• 02.11.2023, 11:54:39
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Programm des Grafenegg Festivals 2024 präsentiert

LH Mikl-Leitner: „Grafenegg ist ein Ort des Lernens, der Begegnung und der Inspiration“

Utl.: LH Mikl-Leitner: „Grafenegg ist ein Ort des Lernens, der
Begegnung und der Inspiration“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Haus der Musik in Wien präsentierte
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am heutigen Donnerstag-Vormittag
gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Rudolf Buchbinder und dem
operativen Geschäftsführer Philipp Stein das Programm des Grafenegg
Festivals 2024.

Zu Beginn der Pressekonferenz widmete Landeshauptfrau Mikl-Leitner
ein paar Worte dem Brandanschlag auf den jüdischen Teil des Wiener
Zentralfriedhofs: Dieser markiere „den Höhepunkt einer beschämend
langen Serie an antisemitischen Vorfällen in Österreich, die sich
seit dem Beginn des Hamas-Terrors am 7. Oktober ereignet haben“.
„Unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger fühlen sich
mittlerweile unsicher. Ja, sie haben Angst vor einer Welle des
Antisemitismus, die über sie hereinzubrechen droht. Das ist etwas,
das ich nicht akzeptieren und das wir alle nicht akzeptieren können.
Wir stehen an der Seite der Jüdinnen und Juden. Ihnen gilt unsere
uneingeschränkte Solidarität“, betonte Mikl-Leitner, dass man noch
viel entschlossener und mit der vollen Härte gegen jugendfeindliche
Aktionen vorgehen müsse. Heute wolle man zeigen: „Kultur in
Niederösterreich ist mehr als Unterhaltung, sie ist Ausdruck unserer
Haltung für eine weltoffene, solidarische und tolerante Gesellschaft,
in der Antisemitismus keinen Platz hat!“, so die Landeshauptfrau.

Grafenegg sei seit mittlerweile 17 Jahren „ein Fixpunkt im
internationalen Klassik-Kalender und ein strahlender Stern in der
Kulturlandschaft des Landes“, sprach Mikl-Leitner von einem
„Programm, das viele Menschen anzieht“. Insgesamt besuchen nahezu
200.000 Menschen über das Jahr verteilt Grafenegg: vom Grafenegger
Frühling über den Familientag im Juni, das wundervolle
Grafenegg-Festival und die Sommernachtsgala, dem Schlosszyklus mit
den NÖ Tonkünstlern bis zum Grafenegger Advent. Das Schöne sei die
Vielfalt von Gästen, betonte die Landeshauptfrau, dass die Hälfte
dieser aus Niederösterreich und aus der unmittelbaren Nachbarschaft
komme, aber man auch Gäste von mehr als 30 Nationen in Grafenegg
begrüßen dürfe.

Mikl-Leitner sprach von Grafenegg „als kulturpolitischen und
gesellschaftlichen Hotspot“. „In Grafenegg tritt sich die
musikalische Exzellenz. Als Flaggschiff des niederösterreichischen
Kulturangebots bietet Grafenegg seit vielen Jahren Klassikkonzerte
auf höchstem Niveau mit den besten Orchestern und besten Solisten und
Solistinnen der Welt“, betonte die Landeshauptfrau, dass es für ein
Kulturland wie Niederösterreich wichtig sei, ein derartiges
Leuchtturmprojekt zu haben, „denn ohne Breite keine Spitze, aber ohne
Spitze keine Breite“. Daher fördere man als Land Niederösterreich
neben dem Musikfestival auch die über 500 Musikschulen im Land.

„Grafenegg ist ein perfekter Ort für die internationale Vernetzung“,
betonte Mikl-Leitner, dass von hier die kulturelle Vielfalt und der
künstlerische Reichtum der Region in die Welt hinausgetragen werden.
„Grafenegg hebt das Kulturland Niederösterreich auf die
internationale Bühne“, so Mikl-Leitner. Außerdem sei Grafenegg der
perfekte Ort für die Nachwuchsförderung. „Grafenegg ist auch ein Ort
des Lernens, der Begegnung und der Inspiration“, führte die
Landeshauptfrau aus, dass man hier jungen Talenten die Möglichkeit
gebe, sich zu entfalten und sich unter den besten Künstlerinnen und
Künstlern der Welt zu entwickeln. So sei die Nachwuchsförderung im
Rahmen der Academy – heuer unter der Leitung des israelischen
Dirigenten Ilan Volkov – sowie die dauerhafte Ansiedelung des
European Union Youth Orchestra ein wichtiger Teil Grafeneggs. Junge
Musikschaffende würden hier gefordert und gefördert werden, um sich
im internationalen Orchesterbetrieb behaupten zu können und man wolle
vor allem auch Frauen fördern, so Mikl-Leitner.

„Aufgrund der Verknüpfung dieser drei Ansprüche ist Grafenegg ein Ort
der Traditionspflege und auch ein Ort des Fortschritts. Mit Grafenegg
ist zweifelsohne ein visionäres Meisterwerk gelungen, das ein
unnachahmliches Ambiente für die Klassikkonzerte von Welt bietet“,
führte die Landeshauptfrau aus, dass man dieses Meisterwerk beständig
weiterentwickeln wolle und so würde mit dem Umbau der Reitschule und
der Errichtung des „Rudolf Buchbinder-Saals“ die Spielstätte
erweitert und aufgewertet werden. Man investiere rund 15 Millionen
Euro, der Baustart sei im Winter 2024 geplant. Man werde damit „neue
Möglichkeiten für die Kultur schaffen“, aber gleichzeitig „den
historischen Charme erhalten“.

