• 16.12.2014, 09:48:29
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Armutskonferenz: Ausgezeichnete Beiträge - Journalismuspreis „von unten“ vergeben

Ausgezeichnet: Romana Beer, Simone Brunner, Michaela Greil, Max Hartmann, Ilse Huber, Christine Lugmayr und Luise Walchshofer, Susanne Krischke, Mirjam Unger

Utl.: Ausgezeichnet: Romana Beer, Simone Brunner, Michaela Greil,
Max Hartmann, Ilse Huber, Christine Lugmayr und Luise
Walchshofer, Susanne Krischke, Mirjam Unger =

Wien (OTS) - Gestern wurde in Wien zum vierten Mal der
"Journalismuspreis von unten" vergeben. Bewertet und ausgewählt
wurden die Beiträge von einer Jury bestehend aus Menschen, die von
Armut betroffen sind. Die Armutskonferenz schreibt seit 2010 einen
Preis aus, der "tiefgründige und respektvolle
Armutsberichterstattung" prämiert. Alle Ausgezeichneten betonten, den
Preis als besondere Ehre zu empfinden, kommt er doch von Menschen,
die genau wissen, was Sache ist.

Die Ausgezeichneten

In der Kategorie Fernsehen wurde Mirjam Unger für ihren Beitrag
"Armut ist kein Kinderspiel" (ORF Am Schauplatz) ausgezeichnet.
Besonders beeindruckend fand die Jury "wie Kinder selbst zu Wort
kommen und ihre Welt entwickeln". Der Anerkennungspreis in der
Kategorie TV ging an Max Hartmann für den Beitrag "Krank sein in
Athen" (ORF, ZIB-Magazin). Aus der Begründung der Jury: "Griechenland
ist fern und doch so nah. Ein eindrücklicher Beitrag darüber wie mit
einem Grundrecht und mit Kranken nicht verfahren werden darf"

In der Kategorie Print ging die Auszeichnung an Simone Brunner für
ihren Text "Am Tropf" im Magazin Datum. Aus der Begründung der Jury:
"Mit Invalidität, chronischer Krankheit und Rehageld wurde ein für
viele Armutsbetroffene bedeutendes Thema aufgegriffen. Und dies
sachlich, anschaulich, bewegend ohne Tränendrüse erzählt". Den
Anerkennungspreis in der Kategorie Print erhielten Christine Lugmayr
und Luise Walchshofer für ihren Artikel "857 Euro zum Leben" in NEWS
vom 27.03.2014. "Altersarmut ist eine versteckte Angelegenheit. Hier
kommen Frauen zu Wort mit ihrer Lebensgeschichte und mit den
sozialpolitischen Zusammenhängen":

In der Kategorie Radio wurde Susanne Krischke für ihren Beitrag
"Leben an der Armutsgrenze - Die Krux mit der Mindestsicherung" (ORF,
Ö1 Journal Panorama) ausgezeichnet. Die Jury würdigte "die Tiefe und
Breite des Beitrags. Betroffene kommen mit ihrem Leben zu Wort und
gleichzeitig werden komplizierte rechtliche Zusammenhänge
verstehbar". Den Anerkennungspreis in der Kategorie Radio erhielt
Ilse Huber für ihren Beitrag "Ökologische Gerechtigkeit -
Umweltschutz sozial gedacht" (ORF, Ö1 Radiokolleg). "Ein noch nicht
so bekanntes Thema wurde umfassend aufgearbeitet - mit vielen neuen
Erkenntnissen", so die Jury.

In der Kategorie Online erhielt Romana Beer die Auszeichnung für
ihren Beitrag "Immer mehr Frauen und Kinder in Not" erschienen in
www.orf.at am 1.11.2014. "Wer von Armut betroffen ist, kennt die
beschriebenen Situationen. Einfühlsam und faktenreich erzählt." Der
Anerkennungspreis wurde an Michaela Greil verliehen für ihren Beitrag
"Was verdienen Flüchtlinge", veröffentlicht auf ihrem Blog am
07.10.2014. "Viele Fakten gegen all die Vorurteile - und Geschichten,
die bewegen."

Leitfaden für respektvolle Armutsberichterstattung
veröffentlicht

Im Rahmen der Veranstaltung wurde die Broschüre "Schreiben und
Berichten über Armut - Leitfaden für respektvolle
Armutsberichterstattung" präsentiert. Sie enthält auf wenigen Seiten
praktische Informationen, Tipps und Anregungen für JournalistInnen
zum Umgang mit Betroffenen, zu Bildern, Sprache und Fakten. Die
Broschüre wurde gemeinsam mit Menschen mit Armutserfahrungen
erarbeitet.

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