• 04.02.2010, 11:30:25
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Mölzer: Nach griechischem Budget-Desaster nicht zur Tagesordnung übergehen!

Wien (OTS) - Bei künftigen Euro-Einführungen müssen
Voraussetzungen auf Punkt und Komma genau erfüllt werden -
Nettozahler dürfen nicht für Budgetsünder zur Kasse gebeten werden

Nachdem Griechenland wegen seines explodierenden Budgetdefizits nun
von der EU-Kommission de facto unter Kuratel gestellt worden ist,
dürfe keinesfalls zur Tagesordnung übergegangen werden, forderte
heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament,
Andreas Mölzer. "Bei künftigen Beitritten zur Eurozone muß absolut
sichergestellt sein, daß die betreffenden Länder die Voraussetzungen
auf Punkt und Komma genau erfüllen. Es darf nicht wieder vorkommen,
daß sich ein Land, wie es bei Griechenland der Fall war, die
Einführung des Euro mit geschönten Zahlen erschwindelt", so Mölzer
weiter.

Außerdem betonte der freiheitliche EU-Mandatar, daß Griechenland ein
Einzelfall bleiben müsse. "Aber leider gibt es mit Spanien oder
Irland noch weitere tickende Zeitbomben in der Eurozone. Heute rächt
es sich, daß Länder, ohne die entsprechenden wirtschaftlichen
Voraussetzungen zu erfüllen, den Euro einführen konnten. Und damit
wurde der Euro nicht zu einer stabilen, sondern zu einer
Hochrisiko-Währung", stellte Mölzer fest.

Jedenfalls bestehe für wirtschaftlich starke EU-Staaten wie
Österreich die Gefahr, so der freiheitliche Europa-Abgeordnete, nun
zwischen Pest und Cholera wählen zu müssen. "Der Euro steht auf den
internationalen Finanzmärkten unter großem Druck und droht zu einer
butterweichen Währung zu werden. Als letztes Mittel zur Rettung der
Gemeinschaftswährung kommen nur Finanzspritzen an die Budgetsünder
infrage, die naturgemäß jene Staaten aufzubringen müßten, die
ordentlich gewirtschaftet haben. Und in der Praxis bedeutet das
nichts anderes, als daß die Nettozahler wie Österreich zum Handkuß
kommen", schloß Mölzer.

Rückfragehinweis:

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