- 08.05.2015, 09:00:01
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Leichtfried: Volkspartei und FPÖ stimmen gegen Tierschutz bei Robben
SPÖ-EU-Delegationsleiter: „EU-Handelsverbot bei Robben ist voller Erfolg“
Utl.: SPÖ-EU-Delegationsleiter: „EU-Handelsverbot bei Robben ist
voller Erfolg“ =
Wien (OTS/SK) - Bei der gestrigen Abstimmung zum Handel mit
Robbenerzeugnissen im Ausschuss für internationalen Handel des
Europäischen Parlaments in Brüssel wurden die SozialdemokratInnen mit
ihren Tierschutzforderungen von der Europäischen Volkspartei (EVP)
und der FPÖ überstimmt. Jörg Leichtfried, Vizepräsident der Animal
Welfare Intergroup und Mitglied im Ausschuss für internationalen
Handel sagt: "EVP und FPÖ haben für ein sogenanntes ‚Marine Resources
Management‘ (MRM) gestimmt. Damit wird die Jagd auf Robben und junge
Seehunde erleichtert und es steigt somit auch die Gefahr, das in der
EU 2009 beschlossene Handelsverbot und die Abkommen mit der
Welthandelsorganisation WTO zu unterlaufen. Doch Profitinteressen
dürfen nicht die notwendigen Tierschutzstandards aushebeln." ****
Nach den USA und anderen Staaten hatte 2009 auch die EU den Handel
mit Robbenerzeugnissen verboten. Etwa 900.000 Robben werden jedes
Jahr getötet, davon mehr als die Hälfte in Kanada, Grönland und
Namibia. Die Felle werden etwa zu Hüten oder Handschuhen verarbeitet.
Seit dem EU-Verbot ist die kommerzielle Robbenjagd in Kanada stark
zurückgegangen, von 365.000 Robben 2004 auf rund 40.000 Robben im
Jahr 2011. Bevor das EU-Verbot in Kraft trat, hatten Kanada und
Norwegen es vor der Welthandelsorganisation (WTO) angefochten, vor
einem Jahr wurde aber entschieden, dass die Handelsbeschränkungen bei
Robben mit den internationalen Handelsbestimmungen der WTO im
Einklang stehen. (Schluss) bj
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