- 25.02.2010, 10:46:11
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FPÖ-Kitzmüller fordert endlich härtere Strafen für Kinderschänder
Sexueller Missbrauch an Unmündigen darf nicht gleich bestraft werden wie Einbruchsdiebstahl
Wien (OTS) - FPÖ-Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller fordert
eindringlich höhere Strafen für Kinderschänder: "Nach den
unglaublichen Skandalen, die derzeit weltweit ans Licht kommen, ist
es höchste Zeit, hier endlich im Sinne der Generalprävention tätig zu
werden", verlangt Kitzmüller. Immer noch komme es vor, dass
Kinderschänder mit bedingten Strafen oder kurzer Haft davonkommen.
Als Beispiel nannte sie den § 207 StGB, der den sexuellen Missbrauch
an Unmündigen regelt und ihn lediglich mit Strafe von 6 Monaten bis 5
Jahren bedroht: "Das ist dasselbe niedrige Strafmaß wie für den
Einbruchsdiebstahl laut § 129. Wenn man weiß, dass missbrauchte
Kinder oft lebenslang unter den Folgen leiden, steht das in keiner
Relation."
Kitzmüller fordert daher vor allem ein drastisches Anheben der
Mindeststrafen und erneuert darüber hinaus die freiheitlichen
Forderungen nach lebenslanger Haft nach Beischlaf mit Unmündigen und
chemischer Kastration bei schwerem sexuellem Missbrauch sowie für
Wiederholungstäter.
"Ich fordere die Justizministerin auf, ihren Ankündigungen endlich
Taten folgen zu lassen. Angesichts der enormen Dunkelziffer in diesem
Bereich müssen die überführten Täter möglichst hart bestraft werden,
um andere wirkungsvoll von diesen widerwärtigen Praktiken
abzuschrecken", erklärt die Familiensprecherin.
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