- 23.04.2021, 10:46:28
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ÖAMTC: Neues Tool zum Check der E10-Verträglichkeit für Benzin-Autos
Abfrage für Bestandsfahrzeuge mittels weniger Mausklicks
Utl.: Abfrage für Bestandsfahrzeuge mittels weniger Mausklicks =
Wien (OTS) - Die Einführung von E10, also die Anhebung des
Bioethanol-Anteils im Benzin von derzeit fünf auf zehn Prozent, ist
laut Regierungsübereinkommen beschlossene Sache. Manche Autofahrer
sind allerdings unsicher, ob ihr Fahrzeug E10 überhaupt "vertragen"
würde. Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung,
beruhigt: "Jedes Auto, das nach 2011 zugelassen wurde, kann
grundsätzlich ohne Probleme E10 tanken. Wer sich dennoch unsicher ist
– oder ein älteres Baujahr besitzt – kann nun mit einem Tool des
Mobilitätsclubs mit wenigen Mausklicks selbst die Verträglichkeit
prüfen“. Die Abfrage ist unter https://oeamtc.e10tanken.de frei
zugänglich, denkbar einfach zu bedienen und greift auf Daten des
Bundesverbandes der deutschen Bioethanolwirtschaft e.V. zurück. Der
ÖAMTC geht aufgrund einer Analyse des österreichischen Pkw-Bestandes
übrigens davon aus, dass – unter Ausklammerung von Oldtimern – über
94 Prozent der Benziner in Österreich E10 tanken könnten.
Haftungssorgen des Ministeriums unbegründet
Dass E10 mittlerweile in 14 EU-Mitgliedsstaaten, nicht aber in
Österreich erhältlich ist, wird mit dem Fehlen einer vollständigen
Liste E10-tauglicher Fahrzeuge, die von den Automobilherstellern
offiziell an das Verkehrsministerium übermittelt wurde, begründet.
Aus Sicht des Clubs ist diese Argumentation wenig glaubwürdig, weil
sich österreichische Pkw wegen der EU-weit einheitlichen
Typisierungsvorschriften nicht von Autos, die beispielsweise in
Deutschland, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Slowenien oder
Ungarn zugelassen wurden, unterscheiden. Daher könnte man auch auf
Verträglichkeits-Informationen aus anderen EU-Ländern zurückgreifen.
Auch ein Haftungsrisiko für die Republik kann der ÖAMTC hier nicht
erkennen, gerichtliche Auseinandersetzungen sind aus den vergangenen
Jahren nicht bekannt. Wiesinger: "Unser neues Abfrage-Tool soll auch
Vorbehalte beim Verkehrsministeriums ausräumen."
Club fordert rasche Einführung von E10 im Sinne des
Klimaschutzes
Mit E10 könnte Österreich laut Berechnungen der Energieagentur jedes
Jahr rund 140.000 Tonnen CO2 einsparen. Insgesamt könnte eine weiter
Forcierung von alternativen Kraftstoffen die jährlichen CO2
Emissionen um bis zu 1,5 Millionen Tonnen reduzieren. Bioethanol wird
in Österreich zudem nachweisbar als Abfallprodukt der Erzeugung von
Futter-Eiweiß hergestellt, konkurriert also weder mit dem Teller noch
mit dem Trog. Außerdem wird bereits heute genug davon im Inland
erzeugt, um dem hier verkauften Benzin ein Zehntel biogenen
Kraftstoff hinzuzufügen. Wiesinger: "Die Weigerung, endlich E10
konkret einzuführen, gleichzeitig aber ständig über Klimasteuern zu
sprechen, verstärkt einmal mehr den Eindruck, dass es der Regierung
weniger um wirksamen Klimaschutz geht, sondern gezielt um eine
Mehrbelastung der Autofahrer."
Alle Infos rund um das Thema E10 sowie das Tool zur Überprüfung der
Verträglichkeit findet man unter www.oeamtc.at/e10.
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