- 01.02.2010, 14:04:57
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Arzneimittelstudien: FPÖ-Belakowitsch-Jenewein fordert Ethikkommsion
Meldung der Studien reicht nicht aus - Patienten müssen einverstanden sein
Wien (OTS) - "Wenn Patienten in Österreich ohne ihr Wissen an
medizinischen Studien teilnehmen, so muss dem rasch per Gesetz ein
Riegel vorgeschoben werden", verlangt FPÖ-Gesundheitssprecherin
Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Die bloße Meldung der Studien, wie
derzeit von Gesundheitsminister Stöger vorgeschlagen, geht ihr nicht
weit genug: "Ich fordere eine zentrale Ethikkommission im
Gesundheitsministerium. Jede Pharmafirma muss dort ihre
beabsichtigten Studien prüfen und genehmigen lassen. Vor allem darf
es nicht sein, dass Studien mit reinem Marketing-Hintergedanken
durchgeführt werden, um Ärzte zur weiteren Verschreibung eines
bestimmten Medikaments zu verleiten."
Belakowitsch-Jenewein kritisiert Ärzte, die sich in der Wahl der
verschriebenen Medikamente von finanziellen Angeboten der
Pharmafirmen steuern lassen und noch dazu zuhauf Daten ihrer
Patienten weiterleiten: "Solche Ärzte schaden dem ganzen Berufsstand!
Der Verdacht liegt nahe, dass sich einige Mediziner mehr als ein
Körberlgeld mit diesen Studien verdienen."
Vor allem aber müsse jeder Patient frei entscheiden dürfen, ob er an
einer Studie teilnehmen möchte. "Auch hier sind die Pharmafirmen in
der Pflicht, entsprechende Informationen zu liefern, die der Patient
mit Unterschrift zur Kenntnis nehmen muss. Alles andere bewegt sich
in einem rechtlichen Graubereich und ist schleunigst abzustellen",
stellt die freiheitliche Gesundheitssprecherin klar.
Selbstverständlich gebe es auch Studien, die einen wissenschaftlichen
Nutzen haben, so Belakowitsch-Jenewein. Für diese seien strengere
Regelungen durchaus kein Hindernis: "Jeder fähige Arzt wird imstande
sein, seinen Patienten diesen Nutzen zu erklären."
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