• 18.03.2016, 09:56:50
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Welt-Down-Syndrom-Tag – Königsberger-Ludwig pocht auf Inklusion

Jeder Mensch muss in unserer Gesellschaft Platz haben und sich entfalten können

Utl.: Jeder Mensch muss in unserer Gesellschaft Platz haben und sich
entfalten können =

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Welttages für Menschen mit Down
Syndrom bekräftigt Ulrike Königsberger-Ludwig, SPÖ-Sprecherin für
Menschen mit Behinderung, ihre Forderung, diese Bevölkerungsgruppe
voll in die Gesellschaft zu inkludieren. „Inklusion bedeutet, dass
jeder Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – in unserer Gesellschaft
Platz hat und sich entfalten kann“, fasst Königsberger-Ludwig heute,
Freitag, zusammen. ****

„Politik für Menschen mit Behinderungen ist eine Querschnittsmaterie,
die alle Lebensbereiche umfasst. Der Down-Syndrom-Tag am 21. März ist
eine gute Gelegenheit, einmal mehr genau darauf aufmerksam zu
machen“, erklärt Königsberger-Ludwig.

Auf dem Weg hin zu mehr Inklusion gebe es große Bemühungen, es ist
der SPÖ-geführten Bundesregierung in den vergangenen Jahren gelungen,
eine Reihe von Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen
umzusetzen. „Für Menschen mit Down-Syndrom ist die Regelung wichtig,
dass sie auch nach einem gescheiterten Versuch, am Arbeitsmarkt Fuß
zu fassen, wieder Familienbeihilfe und Waisenrente beziehen können“,
freut sich die Abgeordnete, dass diese Gesetzesänderung nach vielen
Verhandlungen umgesetzt werden konnte. „Das gibt Menschen mit
Behinderungen Sicherheit und vor allem die Möglichkeit, ohne Angst
diesen so wichtigen Versuch, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen, zu
unternehmen“. Darüber hinaus hat sich das Bundesweite
Arbeitsmarktpolitische Behindertenprogramm (BABE) als wichtiges
Instrument erwiesen, um Menschen mit Behinderungen dauerhaft in den
1. Arbeitsmarkt zu integrieren. „Anhand der im BABE geschaffenen
Strategien konnten Lohnkostenzuschüsse, technische Hilfen,
Mobilitätshilfen, Arbeitsassistenz und Jobcoaching gefördert werden“,
so die Abgeordnete

Inklusion ist auch für die Bundesländer eine Herausforderung.
Königsberger-Ludwig appelliert an diese, sicherzustellen, dass
Behinderten-Werkstätten ausreichend ausgestattet sind und eine faire
Entlohnung bieten. „70 Euro Taschengeld im Monat sind das falsche
Signal, davon kann man sich nicht selbst versorgen. Vor allem sollen
Menschen für ihre Arbeit auch eine angemessene Entlohnung erhalten,
um an der Gesellschaft teilhaben zu können. Neben der Entlohnung geht
es vor allem auch um die Wertschätzung, die beispielsweise Menschen
mit Down-Syndrom und Menschen mit Lernschwierigkeiten, die in solchen
Werkstätten arbeiten, verdienen“, erklärt Königsberger-Ludwig.

Neben dem Zugang zu Arbeit ist es für Menschen mit Behinderungen aber
auch wichtig, an allen anderen Bereichen des gesellschaftlichen
Lebens teilhaben zu können. Dafür wurde das
Behindertengleichstellungsgesetz beschlossen, die UN-Konvention für
die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert und der
Nationale Aktionsplan (NAP) ressortübergreifend erstellt. „Diese gilt
es nun konsequent umzusetzen, damit Inklusion nicht nur ein
Schlagwort ist, sondern gelebt wird“, ist Königsberger-Ludwig
überzeugt und erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass seit
1.1.2016 Unternehmen verpflichtet sind, Waren und Dienstleistungen
barrierefrei anzubieten. Dies gilt insbesondere auch für Websites,
damit Informationen und Angebote von Unternehmen zugänglich sind.
„Ich wünsche mir, dass die Unternehmen in Österreich diesen Auftrag
ernst nehmen, Angebote schaffen und die ‚Leichter Lesen‘-Variante für
Internetdienste ausbauen“, unterstreicht Königsberger-Ludwig.

Die Behindertensprecherin nimmt den Welt-Down-Syndrom-Tag auch zum
Anlass, um den Reformprozess rund um das Sachwalterschaftsrecht zu
thematisieren. „Statt über die Köpfe von besachwalteten Menschen zu
entscheiden, sollen diese in ihrer Entscheidungsfindung unterstützt
werden. Diese Reform darf nicht im Sand verlaufen. Sie ist notwendig,
um das Selbstwertgefühl und die Teilhabe von betroffenen Menschen zu
stärken“, fasst Königsberger-Ludwig die wichtigsten Eckpunkte
zusammen. „Es ist gerade in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung,
die Devise ‚Nichts über uns ohne uns‘ der Behindertenorganisationen
ernst zu nehmen, denn Menschen mit Behinderungen sind selbst die
ExpertInnen, wenn es darum geht, auf ihre Bedürfnisse einzugehen und
Inklusion voranzutreiben.“ (Schluss) mb/kg/mp

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