- 04.05.2023, 10:10:16
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MINT the Gap! Weibliches Zukunftspotenzial durch Zugehörigkeit stärken: Studienpräsentation und Veranstaltungen
„Bildungs- und Berufswahlprozesse junger Frauen: MINT the Gap!“ Studie von L&R Sozialforschung und Österreichischer Frauenfonds identifiziert Beweggründe und Hindernisse auf dem Weg in MINT
Einen Berufsweg in MINT-Branchen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) einzuschlagen, stellt für Frauen in Österreich nach wie vor die Ausnahme dar. 2022 betrug ihr Anteil in technischen Lehrberufen lediglich 11%, in universitären MINT-Studiengängen waren es 20%.
„Eine geschlechtsunabhängige Teilhabe in allen Berufssparten wirkt erwiesenermaßen innovationsfördernd. Dem stehen in Österreich jedoch weiterhin hartnäckige Klischees von umsorgender Weiblichkeit und technikaffiner Männlichkeit entgegen. Unser Ziel war es daher, zentrale Push- und Pullfaktoren zu ermitteln, die einerseits bei der Orientierung von Frauen in Richtung Wissenschaft und Technik wirken und andererseits das Erfordernis einer geschlechtsunabhängigen Potenzialentwicklung in Österreich verdeutlichen. Die Studie liefert wichtige Impulse, um Mädchen und Frauen Erfahrungsräume in sogenannten männerdominierten Berufsfeldern früh genug zu eröffnen. Denn schaffen wir Perspektiven, ist auch echte Wahlfreiheit gegeben“
, so Nalan Gündüz, Direktorin Österreichischer Frauenfonds LEA.
Der Schwerpunkt der Studie liegt auf dem Zeitraum der Berufsorientierung. Neun Fokusgruppenerhebungen bestehend aus technischen Lehrlingen, HTL-Schülerinnen und MINT-Studentinnen aus fünf Bundesländern zeichnen ein umfassendes Bild unterstützender und hinderlicher Faktoren für eine Ausbildungs- und Berufswahl sowie den Verbleib junger Frauen in MINT-Branchen. Dieses wird durch die Aufbereitung relevanter Forschungsliteratur aus dem deutschsprachigen Raum ergänzt, wofür rund 200 Studien und Erhebungen einbezogen wurden. Ein zusätzlicher Fokus wurde auf (noch) nicht veröffentlichte, sogenannte "graue Literatur", gelegt.
Die Erkenntnisse eröffnen schließlich konkrete Handlungsfelder zur Verringerung des MINT-Gap.
Den Kern der Studie bildet die Identifizierung zentraler Faktoren zur Förderung des Zugehörigkeitsgefühls von Frauen in MINT. Dieses bildet und festigt sich durch Bestärkung im familiären und schulischen Umfeld sowie durch die Erfahrung, in Ausbildungs- und Betriebskulturen willkommen zu sein. Ebenso relevant ist die Ablösung des mit männlichen Klischees und posierenden Vorzeigefrauen verbundenen MINT-Image durch authentische Sichtbarmachung der Diversität in den vielfältigen Ausbildungs- und Tätigkeitsbereichen.
Nadja Bergmann, Studienleiterin L&R Sozialforschung: „Ausgehend von einer umfassenden Literaturanalyse und qualitativen Fokusgruppen mit jungen Frauen im MINT-Bereich zeigt die Studie auf, dass Berufswahlprozesse junger Menschen nach wie vor von „traditionellen“ Faktoren beeinflusst werden. Von Kindheit an bekommen Mädchen seltener praktische Einblicke in das MINT-Feld geboten als Burschen. Dem entgegenwirken können diverse Erfahrungsräume in der Kindheit, der Schule sowie der Berufsorientierung, die bewusst so gestaltet werden müssten, dass sich junge Frauen für diese Berufe begeistern können. Vor allem der Bildungsbereich und Betriebe müssten sich aktiv einbringen, damit sich alle Menschen unabhängig ihres Geschlechts dem MINT-Bereich zugehörig fühlen können.“
Veranstaltungen des Österreichischen Frauenfonds LEA
Die Veröffentlichung der Studie wird im Mai von bundesweiten Veranstaltungen begleitet:
11.05.2023, 10:00 Uhr, online
Digitale Studienpräsentation mit anschließender Austauschmöglichkeit. Die frei zugängliche Online-Veranstaltung und richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, schulische und außerschulische Bildungsinstitutionen, Presse, Eltern und Interessierte.
Anmeldung siehe unten
13.5.2023, 13:00 Uhr, Salzburg
Studienpräsentation mit Fachgespräch und anschließendem World Café im Rahmen der ganztägigen „Mach die Welt, wie sie dir gefällt – Mitmachveranstaltung für kreative Mädchen*“ von KOMPASS - Bildungsberatung für Mädchen*. Fachvertreterinnen und Experten aus Bildung, Forschung und Lehre tauschen sich in unterschiedlichen Formaten mit interessierten Eltern über die Studienergebnisse aus.
Zur Veranstaltung
23.5.2023, 14:00 Uhr, Wien
Studienpräsentation und World Café. Geladene Expertinnen und Experten aus Bildung, Forschung und Lehre sowie LEA-Role Models diskutieren die Studienergebnisse mit Schülerinnen, Lehrlingen und Studentinnen an moderierten Thementischen (geschlossene Veranstaltung).
MINT the Gap! Digitale Präsentation LEA Studie 2022
Der Österreichische Frauenfonds LEA lädt zur digitalen Studienpräsentation mit anschließender Austauschmöglichkeit.
Teilnehmende:
Nalan Gündüz, Direktorin Österreichischer Frauenfonds LEA
Nadja Bergmann, Studienleitung L&R Sozialforschung
Melissa Nielsen, Wissensmanagement Österreichischer Frauenfonds LEA
Die Online-Veranstaltung ist frei zugänglich und richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, schulische und außerschulische Bildungsinstitutionen, Eltern und Interessierte.
Um Anmeldung wird gebeten.
Datum: 11.05.2023, 10:00 - 11:30 Uhr
Ort: online
Wien, Österreich
Url: https://letsempoweraustria.at/events/praesentation-lea-studie-2022-11-05-2023/
Zur vollständigen Studie
Rückfragen & Kontakt
Julia Rehberger
[email protected]
LEA Let’s empower Austria
Österreichischer Fonds zur Stärkung und Förderung von Frauen und Mädchen
www.letsempoweraustria.at
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