• 10.03.2010, 12:48:56
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FPÖ-Hofer: Familien haben ein Recht auf kompetente Scheidungsrichter!

Norbert Hofer begrüßt den Vorschlag des Wiener Rechtsanwaltspräsidenten Auer zur Neuorganisation der familiengerichtlichen Tätigkeit

Wien (OTS) - "Ich halte die Idee von Herrn
Rechtsanwaltspräsidenten Auer, familienrichterliche Angelegenheiten
von den Bezirksgerichten zu den Landesgerichten zu verlagern, für
eine sehr gute Idee, meint NAbg. Norbert Hofer, Sprecher der
Plattform Trennungsopfer. Die FPÖ fordere schon seit Jahren eine
bessere Ausbildung für Familienrichter. "Ich stimme mit dem
Rechtsanwaltskammerpräsidenten auch darin überein, dass wir bei den
Familienrichtern an den Bezirksgerichten große Problemzonen haben.
Die vielen Fälle der Plattform Trennungsopfer belegen mir das täglich
aufs Neue. Ich würde mir wirklich wünschen, dass mit
Trennungsfamilien, angesichts der schwierigen Lage für alle daran
beteiligten Personen, mit besonderer Sorgfalt und Fachkompetenz
umgegangen wird und nicht wie bisher, unerfahrene, völlig
überforderte Berufsanfänger mit komplexen und sensiblen
Scheidungsverfahren konfrontiert werden", so Hofer. Die Folgen davon
seien unnötige Verfahrensverschleppungen und häufige Richterwechsel.

"Das ist purer Stress, der oft weit über die Belastbarkeitsgrenze
alle Beteiligten hinaus geht. Die Hauptleidtragenden sind aber immer
die Kinder, die im schlimmsten Fall zu psychosozialen Problemkindern
gemacht werden. Die letzte OECD Studie über Österreichs Jugend sollte
uns zu denken geben. Der aktuelle Bericht der "Liga für Kinder- und
Jugendgesundheit" zeigt sehr deutlich, dass es äußerst schlecht um
die psychische und physische Gesundheit unserer Jugend bestellt ist.
Pro Jahr werden nach Schätzungen des Familienministeriums bundesweit
rund 21.000 Minderjährige - zwei Drittel aus Scheidungen, ein Drittel
unehelich - zu Scheidungswaisen. Erfahrene Richter, wie wir sie auf
Landesgerichten vorfinden, wären also ein großer, wichtiger Schritt
zur Verbesserung der gegenwärtig oft katastrophalen Zustände bei
Österreichischen Scheidungsverfahren", hält Hofer fest und verlang
abschließend: "Die wichtigste Maßnahme wäre aber immer noch, die
Einführung der verpflichtenden gemeinsamen Obsorge als Regelfall. Die
von mir initiierte Petition dazu, werde ich demnächst einbringen!"

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
   mailto:[email protected]
   
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