• 30.11.2023, 12:08:05
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„Universum History“-Premiere „Mandela – Stratege, Kämpfer, Revolutionär“ anlässlich „75 Jahre Erklärung der Menschenrechte“

Am 1. Dezember um 22.30 Uhr in ORF 2; danach: Biopic „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“

Utl.: Am 1. Dezember um 22.30 Uhr in ORF 2; danach: Biopic „Mandela
– Der lange Weg zur Freiheit“ =

Wien (OTS) - Nelson Mandelas symbolträchtige Aktionen gegen die
Apartheid in Südafrika faszinieren Menschen weltweit. Seinem
unermüdlichen Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung ist es zu
verdanken, dass die jahrzehntelange Unterdrückung der Schwarzen
beendet wird. Während er in Südafrika mehr als ein Vierteljahrhundert
lang als „Staatsfeind“ im Gefängnis sitzt, macht ihn seine
Anhängerschaft zur Legende. Aus dem teilweise radikalen Kämpfer
Nelson Mandela wird eine Ikone des Friedens und der Freiheit. Zum 75.
Jahrestag der Unterzeichnung der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte durch die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948
(Details zum ORF-Programmschwerpunkt unter presse.ORF.at), zehn Jahre
nach Mandelas Tod am 5. Dezember 2013 und 30 Jahre nach Zuerkennung
des Friedensnobelpreises an ihn und den ehemaligen südafrikanischen
Staatspräsidenten Frederik Willem de Klerk 1993 beleuchtet die
„Universum History“-Premiere „Mandela – Stratege, Kämpfer,
Revolutionär“ von François-Xavier Destors (ORF-Bearbeitung: Andrea
Lehner) am Freitag, dem 1. Dezember 2023, um 22.30 Uhr in ORF 2 den
Menschen hinter dem Mythos. Um 23.15 Uhr folgt das Biopic „Mandela –
Der lange Weg zur Freiheit“ mit Idris Elba in der Titelrolle.

Im Mai 1994 spielen sich in Südafrika außergewöhnliche Szenen ab:
Erstmals in der Geschichte des Landes wird ein Schwarzer zum
Präsidenten gewählt – Nelson Mandela. Mehr als ein Vierteljahrhundert
hat er im Gefängnis verbracht – als politischer Gefangener des
rassistischen und autoritären Apartheidregimes. Als er 1990 entlassen
wird, erwartet ihn die schwarze Bevölkerung Südafrikas und die
Weltöffentlichkeit wie einen Messias. Obwohl er auch den Einsatz von
Waffen befürwortete, gilt er als Ikone des Friedens. Die Erwartungen
an ihn sind überbordend. Er erfüllt sie auf besondere Weise. Wie kein
anderer tritt er für Versöhnung ein, begegnet Freunden und Feinden
gleichermaßen ohne Rache und Hass. 1996 setzt er die Wahrheits- und
Versöhnungskommission ein, ein Instrumentarium der besonderen Art,
das Verbrechen von Angehörigen aller Volksgruppen unabhängig von der
Hautfarbe der Täter aufklären und somit zur Versöhnung beitragen
soll. Ein schmerzhafter, heilsamer Prozess.

1918 in der Transkei geboren wächst Nelson Mandela inmitten
zunehmender Aggressionen gegen indigene Volksgruppen auf. Mit 21
inskribiert er am College von Fort Hare, der damals einzigen
Universität, die für Schwarze zugelassen ist. Dort lernt er seine
zukünftigen Weggefährten im Afrikanischen Nationalkongress ANC
kennen. Der ANC ist die älteste Organisation, die sich für die Rechte
der Schwarzen einsetzt und nach dem Vorbild Gandhis für gewaltlosen
Widerstand eintritt. Mandela schwört der Bewegung einen Treueeid,
hält jedoch den passiven Widerstand der ANC-Führung für nicht
zielführend. 1944 gründet er mit Walter Sisulu und Oliver Tambo die
ANC Youth League, die Jugendorganisation des ANC. Sie planen
Boykotte, Streiks, Demonstrationen und organisieren 1952 den ersten
großen zivilen Widerstand. Nach dem Massaker von Sharpeville 1960,
als die Polizei bei einer friedlichen Demonstration 69 Schwarze
erschießt, kommt es zu einem Wendepunkt in der Geschichte Südafrikas.
Unbeeindruckt von den internationalen Protesten verschärft die
Regierung ihre Politik und verhängt den Ausnahmezustand. Der ANC wird
verboten, seine Mitglieder werden verhaftet oder ins Exil gezwungen.
Mandela unterstützt die Forderung des ANC für einen gewaltsamen Kampf
gegen die Apartheid. 1964 wird er wegen Sabotage und Planung des
bewaffneten Kampfes zu lebenslanger Haft verurteilt. Als er 1990
entlassen wird, ist er 73 Jahre alt. Für ihn und seine Frau Winnie
Mandela bricht eine neue Zeit an. Jahrelang hat sie als eine der
bedeutendsten ANC-Politikerinnen gekämpft und sein Image gepflegt,
nun muss sie in den Hintergrund treten. 1992 votieren mehr als zwei
Drittel der weißen und stimmberechtigten Bürger Südafrikas für ein
Ende der Apartheid.

Nelson Mandela hat sein Lebensziel einer multi-ethnischen
demokratischen Gesellschaft und das Ende des Apartheitsregimes
erreicht. Gemeinsam mit dem letzten weißen Präsidenten Südafrikas,
Frederik Willem de Klerk, nimmt er 1993 den Friedensnobelpreis
entgegen. 1994 wird er in freier Wahl mit absoluter Mehrheit zum
Staatspräsidenten Südafrikas gewählt. Bis zu seinem Tod 2013 im Alter
von 95 Jahren wirkt er für eine freie Welt, ohne Unterdrückung, für
nationale und internationale Verständigung und Vergebung. Der Film
begibt sich auf die biografischen Spuren Mandelas und berichtet von
den wesentlichen Stationen seines Kampfes gegen die Apartheid. Er
lässt ehemalige Weggefährtinnen und Weggefährten zu Wort kommen und
geht der Frage nach, wie die Legendenbildung rund um ihn zustande
kam.

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