Bundesschulpartner warnen vor Aus der Mitbestimmung

Wien (OTS) - Mit Empörung weisen die Schulpartner auf Bundesebene, der B-SGA, die Teile des gestrigen Ministerratsbeschlusses zurück, die die über Jahrzehnte mühsam erkämpften Mitbestimmungsrechte beschneiden bzw. zur Farce verkommen lassen.++++

Wir Schulpartner haben monatelang versucht, uns in die Gespräche und Verhandlungen zur Vorbereitung dieses Papiers einzubringen, leider ohne nennenswerten Erfolg. Auch mit Unterstützung einiger Medien haben wir vor den Folgen einer Beschneidung der Kompetenzen der Schulgemeinschaftsausschüsse gewarnt, sowohl in pädagogischer als auch organisatorischer Hinsicht. Wiederholt haben wir darauf hingewiesen, wie enorm wichtig die Einbindung der betroffenen Schüler, Eltern und Lehrer vor Ort für die Qualität des Unterrichts ist. Wieder ohne Erfolg.

Gernot Schreyer, Präsident des Bundeselternverbandes: „Es ist völlig unverständlich, dass man auf das Wissen und die jahrelange Erfahrung von Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern auf Bundesebene absichtlich verzichtet. Das Ergebnis ist nun ein Entwurf der offensichtlich von Personen erstellt wurde, die mit der Materie „SGA“ nur wenig oder gar nicht vertraut sind!“

Die Entmündigung der Schulpartnerschaft ist völlig inakzeptabel und wird von uns mit allen Mitteln bekämpft werden. Bundesschulsprecher Harald Zierfuß: „Das Entmündigen der Schulpartner an den Schulen finden wir leider nicht einmal fast geil.“ Aus dem bewährten SGA mit Entscheidungskompetenz würde ein Debattierklub werden, der in der Bedeutungslosigkeit versinkt. Wir betrachten es als Verhöhnung, wenn im Entwurf von einer beabsichtigten Stärkung der Schulpartnerschaft die Rede ist.

„Ich habe den Eindruck, Politiker meinen, sie seien gescheiter als diejenigen, die Schule täglich leben und gestalten“, so Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft. Autonomie werde von der Politik als Synonym für Entmündigung der Betroffenen und Mangelverwaltung missbraucht.

„Die von der Unterrichtsministerin im ZIB2-Interview aufgestellte Behauptung, das Paket sei mit allen Beteiligten umfassend besprochen worden, ist ein Affront gegenüber der gewählten Vertretung von Schülern, Lehrern und Eltern. Offensichtlich versteht sie uns nicht als Beteiligte“, so Roland Gangl, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft. Wir fordern Frau BM Hammerschmid und ihren Verhandlungspartner Herrn Staatssekretär Mahrer dringend und erneut auf, mit uns endlich ins Gespräch zu treten, um aus einem völlig ungeeigneten Entwurf ein brauchbares Konzept mit echter und tatsächlicher Stärkung der Schulpartnerschaft zu erstellen.

Der Bundes-SGA (B-SGA) besteht aus jeweils vier Vertretern der Bundesschülervertretung, der Lehrervertretung von AHS und BMHS und des Bundeselternverbands.

Rückfragen & Kontakt:

Harald Zierfuß, Bundesschulsprecher, harald.zierfuss@bsv.at
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen Österreichs, office@bundeselternverband.at
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft in der GÖD, herbert.weiss@goed.at
Mag. Roland Gangl, Vorsitzender der BMHS-Gewerkschaft in der GÖD, roland.gangl@goed.at

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