- 17.01.2017, 12:15:25
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GLOBAL 2000: Negative Klimabilanz ist Auftrag zum Handeln
Die Bundesregierung muss jetzt Maßnahmen auf den Weg bringen, um Österreich klimafit zu machen.
Die heute vorgestellte Treibhausgasbilanz ist für die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 äußerst besorgniserregend. Die Treibhausgasemissionen sind im Jahr 2015 um 3,2 Prozent gegenüber 2014 gestiegen. GLOBAL 2000-Klima- und Energiesprecher Johannes Wahlmüller betont: „Diese Bilanz ist ein Schuss vor den Bug der Bundesregierung, die im Klimabereich im letzten Jahr keine substantiellen Maßnahmen gesetzt hat. Es braucht jetzt ein neues Klimaschutzpaket, das wirklich greift und uns auf einen echten Klimaschutzpfad bringt. Dass Österreich trotz der schlechten Bilanz weiter auf Zielkurs für die EU-2020-Ziele ist, zeigt nur wie schwach die Ambition dieser Ziele eigentlich ist.“
Mehr Mittel für thermische Sanierung und Verbot von neuen Ölheizungen
Besonders schmerzlich ist für GLOBAL 2000, dass auch im Gebäudebereich der langjährig sinkende Trend nicht fortgesetzt werden konnte und wieder mehr Heizöl und Erdgas verheizt wird. „Wir dürfen uns einfach nicht auf warme Winter verlassen, sondern müssen echte Maßnahmen setzen. Die Halbierung der Mittel für thermische Sanierung im letzten Jahr macht sich jetzt schmerzlich in der Klimabilanz bemerkbar. Es braucht dringend wieder eine Aufstockung der Mittel für thermische Sanierung und ein Verbot des Einbaus von neuen Ölheizungen, dann können wir die Trendwende schaffen“, erklärt Wahlmüller.
Besseres Ökostromgesetz statt Kohlestrom
Besorgniserregend ist auch, dass im Energiesektor fossile Kraftwerke in Österreich verstärkt eingesetzt wurden. Erst Ende des vergangenes Jahres scheiterte die Bundesregierung an einer Novelle des Ökostromgesetzes. „Wir brauchen mehr sauberen Strom aus Österreich und nicht Strom aus Kohlekraftwerken. Die Bundesregierung muss das Ökostromgesetz jetzt wieder flott machen und die Weichen für einen raschen Ausbau stellen. Viele Projekte sind fertig geplant und können nur wegen fehlender Förderzusagen nicht gebaut werden“, fordert Wahlmüller weiter.
Mobilitätswende und ökologische Steuerreform notwendig
Weiter ein Problemkind bleibt der Verkehr, wo etwa der Dieselabsatz gestiegen ist. GLOBAL 2000 sieht hier dringenden Handlungsbedarf. Das WIFO hat letztes Jahr umweltschädliche Subventionen in Österreich von 3,8 bis 4,7 Mrd. Euro identifiziert, 53 Prozent davon im Verkehr, zum Beispiel die Steuerbegünstigung von Diesel. „Solange fossile Energie steuerlich begünstigt ist, bleibt es für nachhaltige Lösungen, wie den öffentlichen Verkehr, schwierig sich durchzusetzen. Es braucht jetzt eine aufkommensneutrale ökosoziale Steuerreform, die umweltschädliche Subventionen abbaut und Arbeit steuerlich entlastet“, so Wahlmüller abschließend.
Rückfragen & Kontakt
Lydia Matzka-Saboi, GLOBAL 2000 Pressesprecherin, 0699 14 2000 26, [email protected]
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klima- und Energiesprecher, 0699 14 2000 41, [email protected]
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