- 02.03.2010, 15:51:16
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Strache: "Wir stellen die beste Wahl für Österreich dar"
Ziel der FPÖ nicht "entweder Hofburg oder Rathaus", sondern "Hofburg und Rathaus"
Wien (OTS) - FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache gab soeben in einer
Pressekonferenz bekannt, dass die niederösterreichische
FP-Landesrätin Barbara Rosenkranz vom Bundesparteivorstand der FPÖ
einstimmig als Kandidatin für das "höchste Amt" im Staat nominiert
wurde. "Eine starke Frau, die für ein gerechteres System in
Österreich eintreten wird", so Strache über die freiheitliche
Präsidentschaftskandidatin.
Da die anderen Parteien - ÖVP, BZÖ, Grüne - keinen Kandidaten ins
Rennen schickten, lebten sie "Demokratieverweigerung", kommentierte
Strache das Ausbleiben anderer Kandidaten. Es sei nicht im Interesse
der Österreicher, dass nur ein Kandidat zur Wahl steht. Aus
demokratiepolitischer Hygiene habe die FPÖ Rosenkranz als Kandidatin
aufgestellt - die Bundespräsidentenwahl dürfe nicht zu einer Farce
verkommen.
In seiner "Gesamtverantwortung als Chef der FPÖ" sei ihm eine
Kandidatur letztendlich nicht möglich gewesen, so Strache.
Schließlich stünden im heurigen Jahr einige wichtige Wahlen an. Nicht
zuletzt die Wien Wahl, wo Häupl bei einer Kandidatur Straches
vermutlich den Wahltermin vorverlegt hätte.
Strache erklärte gemeinsam mit Rosenkranz in eine Wahlbewegung zu
gehen und gestalterisch in allen Belangen mitzuwirken. "Wir stellen
die beste Wahl für Österreich dar", hielt der FP-Chef fest und
betonte die Standhaftigkeit von Barbara Rosenkranz, was anhand ihres
Abstimmungsverhaltens über die EU-Verfassung im Parlament eindeutig
belegbar sei. Sie werde "mit Rückgrat und Charakter" die Interessen
der Österreicher vertreten.
Dass die ÖVP keinen eigenen Kandidaten aufstelle zeuge von einer
Unterwürfigkeitsgeste, welche deutlich mache, dass sie sich offenbar
selbst nicht mehr als staatstragende Partei sehe, so Strache. Somit
fehle eine starke bürgerliche Alternative zu Heinz Fischer. Das Ziel
der FPÖ sei, eine bessere Wahl für Österreich ins Rennen zu schicken,
welche dieses Amt auch besser ausführen werde.
Der amtierende Bundespräsident Fischer lebe einen "Schweigekurs" und
scheue sich in wesentlichen Fragen Position zu beziehen, beurteilte
Strache und kündigte an - neben dem Versprechen, mit einer
Bundespräsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz einen "großen
Nutzen für die österreichische Bevölkerung" sicherstellen zu wollen
-, dass das Ziel der FPÖ nicht "entweder Hofburg oder Rathaus" heiße,
sondern "Hofburg und Rathaus".
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