- 13.06.2016, 15:16:19
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FPÖ: Obermayr/Jannach: Rasche Maßnahmen zur Milchkrise tun not!
Neben einer Mengenkontigentierung sollen auch EU-weit ein Frühwarnsystem und eine Monitoringstelle eingeführt werden
Utl.: Neben einer Mengenkontigentierung sollen auch EU-weit ein
Frühwarnsystem und eine Monitoringstelle eingeführt werden =
Wien (OTS) - „Was 1983 eingeführt wurde, endete trotz unserer
Warnungen und schwerer Bedenken seitens der Vertreter der Landwirte
im April 2015 - nämlich die Milchquote. Das Ergebnis ist bekannt:
Versagen des Marktes, rasant fallende Milchpreise und die Bedrohung
der Existenz zehntausender heimischer Bauern“, so MEP Mag. Franz
Obermayr bei seiner heutigen Pressekonferenz mit FPÖ-Agrarsprecher
NAbg. Harald Jannach und Peter Schmiedlechner,
Landwirtschaftskammerrat aus Niederösterreich, im Vorfeld des
morgigen "Milchgipfels" im Parlament.
Quote wiederbeleben
„Die andauernde Milchpreiskrise ist für viele Bauern
existenzbedrohend. Deshalb sind unmittelbar wirksame Maßnahmen
dringend notwendig, um das Bauernsterben aufzuhalten“, erklärte
Jannach. Deshalb sei es unumgänglich, kurzfristig das Modell einer
Milchmengenregulierung wieder einzuführen. Der erst unter dem
massiven Druck der Oppositionsparteien zustande gekommene morgige
Milchgipfel werde wahrscheinlich keine nachhaltigen Ergebnisse
bringen, befürchtete Jannach.
Frühwarnmaßnahmen etablieren
Seit Jahren liegen Vorschläge des Europäischen Milkboards
hinsichtlich eines Frühwarnsystems bzw. entsprechender Maßnahmen zur
flexiblen Mengenbegrenzung auf europäischer Ebene vor. Dabei, so
Obermayr, sollen bei besonders schwieriger Marktlage Markteilnehmer
Anreizprogramme zur privaten Lagerhaltung und zur
Vollmilchkälberhaltung erhalten. Die Maßnahmen gehen bis hin zur
obligatorischen Produktionskürzung, so Obermayr.
Mit einem Bericht aus der Praxis konnte Milchbauer Peter
Schmiedlechner die Kritik und auch die Vorschläge von Obermayr und
Jannach unterstreichen und hoffte gleichzeitig auf klare und gute
Ergebnisse des Milchgipfels für die österreichische Bauernschaft.
„Die von der EU beschworene Fokussierung auf Exportmärkte hat
überhaupt nicht funktioniert. China hat eben nicht die Milch aus
Europa abgesaugt, wie es Minister Rupprechter prophezeite", betonte
Obermayr. "Die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland ist darüber
hinaus unbedingt notwendig, um die Milch-Menge auf dem europäischen
Markt in den Griff zu bekommen“, ergänzte Jannach. Nur so könne man
einen fairen Preis für faire Arbeit sicherstellen.
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