Vollversion des Ausblicks sowie Detailinformationen (Auszüge) aus dem
   Konzernlagebericht für das erste Quartal 2022 finden Sie ab Seite 4. Der
   komplette Bericht ist im Internet unter post.at/ir im
   Reporting-Downloadcenter verfügbar.

   KENNZAHLEN

                                                                  Veränderung
   Mio EUR                                  Q1 2021^1 Q1 2022       % Mio EUR
                                                                       
   Umsatzerlöse                                 647,0   601,4  –7,1 %   –45,7
   Brief & Werbepost                            311,0   298,9  –3,9 %   –12,1
   Paket & Logistik                             323,7   283,1 –12,5 %   –40,5
   Filiale & Bank                                17,7    26,4  49,3 %     8,7
   Corporate/Konsolidierung                      –5,3    –7,0 –33,2 %    –1,8
   Sonstige betriebliche Erträge                 22,2    28,4  27,8 %     6,2
   Materialaufwand und Aufwand für bezogene
   Leistungen                                  –185,6  –175,6   5,4 %    10,0
   Aufwand für Finanzdienstleistungen            –1,0    –3,2 <-100 %    –2,2
   Personalaufwand                             –303,5  –288,0   5,1 %    15,5
   Sonstige betriebliche Aufwendungen           –80,5   –81,9  –1,8 %    –1,4
   Ergebnis aus nach der Equity-Methode
   bilanzierten Finanzanlagen                     0,2     0,2 –38,1 %    –0,1
   EBITDA                                        99,0    81,2 –17,9 %   –17,7
   Abschreibungen                               –39,2   –41,6  –6,2 %    –2,4
   EBIT                                          59,8    39,6 –33,7 %   –20,2
   Brief & Werbepost                             45,5    41,1  –9,7 %    –4,4
   Paket & Logistik                              35,8    17,4 –51,3 %   –18,4
   Filiale & Bank                               –18,4   –10,7  41,8 %     7,7
   Corporate/Konsolidierung^2                    –3,1    –8,2 <–100 %    –5,1
   Finanzergebnis                                 2,4     1,1 –54,0 %    –1,3
   Ergebnis vor Ertragsteuern                    62,2    40,7 –34,5 %   –21,5
   Ertragsteuern                                –12,3   –10,2  16,8 %     2,1
   Periodenergebnis                              49,9    30,5 –38,9 %   –19,4
   Ergebnis je Aktie (EUR)^3                     0,71    0,46 –35,9 %   –0,26
                                                                             
   Cashflow aus dem Ergebnis                  109,5^4    77,9 –28,8 %   –31,6
   Cashflow aus Geschäftstätigkeit              124,1   –20,6 <–100 %  –144,6
   CAPEX                                         18,3    23,6  28,8 %     5,3
   Free Cashflow                                117,6   –38,4 <–100 %  –156,0
   Operativer Free Cashflow^5                    74,4    72,1  –3,0 %    –2,2

    

   ^1 Die Darstellung der Finanzdienstleistungen in der Konzern-Gewinn- und
   Verlustrechnung wurde angepasst. Die Erträge aus Finanzdienstleistungen
   werden innerhalb der Umsatzerlöse erfasst, die Aufwendungen für
   Finanzdienstleistungen werden separat ausgewiesen (vormals erfolgte eine
   saldierte Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus
   Finanzdienstleistungen in den Umsatzerlösen).
   ^2 Umfasst auch das konzerninterne Umlageverfahren
   ^3 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
   ^4 Die Darstellung der Erbringung von Finanzdienstleistungen wurde
   angepasst. Die Zinsen im Zusammenhang mit der Erbringung von
   Finanzdienstleistungen werden gesondert im Cashflow aus der
   Geschäftstätigkeit ausgewiesen.
   ^5 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen,
   Growth CAPEX und Core Banking Assets

   Wien, am 13. Mai 2022

   AUSZÜGE AUS DEM KONZERNLAGEBERICHT Q1 2022

   UMSATZENTWICKLUNG IM DETAIL

   Die Umsatzerlöse des Österreichischen Post-Konzerns verringerten sich im
   ersten Quartal 2022 um 7,1 % auf 601,4 Mio EUR, exklusive dem
   Türkei-Geschäft (Paket Türkei) betrug der Umsatzrückgang 2,4 %. Die
   Division Brief & Werbepost verzeichnete in den ersten drei Monaten einen
   Umsatzrückgang von 3,9 %, die Division Paket & Logistik einen Rückgang von
   12,5 %, exklusive dem Türkei-Geschäft betrug der Umsatzrückgang 3,4 %.
   Positiv entwickelte sich die Division Filiale & Bank mit einem Umsatzplus
   von 49,3 % auf 26,4 Mio EUR in den ersten drei Monaten 2022.

