• 05.01.2017, 14:02:58
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  • OTS0075

„Nobelpreis für Ingenieurswissenschaften“ an Forscher der MedUni Wien

Christoph Hitzenberger und Adolf Fercher mit renommiertem Fritz J. and Dolores H. Russ Prize ausgezeichnet

Utl.: Christoph Hitzenberger und Adolf Fercher mit renommiertem
Fritz J. and Dolores H. Russ Prize ausgezeichnet =

Wien (OTS) - Christoph Hitzenberger und Adolf Fercher von der MedUni
Wien werden mit dem diesjährigen Fritz J. and Dolores H. Russ Prize
ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird von der United States National
Academy of Engineering (NAE) für technologische Entwicklungen
verliehen, die „signifikante Auswirkungen auf die Gesellschaft hatten
und zur Verbesserung des menschlichen Wohlbefindens beitrugen“. Die
beiden Forscher aus Wien waren maßgeblich an der Entwicklung der
Optischen Kohärenztomografie (OCT) beteiligt, einem
Untersuchungserfahren, das vor allem in der medizinischen Bildgebung
eingesetzt wird.

Der diesjährige Preis wurde an Christoph Hitzenberger und Adolf
Fercher gemeinsam mit den drei US-Amerikanern James G. Fujimoto,
David Huang und Eric A. Swanson verliehen.

Adolf Friedrich Fercher, ehemaliger Leiter des Instituts für
Medizinische Physik (1986 bis 2008), ist ein Pionier auf dem Gebiet
der Ophthalmologischen Laser-Interferometrie, so gelang es ihm 1986,
erstmals das menschliche Auge mit dieser Technik zu vermessen. Er
gilt als geistiger Vater der ersten Low-Coherence-Interferometrie
(LCI)-Geräte auf dem Gebiet der Augenheilkunde.

Christoph Hitzenberger, stellvertretender Leiter des Zentrums für
Medizinische Physik und Biomedizinische Technik der MedUni Wien,
entwickelte das erste heterodyn LCI System zur Vermessung
intraokularer Distanzen (axiale Augenlänge, Dicke der Retina).
Gemeinsam mit Adolf Fercher entwickelte er das Spectral Domain LCI
Verfahren (1995), das auf Grund seiner überragenden
Messempfindlichkeit die Grundlage der modernen klinischen
OCT-Augenuntersuchungsgeräte ist.

„Das ist eine außergewöhnliche und hochverdiente Auszeichnung für
Adolf Fercher und Christoph Hitzenberger, die herausragende
Pionierarbeit auf dem Gebiet der OCT, eine der wichtigsten
medizinisch-diagnostischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte,
geleistet haben“, freut sich Rektor Markus Müller über die Verleihung
des Preises. „Die Auszeichnung durch den ‚Nobelpreis für
Ingenieurswissenschaften‘ ist auch für unsere Universität eine ganz
besondere Ehre.“

Über den Russ Prize

Der Fritz J. and Dolores H. Russ Prize ist ein von der United States
National Academy of Engineering (NAE) im Oktober 1999 etablierter
Preis für Ingenieurwesen. Benannt nach Fritz Russ, dem Gründer von
Systems Research Laboratories, und seiner Frau Dolores Russ wird
dieser Preis von der Stiftung für technologische Entwicklungen
verliehen, die „signifikante Auswirkungen auf die Gesellschaft hatten
und zur Verbesserung des menschlichen Wohlbefindens beitrugen“.

Die NAE verleiht den Preis alle zwei Jahre. Den Gewinnern wird ein
Preis in Höhe von 500.000 US-Dollar und eine Goldmedaille verliehen.
Zusammen mit dem Gordon Prize und dem Draper Prize wird der Russ
Prize auch der „Nobelpreis für Ingenieurswissenschaften“ genannt.

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