- 05.03.2010, 10:07:44
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FPÖ-Hofer kritisiert schändliches Verhalten eines ÖBB-Mitarbeiters
Wien (OTS) - Der freiheitliche Behindertensprecher NAbg. Norbert
Hofer kritisiert das schändliche Verhalten eines Schaffners gegenüber
einem behinderten Menschen. Dieser fuhr am 1. März mit der Bahn von
Wiener Neustadt nach Wien Meidling im OEC 78, der an diesem Tag
überfüllt war. Da in der 2. Klasse kein Platz mehr frei war, setzte
sich Herr K. in die 1. Klasse, da es ihm durch seine Behinderung
nicht möglich ist, über einen längeren Zeitraum hinweg zu stehen.
Der Schaffner zeigte dafür keinerlei Verständnis. Auf die höfliche
Bitte von Herrn K., ob er ausnahmsweise hier sitzen bleiben dürfe,
wurde ihm auf sehr uncharmante Weise geantwortet. Der Schaffner
forderte ihn auf, sofort das Abteil zu verlassen und meinte, 'es sei
ihm egal, dass Herr K. behindert ist und er die ganze restliche
Zugfahrt stehen müsse'. Außerdem duzte er Herrn K. einfach in
herablassender Art und Weise.
Hofer zeigt sich über diese Vorgangsweise des ÖBB-Mitarbeiters sehr
betroffen und sieht auch Handlungsbedarf bei den ÖBB. "Wir schlagen
daher den ÖBB vor, dass es - ähnlich wie in der Luftfahrt - eine
Höherstufung geben soll, wenn ein Fahrgast mit einem
Behindertenausweis im Zug unterwegs ist. Gibt es keinen freien Platz
mehr in der 2. Klasse, so soll er gegen Vorlage eines
Behindertenausweises in der 1. Klasse sitzen dürfen", erläutert
Hofer.
Hofer übt in diesem Zusammenhang herbe Kritik: "Ein Unternehmen, dass
dem Steuerzahler aufgrund von Misswirtschaft, Spekulationen und
ungerechtfertigten Pensionsprivilegien Jahr für Jahr einen
Milliardenbetrag kostet, hat die Pflicht, an ihrem Service zu
arbeiten. Die ÖBB kosten jedem Steuerzahler pro Jahr 500 Euro, ohne
dass dieser nur einen Meter mit der Bahn gefahren wäre."
Weiters kritisiert Hofer den servicefeindlichen Automatenbetrieb für
die Bahnkunden: "Dieser komplizierte Vorgang seine Fahrkarte zu
lösen, überfordert vor allem ältere Menschen total. Wenn das so
weiter geht, ist der Steuerzahler gut beraten, seinen Obolus an die
größte Geldvernichtungsmaschinerie der Republik einzustellen. Man
kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der ÖBB-Sumpf derzeit
vor allem dazu dient, pekuniär orientierte Gewerkschaftsgrößen eine
Existenzberechtigung zu schaffen", schließt Hofer.
Rückfragehinweis:
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