   Der Anteil der Division Brief & Werbepost am Umsatz der Österreichischen
   Post betrug im ersten Quartal 2022 49,1 %. Einerseits resultierte der
   Umsatzrückgang von 3,9 % aus dem strukturellen Rückgang des adressierten
   Briefvolumens durch die elektronische Substitution sowie andererseits aus
   dem Wegfall von positiven COVID-19 Effekten durch Sonderaussendungen im
   ersten Quartal des Vorjahres. Darüber hinaus ist auch weiterhin ein
   volatiles Werbegeschäft feststellbar. Nach einem durch COVID-19 Maßnahmen
   negativ betroffenen ersten Quartal des Vorjahres mit behördlich
   angeordneten Geschäftsschließungen normalisierten sich im aktuellen
   Quartal die Werbe- und Medienpostvolumen.
   Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen
   Anteil von 46,5 % am Konzernumsatz. Im Paketgeschäft in Österreich und
   insbesondere in der Türkei war ein Rückgang zu verzeichnen, in Südost- und
   Osteuropa hingegen gab es weiteres Wachstum. Der Bereich Logistics
   Solutions zeigte einen Anstieg der Umsatzerlöse, bedingt durch eine
   Ausweisänderung.
   Die Division Filiale & Bank erreichte im ersten Quartal 2022 einen Anteil
   am Umsatz von 4,4 % mit Umsatzerlösen von 26,4 Mio EUR (+49,3 %). Mit
   Dezember 2021 wurde das Privatkund*innengeschäft der ING in Österreich
   übernommen. Dies zeigte positive Effekte beim Zins- sowie Provisionsertrag
   der bank99.

   Der Umsatz der Division Brief & Werbepost von 298,9 Mio EUR stammte im
   ersten Quartal 2022 zu 62,8 % aus dem Bereich Briefpost & Business
   Solutions, zu 27,2 % aus Werbepost und zu 10,0 % aus Medienpost.
   Im Bereich Briefpost & Business Solutions lag der Umsatz mit 187,6 Mio EUR
   im ersten Quartal 2022 um 8,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die
   rückläufige Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch
   elektronische Kommunikationsformen setzte sich fort. Im Berichtszeitraum
   des Vorjahres waren die Volumen durch Lockdown Maßnahmen geprägt, im
   ersten Quartal 2022 reduzierten sich die Briefvolumen um 4 %, also im
   Rahmen der letzten Jahre. Auch die weitere Entwicklung wird von den
   schwierigen Rahmenbedingungen geprägt sein. Ein negativer Umsatzeffekt ist
   der Wegfall von Sonderaussendungen aufgrund von COVID-19 Maßnahmen im
   Vorjahr. Die internationale Briefpost zeigte ebenfalls Rückgänge, der
   Bereich Business Solutions entwickelte sich stabil.
   Die Werbepost generierte im ersten Quartal 2022 einen Umsatzanstieg von
   6,3 % auf 81,5 Mio EUR. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war noch ein
   Rückgang von 8,6 % verzeichnet worden. Im Werbegeschäft hatten sich die
   COVID-19 bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen im
   Vorjahr besonders negativ ausgewirkt. Eine erhöhte Volatilität ist
   weiterhin zu beobachten.
   Der Umsatz mit Medienpost, also der Zustellung von Zeitungen und
   Magazinen, erhöhte sich im Periodenvergleich um 3,4 % auf 29,8 Mio EUR.
   Dieser Anstieg ist auch hier auf das schwache erste Quartal des Vorjahres
   zurückzuführen (–5,5 %).
   Die Darstellung der Umsatzerlöse in der Division Paket & Logistik wurde
   angepasst. Die Aufgliederung erfolgt nun in Paketlogistik mit einer
   regionenbezogenen Erlösdarstellung sowie zusätzlich in
   Logistikdienstleistungen. Das erste Quartal des Vorjahres wurde
   entsprechend angepasst. Der Umsatz der Division Paket & Logistik
   verringerte sich im ersten Quartal 2022 um 12,5 % auf 283,1 Mio EUR.
   Der hohe Rückgang ist im Wesentlichen auf das Paketgeschäft in der Türkei
   (Paket Türkei) zurückzuführen, welches sich im Vergleich zur
   Vorjahresperiode um 39,1 % auf 50,4 Mio EUR verringerte. Neben einem
   Volumenrückgang von 19 % gegenüber dem starken ersten Quartal des
   Vorjahres wirkte sich auch der Druck auf die türkische Lira negativ auf
   die türkischen Paketumsätze in die Konzernwährung (Euro) aus.
   Auch der Bereich Paket Österreich reduzierte sich um 6,8 % im ersten
   Quartal 2022. Nach außerordentlich hohen Mengenzuwächsen im
   Vorjahresquartal (+36 %) ist nun eine Konsolidierung der Paketmengen
   eingetreten.
   Das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa (Paket CEE/SEE) zeigt weiterhin
   positive Zuwachsraten und stieg in den ersten drei Monaten 2022 um 3,8 %
   auf 42,4 Mio EUR.
   Der Bereich Logistics Solutions (inkl. Konsolidierung), der
   Sonderlogistikdienstleistungen wie etwa den Transport von COVID-19 Test
   Kits durchführt, stieg in der aktuellen Berichtsperiode um 16,0 % auf 19,5
   Mio EUR. Der Anstieg ist auf eine Ausweisänderung zurückzuführen. Die
   positiven Sondereffekte durch Logistikdienstleistungen haben sich in der
   aktuellen Berichtsperiode leicht reduziert.

