- 27.01.2017, 11:42:47
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Wiener Linien geben Millionen für pompöse Feste aus
Statt für einen notwendigen zweiten Lift am Stephansplatz werden pompöse Eröffnungsfeiern finanziert.
Utl.: Statt für einen notwendigen zweiten Lift am Stephansplatz
werden pompöse Eröffnungsfeiern finanziert. =
Wien (OTS) - Diese Geldverschwendung muss schnellsten abgestellt
werden, fordert das Wiener Behindertenberatungszentrum BIZEPS.
„Die Geschäftsführung der Wiener Linien muss sich fragen lassen, wie
sie die vom Rechnungshof aufgezeigte Steuerverschwendung
rechtfertigen will“, zeigt sich Martin Ladstätter (Obmann von BIZEPS)
empört.
Seien es - laut Bericht des Rechnungshofes „U–Bahn in Wien“ - völlig
überzogene Eröffnungsfeierlichkeiten wie beispielsweise der Station
„Aspernstraße“ um 2,14 Millionen Euro oder „Seestadt“ um 1,10
Millionen Euro, die von den Wiener Linien frecherweise auch noch als
„Investitionen“ verbucht werden.
Für wirklich wichtige Investitionen, wie beispielsweise den von
vielen schon längst geforderten - und von der Stadt zuerst zugesagten
und dann angeblich mangels Geldmittel gestrichenen - zweiten Lift in
der Station Stephansplatz sehen die Wiener Linien aber keinen Bedarf.
Dabei ist die U-Bahn Station Stephansplatz die Meistbenutzte im
gesamten U-Bahn Netz.
Wie vom Rechnungshof empfohlen, müssen endlich klare Vereinbarungen
getroffen werden, was der Bund im Neubau und Bestand mitfinanziert.
„Für uns bedeutet dies klarer Weise, dass statt einem 2 Millionen
Fest für eine U-Bahnstation besser das Geld für den Neubau eines
zweiten Lifts am Stephansplatz zu verwenden ist“, so Ladstätter.
Er verweist auch auf die ÖBB, die keine derart teuren Polit-Feste um
Steuergeld betreiben. „Ist es nicht seltsam, dass für eine kleine
U-Bahn-Stationseröffnung der Wiener Linien im 22. Bezirk
(Aspernstraße) 2 Millionen ausgegeben werden? Für die Eröffnung eines
der größten Knotenbahnhöfe Europas Hauptbahnhof Wien der ÖBB wurde
nicht so viel ausgegeben.“
Nicht nur der Rechnungshof zeigt die kritikwürdige Vorgangsweise
deutlich auf. Auch die Volksanwaltschaft hat darin einen Missstand
festgestellt, dass der 2. Lift am Stephansplatz doch nicht gebaut
werden soll.
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