• 02.02.2010, 11:20:28
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EU-Abgeordneter Obermayr: Finanz-Jongleure nach Weltwirtschaftsforum in Davos unter Zugzwang!

Regulierungsmodell zumindest auf EU-Ebene schaffen

Wien (OTS) - "Der "Tanz der Geld-Vampire" ist in Davos ohne
konkrete Vorschläge aus der Wirtschafts- und Finanzwelt zu Ende
gegangen", zeigt sich FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr
enttäuscht von den nichtssagenden Ergebnissen des
Weltwirtschaftsforums in Davos.

Nach dem Regulierungsvorstoß von US-Präsident Barack Obama stehe die
internationale Finanzbranche zunehmend unter Zugzwang. Aber trotz der
Appelle namhafter Politiker aus allen Ländern scheinen die Banker von
einer einheitlichen Linie und von ihnen eingeforderten
"Selbstregulierungsvorschlägen" weit entfernt zu sein. Hinter
verschlossenen Türen diskutieren betuchte Top-Banker und Manager über
die Pläne der Regulierungsvorhaben der Welt-Politik und lassen sich
nicht in die Karten schauen. "Ein wahrlich kostspieliger und dabei
sinnloser Debattierklub!", so Obermayr, und fordert eine zentrale
Regulierungsbehörde, die mit entsprechenden Kompetenzen und Mitteln
ausgestattet sein muss. "Denn weitere Bankenpleiten sind zu
befürchten.", erklärt Franz Obermayr in einem Interview und begrüßt
die von US-Präsident Obama angekündigten Regulierungspläne.

Nun sei es an der Zeit, dass Finanzjongleure und Banker selbst
vernünftige und verbindliche Regeln erarbeiten, anstatt stets gegen
Regulierungen aufzutreten! Der Markt brauche verbindliche und
umsetzbare Regeln, eine "globale Finanzarchitektur" sei jetzt
gefragt, so der freiheitliche EU-Parlamentarier. "Noch sind wir mit
einem blauen Auge davongekommen, aber die Krise lebt!", so Obermayr.
Es sei an der Zeit, dass sich zumindest die Europäer auf ein
praktikables europäisches Regulierungsmodell einigen. Seit Monaten
werde über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer auf EU-Ebene
diskutiert, passiert sei aber nichts. "Jetzt heißt es, die
Selbstherrlichkeit der Banken hinsichtlich Hochrisikogeschäfte und
der Ausschüttung von Manager-Boni zu kontrollieren und in vernünftige
Bahnen zu lenken", so Obermayr abschließend.

Rückfragehinweis:

Freiheitlicher Parlamentsklub
   Tel.: 01/ 40 110 - 7012
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