- 17.03.2016, 18:05:46
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Nationalrat – Wurm: Frauen auf der Flucht vor Gewalt schützen
Gemeinsamer Antrag an die Bundesregierung ein wichtiges frauenpolitisches und solidarisches Signal
Utl.: Gemeinsamer Antrag an die Bundesregierung ein wichtiges
frauenpolitisches und solidarisches Signal =
Wien (OTS/SK) - Im Rahmen der heutigen Nationalratsdebatte brachten
die Frauensprecherinnen im Parlament gemeinsam einen Antrag ein, mit
dem sie die Bundesregierung auffordern, verstärkt für flüchtende
Frauen und Kinder aktiv zu werden. „Frauen auf der Flucht sind in
mehrfacher Hinsicht von Gewalt betroffen“, so SPÖ-Frauen- und
Gleichbehandlungssprecherin Gisela Wurm. Bereits im letzten Jahr fand
unter der Patronanz von Nationalratspräsidentin Doris Bures eine
Veranstaltung im Parlament mit dem Titel „Wenn Waffen sprechen –
Solidarität mit Frauen in bewaffneten Konflikten statt“. „Es war eine
sehr wichtige, fast vorausschauende Veranstaltung, wenn man die
Entwicklung bei uns betrachtet“, so Wurm. ****
Viele Frauen haben sich in den letzten Monaten auf den Weg gemacht
und fliehen aus Kriegsgebieten: „Diese Frauen sind auf ihrer Flucht
mehrfach von Gewalt betroffen. Frauen und Kinder, die Opfer von
Menschenhandel oder anderen Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt
und Missbrauch geworden sind, müssen Zugang zu Schutz- und
Hilfsmaßnahmen erhalten“, betont die SPÖ-Frauensprecherin. In diesem
Zusammenhang verwies Wurm darauf, dass Österreich in der Gesetzgebung
bereits viel getan hat – so hat Österreich als eines der ersten
Länder die Istanbul-Konvention des Europarats zur Verhütung und
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ratifiziert,
das Kapitel 7 nimmt besonders auf die Themen Migration und Asyl
Rücksicht.
In dem Zusammenhang erinnerte Wurm auch an die Resolution 1325, mit
der Frauen, Frieden und Sicherheit eine größere Rolle spielen. So
sitzen erstmals Frauen am Verhandlungstisch bei
Friedensverhandlungen: „Eine wichtige Maßnahme, damit nicht nur
Männer über Kriege entscheiden, sondern Frauen ihren Beitrag zu
Frieden und Sicherheit leisten“, betont Wurm abschließend. (Schluss)
up/rm
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