- 28.11.2012, 12:31:40
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Österreichisches Genomforschungsprogramm GEN-AU: 10 Jahre GEN-AU SummerSchool - 10 Jahre erfolgreiche Nachwuchsförderung
Wissenschafts- und Forschungsminister Töchterle bei GEN-AU SummerSchool Abschlussfeier

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister Töchterle bei GEN-AU
SummerSchool Abschlussfeier =
Wien (OTS) - Am 27. November 2012 trafen GEN-AU SummerSchool
Absolvent/innen und Forschende zu einer Abschlussfeier zusammen. Die
Bedeutung der einzigartigen Nachwuchsförderinitiative wurde dabei
auch von Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle bekräftigt, der wie auch rund hundert ehemalige Alumni der
Einladung in die Räumlichkeiten des Ministeriums auf der Wiener
Freyung folgte. "Die GEN-AU SummerSchool ermöglicht Jugendlichen
frühzeitig, Wissenschaft und Forschung hautnah kennenzulernen - ein
wichtiger Beitrag zur Nachwuchsförderung", so Töchterle. Im
Mittelpunkt stand das Thema "Karrierewege in die Forschung". Dabei
gaben die Biochemikerin Prof. Renée Schröder und Molekularbiologe
Prof. Tim Skern (beide MFPL - Max F. Perutz Laboratories) den
Absolvent/innen Einblicke aus ihrem Forschungsalltag und Tipps für
ihre weitere wissenschaftliche Laufbahn. Bei der Abschlussfeier
wurden auch die Gewinner/innen der GENAU SummerSchool 2012 für ihre
hervorragenden Forschungsdokumentationen im Rahmen ihrer Praktika
ausgezeichnet. Zum Abschluss erzählten drei ehemalige SummerSchool
Alumni, die bereits in der Forschung arbeiten, bei einem
unterhaltsamen Science Slam unter der Moderation des
Wissenschaftskommunikators Bernhard Weingartner von ihren
Wissenschaftsgebieten.
SummerSchool '12: Zahlen & Fakten
Heuer haben sich 145 Jugendliche, davon 95 Mädchen für 72 Plätze - 23
in Graz, vier in Tulln, drei in Innsbruck, 28 in Wien, 13 in Linz und
ein/e in Salzburg - beworben. Eine Jury hat die besten Bewerbungen
ausgewählt. In einer zweiten Auswahlrunde entschieden die Forschenden
an Forschungsinstitutionen in ganz Österreich, über die Aufnahme in
die Forschungsteams.
10 Jahre außergewöhnliche Nachwuchsförderung
Die Forschungspraktikum-Initiative "GEN-AU SummerSchool" hat jährlich
bis zu 100 Jugendliche vor Matura bzw. Studium authentische
Erfahrungen als Teil eines Forschungsteams ermöglicht.
Die allererste GEN-AU SummerSchool startete mit 30 Mädchen und
Burschen: 2003 rief das GEN-AU Programm-Management den Aufbau dieser
Nachwuchsförderschiene, die es Jugendlichen ermöglicht, die Welt der
Wissenschaften von innen zu erforschen, ins Leben. Ziel der
Initiative war die Sicherung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch
frühen Kontakt mit Wissenschaft und Forschung. Schülerinnen und
Schüler sollten möglichst frühzeitig von der Biowissenschaft
begeistert werden, und sich mit Forschenden vernetzen. Die GEN-AU
SummerSchool wurde damit eine der erfolgreichsten
Nachwuchsförderungsinitiativen Österreichs.
70 Prozent wählen ein naturwissenschaftliches Studium
Von 2003 bis 2012 lernten mehr als 750 Schüler/innen nach der 10.
Schulstufe im Forschungspraktikum Laborarbeit, Methoden, Geräte und
Forschungsprozesse der Life Sciences oder sozialwissenschaftlichen
ELSA-Forschung kennen, und knüpften teils sehr langlebige Kontakte zu
Forschenden und arbeiteten selbstständig im Forschungsteam. 80
Prozent der Jugendlichen gaben an, dass ihnen die SummerSchool bei
der Auswahl des Studiums geholfen hat, über 70 Prozent wählten danach
ein naturwissenschaftliches Studium. Einige von ihnen sind bereits
selbst als Forschende tätig.
Rahmenbedingungen
Die Jugendlichen arbeiteten im SummerSchool Praktikum für eine
Aufwandsentschädigung von 200 Euro unter direkter Anleitung von
Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern einen Monat lang an
aktuellen Fragen der Molekularbiologie, Biochemie, biomedizinischen
Forschung und Bioinformatik. Wer sich für gesellschaftsrelevante
Fragestellungen zu den Auswirkungen der Genomforschung interessierte,
wählte ein ELSA Praktikum. Teilnahmeberechtigt waren all jene, die
die 11. Schulstufe bereits absolviert und ihr Studium noch nicht
begonnen haben.
Forschungslandschaft und Forscher-Motivation
Viele Forschungsteams, die einmal bei der GEN-AU SummerSchool
mitgemacht hatten, boten jedes Jahr Praktika an, obwohl die Betreuung
zeitintensiv war. Viele waren vom frischen Wind und der Motivation
der Praktikant/innen begeistert.
Die Bandbreite der teilnehmenden Einrichtungen spiegelte den
Facettenreichtum der Genomforschung wider und reichte von Biophysik
über Biomedizin bis zu den Sozialwissenschaften.
In der steirischen Landeshauptstadt nahmen heuer beispielsweise
Institute der Karl Franzens Universität Graz und der Medizinischen
Universität Graz, das LKH Graz und die Technische Universität Graz
für den wissenschaftlichen Nachwuchs teil. In Oberösterreich waren
die Johannes Kepler Universität Linz und die Oberösterreichischen
Landesmuseen beteiligt. In Niederösterreich bot das Austrian
Institute of Technology (AIT) Einblicke in die Wissenschaft, und in
Tirol die Medizinische Universität Innsbruck. In Wien waren das CeMM
- Forschungszentrum für Molekulare Medizin, das Gregor Mendel
Institut (GMI), das IHS, das IMBA, die Medizinische Universität Wien,
die Universität Wien, und die Veterinärmedizinische Universität Wien
Forschungsorte der GEN-AU SummerSchool.
Forschungsdokus
Zur Dokumentation ihrer Forschungstätigkeit führten seit dem Sommer
2005 die Praktikant/innen ein Weblog auf dem Portal
www.summerschool.at, das ihnen sowohl als Basis für ihre
abschließende Forschungsdokumentation, als auch Informationen und
Austausch über die Projekte und den Forschungsalltag der jeweils
anderen Praktikant/innen diente. Die jeweils zehn besten
Abschlussarbeiten wurden nach Beendigung der Praktika im Rahmen eines
eigenen Event prämiert. Seit 2006 wurden zudem in Innsbruck, Graz und
Wien "Infodays" organisiert, bei denen jährlich etwa rund 250
interessierte Schüler/innen teilgenommen haben. Auch heuer wurden
wieder 10 Absolvent/innen für ihre außergewöhnlichen Arbeiten von
Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle
ausgezeichnet. Die drei Sieger/innen werden im Frühjahr 2013 ein
internationales europäisches Forschungsprojekt besuchen.
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