   Die Umsatzerlöse der Division Filiale & Bank verbesserten sich im ersten
   Quartal 2022 um 49,3 % von 17,7 Mio EUR auf 26,4 Mio EUR. Die
   Filialdienstleistungen reduzierten sich um 14,3 % von 10,5 Mio EUR auf 9,0
   Mio EUR im aktuellen Berichtszeitraum. Die Erträge aus
   Finanzdienstleistungen in Höhe von 17,4 Mio EUR im ersten Quartal 2022
   zeigten einen starken Anstieg aufgrund der Übernahme des
   Privatkund*innengeschäfts der ING in Österreich. Die bank99 hat mit Anfang
   Mai 2022 bereits 245.000 Kund*innen.

   ERGEBNISENTWICKLUNG

   Bezogen auf die Umsatzerlöse der Österreichischen Post sind die größten
   Aufwandspositionen der Personalaufwand (47,9 %), der Materialaufwand und
   Aufwand für bezogene Leistungen (29,2 %) sowie sonstige betriebliche
   Aufwendungen (13,6 %). Weiters entfielen 6,9 % auf Abschreibungen und 0,5
   % auf Aufwendungen für Finanzdienstleistungen.

   Der Personalaufwand belief sich im ersten Quartal 2022 auf 288,0 Mio EUR,
   dies entspricht einem Rückgang von 5,1 % bzw. 15,5 Mio EUR. Der operative
   Personalaufwand blieb im Vergleich zur Vorjahresperiode stabil. Der
   Österreichische Post-Konzern beschäftigte in den ersten drei Monaten 2022
   durchschnittlich 27.239 Mitarbeiter (Vollzeitkräfte), während in der
   Vorjahresperiode durchschnittlich 27.541 Mitarbeiter*innen tätig waren
   (–1,1 %). Zusätzlich zu den operativen Personalaufwendungen umfasst der
   Personalaufwand der Österreichischen Post auch diverse nicht-operative
   Personalaufwendungen wie Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die
   primär auf die spezifische Beschäftigungssituation beamteter
   Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Der nicht-operative Personalaufwand
   des ersten Quartals 2022 enthielt weniger Aufwendungen als die
   Vergleichsperiode des Vorjahres.

   Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen reduzierte sich um
   5,4 % auf 175,6 Mio EUR. Die Verringerung ist überwiegend auf die
   Währungsumrechnung der türkischen Lira zurückzuführen, die im Vergleich
   zum Vorjahr geringere Aufwendungen in Euro zur Folge hatte. Gegenläufig
   wirkten höhere Treibstoff- und Energiekosten sowie auch Transporte durch
   externe Dienstleister.

   Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im ersten Quartal 2022
   um 27,8 % auf 28,4 Mio EUR und sind im Wesentlichen auf COVID-19
   Rückvergütungen durch den Bund im Zusammenhang mit Krankenständen
   zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich
   lediglich um 1,8 % auf 81,9 Mio EUR.

   Das EBITDA lag im ersten Quartal 2022 mit 81,2 Mio EUR um 17,9 % unter dem
   Niveau des Vorjahres von 99,0 Mio EUR, das entspricht einer EBITDA-Marge
   von 13,5 %. Die Abschreibungen lagen in den ersten drei Monaten 2022 mit
   41,6 Mio EUR um 6,2 % bzw. 2,4 Mio EUR über dem Vorjahr. Der Anstieg ist
   im Wesentlichen auf erfolgte Investitionen in neue Standorte für die
   Paket-Logistikinfrastruktur zurückzuführen. Das EBIT erreichte 39,6 Mio
   EUR im ersten Quartal 2022 nach 59,8 Mio EUR im Vorjahr. Die EBIT-Marge
   betrug 6,6 %.

   Das Finanzergebnis des Konzerns betrug 1,1 Mio EUR nach 2,4 Mio EUR im
   Vorjahr. Somit ergab sich, nach Abzug der Ertragssteuern von 10,2 Mio EUR,
   ein Periodenergebnis für die ersten drei Monate 2022 von 30,5 Mio EUR nach
   49,9 Mio EUR im ersten Quartal des Vorjahres. Das unverwässerte Ergebnis
   je Aktie betrug 0,46 EUR im Vergleich zu 0,71 EUR in der Vorjahresperiode.

   ERGEBNIS NACH DIVISIONEN

   Das Konzern-EBIT für das erste Quartal 2022 reduzierte sich von 59,8 Mio
   EUR auf 39,6 Mio EUR und war geprägt von geringeren Mengenentwicklungen
   nach den positiven Sondereffekten des Vorjahres. Insbesondere negative
   gesamtwirtschaftliche Einflüsse wie der Druck auf die türkische Lira
   belasteten das Ergebnis des ersten Quartals 2022.

   Nach Divisionen betrachtet verzeichnete die Division Brief & Werbepost in
   den ersten drei Monaten 2022 ein EBIT von 41,1 Mio EUR nach 45,5 Mio EUR
   im Vorjahr. Der Umsatzrückgang in der aktuellen Berichtsperiode konnte
   durch weitreichende Gegenmaßnahmen auf Kostenseite teilweise kompensiert
   werden.

   Die Division Paket & Logistik erwirtschaftete ein EBIT von 17,4 Mio EUR im
   ersten Quartal 2022 nach 35,8 Mio EUR in der Vorjahresperiode. Das
   entspricht einem Rückgang von 18,4 Mio EUR. Während das erste Quartal des
   Vorjahres noch von außerordentlichem Rückenwind im Paketgeschäft geprägt
   war, stieg das Paketvolumen in Österreich – auch bedingt durch Lockdown
   Situationen – vom ersten Quartal 2019 zum ersten Quartal 2021 um über 70
   %. Ein Konsolidierungseffekt ist daher bereits erwartet worden, der
   Rückgang dieser Paketmengen im ersten Quartal 2022 betrug 9 % im Vergleich
   zur Vorjahresperiode. Ein belastender Effekt resultierte auch aus der
   starken Abwertung der türkischen Lira, der zu einem niedrigerem Umsatz-
   und Ergebnisbeitrag der türkischen Tochtergesellschaft auf Euro-Basis
   geführt hat. Während der Türkei-Umsatz unserer nach wie vor profitablen
   Tochtergesellschaft in lokaler Währung im ersten Quartal um 7,1 %
   angestiegen ist, musste auf Euro-Basis ein Rückgang von 39,1 % verbucht
   werden.

   Die Division Filiale & Bank verzeichnete ein EBIT von minus 10,7 Mio EUR
   im ersten Quartal 2022 nach minus 18,4 Mio EUR im Jahr zuvor und zeigte
   somit eine Ergebnisverbesserung von 41,8 % bzw. 7,7 Mio EUR. Ein positiver
   Ergebnistrend aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft ist erkennbar,
   verstärkt durch die Übernahme des Privatkund*innengeschäfts der ING in
   Österreich.

   Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung und konzerninternes
   Umlageverfahren) veränderte sich von minus 3,1 Mio EUR auf minus 8,2 Mio
   EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-operative Dienstleistungen, wie
   sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und Steuerung eines Konzerns
   erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den klassischen
   Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der
   nicht-betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher
   Finanzbeteiligungen, die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die
   Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Administration des
   Post-Arbeitsmarkts.

   CASHFLOW UND BILANZ

   Die Österreichische Post setzt auf die Kennzahl des Operativen Free
   Cashflows, um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten
   und daraus die Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative
   Free Cashflow belief sich ohne Berücksichtigung der Veränderung der Core
   Banking Assets in der aktuellen Berichtsperiode auf 72,1 Mio EUR im
   Vergleich zu 74,4 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Cashflow aus
   Finanzierungstätigkeit erreichte in den ersten drei Monaten 2022 minus
   85,2 Mio EUR nach minus 42,1 Mio EUR im Vorjahr.

   Die Österreichische Post setzt auf eine solide Bilanz- und
   Finanzierungsstruktur. Die Bilanzsumme lag per 31. März 2022 bei 4.885,1
   Mio EUR. Aktivseitig bildeten Sachanlagen von 1.202,2 Mio EUR eine der
   größten Bilanzpositionen und inkludierten Nutzungsrechte aus
   Leasingverhältnissen von 329,0 Mio EUR. Zudem gab es immaterielle
   Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmenserwerben,
   die per 31. März 2022 mit 138,0 Mio EUR ausgewiesen sind. In der Bilanz
   sind Forderungen in Höhe von 379,5 Mio EUR ausgewiesen, die anderen
   finanziellen Vermögenswerte lagen zum 31. März 2022 bei 32,9 Mio EUR. Die
   finanziellen Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen lagen per Ende des
   ersten Quartals 2022 bei 2.831,0 Mio EUR und resultieren im Wesentlichen
   aus der Geschäftstätigkeit der bank99.
   Auf der Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen
   Post-Konzerns zum 31. März 2022 bei 693,5 Mio EUR (Eigenkapitalquote von
   14,2 %). Die proforma Eigenkapitalquote (bank99 nach der Equity-Methode
   berücksichtigt) betrug per Ende März 2022 32 %. Die Rückstellungen lagen
   mit Ende der Berichtsperiode bei 683,1 Mio EUR, die Verbindlichkeiten aus
   Lieferungen und Leistungen und Sonstiges betrugen 500,8 Mio EUR.
   Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen in Höhe von
   2.675,7 Mio EUR resultieren aus der Geschäftstätigkeit der bank99
   (Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der Kund*innen der bank99).

   AUSBLICK 2022

   Der Jahresbeginn 2022 hat die sich abzeichnenden Trends bestätigt. Es kam
   zu Lieferengpässen und zu Verzögerungen in der globalen
   Wertschöpfungskette. Dies legte die Basis für steigende Inflationszahlen
   und zurückhaltendes Konsumverhalten. Die Kriegshandlungen in der Ukraine
   verstärkten nunmehr die internationalen wirtschaftlichen Herausforderungen
   durch einen Anstieg der Rohstoffpreise – insbesondere der Energieträger.
   Weitere Engpässe der Liefer- und Wertschöpfungsketten erhöhten den
   Inflationsdruck und führten zu Steigerungen der operativen Personal- und
   Produktionskosten in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen. Für das
   Jahr 2022 ist daher mit den angesprochenen herausfordernden
   wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu rechnen.