„In einer Zeit, in der der Krieg, antisemitische Aktionen,
Unzufriedenheit und Aggressionen die Stimmungslage dominieren und das
gesellschaftliche Miteinander oft unter Druck geraten, sind derartige
Projekte von unschätzbarem Wert. Sie zeigen, dass die Kultur nicht
nur der Unterhaltung dient, sondern auch ein Element sein kann, das
dazu beiträgt, den Dialog in der Gesellschaft und zwischen den
Kulturen zu fördern. Und damit ist die Kultur in Grafenegg
Brückenbauer, Macher und Tankstelle für die Menschen und ein Ort der
Kraft und Inspiration“, betonte die Landeshauptfrau das
„kulturpolitische Verständnis“, das hinter dieser Investition stehe
und das ihr immer wichtig gewesen und weiterhin wichtig sei.

Die Landeshauptfrau bedankte sich beim künstlerischen Leiter: „Rudi
Buchbinder hat mit seinem Team Grafenegg zu einem der
außergewöhnlichsten Kulturstandorte gemacht. Das zeigt sich auch in
der Vielfalt und der Qualität des heurigen Programms, die wirklich
ihresgleichen sucht. Vielen Dank, Rudolf Buchbinder für all das, was
du für die Musik und für Grafenegg gemacht hast!“ Sie freue sich auf
die kommende Saison in Grafenegg und ganz besonders auf die
Festival-Eröffnung im Zeichen des Umbruchs: „Nicht nur was das
aufregende Programm mit Musik von Schönberg und Gershwin betrifft,
sondern auch die brillante Besetzung mit Rudolf Buchbinder am Klavier
und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, das die letzte
Festival-Eröffnung mit seinem Chefdirigenten Yutaka Sado am Pult
bestreiten wird.“

Rudolf Buchbinder zeigte sich „zutiefst gerührt“ über die Errichtung
eines „Rudolf Buchbinder-Saals“. „Wir können sehr stolz sein, was wir
international erreicht haben“, betonte er anlässlich 17 Jahre
Grafenegg Festival. „Es ist kein normales Festival, es ist ein
absolut außergewöhnliches Festival“, betonte Buchbinder weiters:
„Alle sagen, wir wollen wieder nach Grafenegg kommen – das ist die
beste Resonanz der Künstlerinnen und Künstler“. Buchbinder sagte
„Danke“ für die Unterstützung des Festivals – diese sei nicht
selbstverständlich. Es sei wieder ein „hochkarätiges Programm
gelungen“, bedankte er sich auch bei seinem fantastischen Team: „Es
ist einfach eine Freude, dieses Team arbeiten zu sehen.“ Und
abschließend: „Ich freue mich, Sie in Grafenegg zu sehen“, so der
künstlerische Leiter.

Philipp Stein wies auf das Konzert am 23. August 2024 mit dem
Tonkünstler-Orchester und seinem designierten Chefdirigenten Fabien
Gabel hin. Er hob weiters das gemeinsame Projekt mit dem
Jugendsinfonieorchester und das European Union Youth Orchestra
(EUYO), das seinen Sitz nach Grafenegg verlegt habe, hervor. Außerdem
betonte der operative Geschäftsführer auch „Ink Still Wet“ –
Workshops für junge Komponistinnen und Komponisten. Unter dem Motto
„Zeitgeist“ bemühe man sich um junges Publikum, denn es sei auch
wichtig, dass die Branche in zwanzig Jahren noch gesichert sei.
Puncto Nachhaltigkeit sagte Stein, dass Grafenegg mit dem
Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert worden sei und, dass es
das Ziel sei, klimaneutral zu werden. Mit dem Jahres-Etat von 11,1
Millionen Euro, von dem man 5,4 Millionen Euro durch Kartenverkäufe
und Sponsoren selbst aufbringe, würde man die Konzerte und den
Grafenegger Advent finanzieren sowie Park und Gebäude pflegen, so der
operative Geschäftsführer.

Das Grafenegg Festival 2024 findet von 16. August bis 8. September
2024 statt und ist der künstlerische Höhepunkt der Sommersaison in
Grafenegg, die mit der Sommernachtsgala (20. und 21. Juni 2024) und
den Sommerklängen (20. Juni bis 10. August 2024) beginnt, gefolgt von
Konzerten der Grafenegg Academy (11. bis 21. Juli 2024,
Abschlusskonzert am 21. Juli 2024), Ink Still Wet 2024 (12. bis 14
März und 16. bis 25. August 2024, Abschlusskonzert am 25. August 2024
bei freiem Eintritt) und der Residenz des European Union Youth
Orchestra (15. Juli bis 4. August 2024).

Der allgemeine Kartenvorverkauf startet am 22. November 2023. Tickets
sind online auf grafenegg.com sowie telefonisch, schriftlich (E-Mail,
Fax) und persönlich in den Kartenbüros erhältlich. Für Inhaber der
Grafenegg Card startet der Kartenvorverkauf bereits am 15. November
2023 und für fördernde Mitglieder des Grafenegg Freundeskreis bereits
am 8. November.

Weitere Informationen zum Grafenegg Festival: www.grafenegg.com

Pressekontakt für Rückfragen: Grafenegg Kulturbetriebsgesellschaft
m.b.H., Florian Ronc, Mobil 0664/604 99 749, E-Mail
[email protected], Annemarie Rötschke, Mobil 0664/604 99
755, E-Mail [email protected], grafenegg.com/presse

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