• 13.01.2010, 11:31:04
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Vilimsky: Österreichischer Finanzmarkt muss weiter genauest unter die Lupe genommen werden

FPÖ will Transaktionen von diversen riskanten Papieren für Österreich ausschließen - FMA ist untätig

Wien (OTS) - Großbanken in den USA haben Zeitungsberichten zufolge
ihren Kunden im großen Stil riskante Hypothekenpapiere verkauft und
gleichzeitig auf deren Wertverfall gewettet. FPÖ-Generalsekretär
NAbg. Harald Vilimsky nimmt deshalb den österreichischen Finanzmarkt
genau ins Visier. Insbesondere sei mit Nachdruck zu untersuchen, ob
es in Österreich zu ähnlichen oder gleichen Verkäufen von riskanten
Hypothekenpapieren, wie jüngst in den USA, gekommen sei oder kommen
könnte. Bekanntlich hätten große Banken wie Goldmann Sachs und die
Deutsche Bank mit den Verkauf von besicherten Schuldverschreibungen
an Pensionsfonds und Versicherungen bei eben diesen für
Milliardenverluste gesorgt. Behördliche Ermittlungen seien bereits im
Laufen, so Vilimsky.

"Ich will für den österreichischen Finanzmarkt derlei
Geschäftemacherei ausgeschlossen wissen", sagt Vilimsky und kündigt
eine dementsprechende parlamentarische Anfrage an Finanzminister
Pröll an. Es müsse sichergestellt werden, dass kein Handel mit
toxischen Papieren stattfinde. Das Volumen an sogenannten CDOs
(besicherten Schuldverschreibungen) am österreichischen Finanzmarkt
müsse offengelegt werden und ein gleichzeitiges Wetten auf deren
Wertverfall, wie in den USA geschehen, müsse durch Pröll unumstößlich
verhindert werden. "Falls es doch zu derartigen Geschehnissen
gekommen ist, verlange ich von Pröll umfangreiche Aufklärung darüber,
welches Ausmaß diese Praxis bereits erreicht hat", hält der
FP-Generalsekretär fest.

Pröll sei einerseits gefordert, die Rahmenbedingungen so zu
gestalten, dass Investoren durch den Kauf solcher komplexen Papiere
nicht Gefahr laufen durch die thematisierten Vorgänge massive
Verluste einzufahren. Es scheint sich wieder einmal zu zeigen, dass
die FMA wie so oft in den letzten Jahren nicht willens bzw. fähig ist
solche Machenschaften aufzudecken bzw. abzustellen, schließt
Vilimsky.

Rückfragehinweis:

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