   Umsatzstabilität 2022 angepeilt
   Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes peilt die Österreichische
   Post für 2022 einen möglichst stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr an.
   Besonders in der ersten Jahreshälfte 2022 stellen die durch positive
   Sondereffekte entstandenen Umsatzzahlen des Vorjahres einen hohen
   Vergleichswert dar, im zweiten Halbjahr sollten die Vorjahreszahlen wieder
   leichter erreichbar sein. Voraussetzung dieser Prognose bleibt eine
   weitgehende energietechnische sowie wirtschaftliche und währungstechnische
   Stabilität in den Märkten.
   In der Division Brief & Werbepost ist für 2022 ein leicht rückläufiges
   Geschäft zu erwarten. Die volatile Entwicklung der letzten Jahre – bedingt
   durch diverse Einschränkungen aufgrund der Pandemie – wird sich in Summe
   verringern. Die Menge an klassischen Briefen wird wie bisher in der
   Größenordnung von ca. 5 % p.a. strukturell rückläufig bleiben. Es wird
   versucht, inflationäre Kostensteigerungen in Form von entsprechenden
   Preisanpassungen auszugleichen. So wird etwa im Universaldienst der
   Eco-Brief für nicht zeitkritische Sendungen – die Zustellung erfolgt
   innerhalb von 2–3 Tagen – per 1. Juli 2022 von 0,74 EUR auf 0,81 EUR
   angehoben. Volatile Trends sind aufgrund eines zurückhaltenden
   Werbeverhaltens auch in der Werbe- und Medienpost zu erwarten.
   Der Umsatz der Division Paket & Logistik ist in den letzten Jahren stark
   gestiegen. Beflügelt auch durch COVID-19 bedingte Lockdown Situationen,
   die zu einem zusätzlichen Paketvolumen im E-Commerce geführt haben. Eine
   gewisse Konsolidierung ist daher für 2022 absehbar, ebenso wie die stetig
   steigende Eigenzustellung eines Großkunden in Österreich. Weitere
   Herausforderungen am Paketmarkt ergeben sich durch rückläufige COVID-19
   bedingte Logistikdienstleistungen sowie durch währungstechnische
   Unsicherheiten am türkischen Markt. Um den Umsatzrückgang im aktuellen
   Geschäftsjahr so gering wie möglich zu halten, werden die
   Leistungsprozesse weiter optimiert und moderate Inflationsanpassungen
   vorgenommen.
   Die Umsatzentwicklung der Division Filiale & Bank sollte sich auch im
   Laufe des Jahres 2022 weiter verbessern. Im Fokus des Jahres 2022 stehen
   dabei die Integration des ING Privatkund*innengeschäfts in die bank99
   sowie der weitere Kund*innenhochlauf und die Erweiterung der
   Produktpalette.

   Konzernergebnis 2022
   Die Ergebnisprognose der Österreichischen Post für 2022 gestaltet sich
   aufgrund des aktuellen Umfelds schwierig. Es ist zu befürchten, dass sich
   inflationäre Tendenzen nunmehr nicht nur kurzfristig, sondern
   längerfristig einstellen. Dies könnte nicht nur Auswirkungen auf die
   Kostensituation, sondern auch auf Kaufkraft und Kaufverhalten der
   Konsumenten haben. Das Konzernergebnis (EBIT) 2022 sollte aus heutiger
   Sicht zwischen den Niveaus der letzten beiden Jahre zu liegen kommen (EBIT
   2021: 205 Mio EUR, EBIT 2020: 161 Mio EUR). Die Ambition des Unternehmens
   bleibt aufrecht, möglichst nahe an das Niveau des Jahres 2021
   heranzukommen.

   Investitionsprogramm beibehalten
   Das vorgesehene Investitionsprogramm der Österreichischen Post wird im
   Grunde beibehalten. Einzelne Investitionen werden überprüft, um die
   Einhaltung aller Rentabilitätsziele zu gewährleisten.Basis der
   Investitionstätigkeit 2022 sind Instandhaltungsmaßnahmen (Maintenance
   CAPEX) in Österreich, Südost- und Osteuropa sowie der Türkei in der
   Größenordnung von ca. 100 Mio EUR. Darüber hinaus sind auch wieder
   Wachstumsinvestitionen von etwa 80 Mio EUR in Österreich (Growth CAPEX)
   vorgesehen. Der Umbau der Logistik in eine klimaneutrale Zustellung spielt
   bei allen Investitionsvorhaben eine gewichtige Rolle.

    

   RÜCKFRAGEHINWEIS           Österreichische Post AG
   Österreichische Post AG    DI Harald Hagenauer
   Mag. Ingeborg Gratzer      Leitung Investor Relations, Konzernrevision &
   Leitung Presse & Interne   Compliance
   Kommunikation              Tel.: +43 (0) 57767-30400
   Tel.: +43 (0) 57767-32010  [email protected]
   [email protected]

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   13.05.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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   Sprache:     Deutsch
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   1350901  13.05.2022 

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