• 11.05.2014, 09:01:56
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Spektakuläre GLOBAL 2000-Aktion: Verbund, raus aus Kohle!

AktivistInnen klettern auf Kohle-Kraftwerk in Mellach (Steiermark) und entrollen ein 100 m2 großes Banner.

Utl.: AktivistInnen klettern auf Kohle-Kraftwerk in Mellach
(Steiermark) und entrollen ein 100 m2 großes Banner. =

Mellach/Graz (OTS) - In einer spektakulären Nacht&Nebel-Aktion haben
heute AktivistInnen der österreichischen Umweltschutzorganisation
GLOBAL 2000 darauf aufmerksam gemacht, dass der Verbund zwar mit 100
Prozent Wasserkraft wirbt, aber nach wie vor der größte
österreichische Kohle-Strom-Produzent ist. Die AktivistInnen
kletterten auf das Kohle-Kraftwerk und entrollten direkt am
Kraftwerksgebäude ein 100 m2 großes Banner mit der Aufschrift
"Verbund: Raus aus Kohle!" Sie verleihen damit der Forderung
Nachdruck, dass der Verbund einen verbindlichen und koordinierten
Ausstiegsplan aus der Nutzung von Kohle erstellen soll. Dazu Johannes
Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000: "Der Verbund positioniert
sich in Österreich und Europa als Grünstromanbieter, wenn er weiter
ohne Ausstiegsplan an der Kohle festhält, ist das unglaubwürdig."
Jährlich werden in den Kraftwerken Dürnrohr (zur Hälfte EVN) und
Mellach etwa 1,3 Mio. Tonnen Steinkohle verbrannt, dabei entstehen
etwa 3,6 Mio. Tonnen CO2 (Datenstand 2012).

Erst vergangene Woche hat GLOBAL 2000 gemeinsam mit HEAL (Health and
Environment Alliance) und den "ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt"
darauf aufmerksam gemacht, dass durch die Verbrennung von Kohle auch
spürbare gesundheitliche Folgen entstehen: In einer Studie, die die
Auswirkungen der Emissionen durch die Verbrennung von Kohle in
Österreich modellierte, wurde berechnet, dass etwa 3.900 verlorene
Lebensjahre, 120 vorzeitige Todesfälle und mehr als 21.000
zusätzliche Asthmaanfälle als Folge der Verbrennung von Kohle
entstehen. Kohle wird in Österreich vorwiegend zur Stahl- und in der
Elektrizitätserzeugung eingesetzt. Johannes Wahlmüller: "Ein Ausstieg
aus der Kohleverstromung ist ein nächster und machbarer Schritt, um
einerseits die Klimabilanz zu verbessern, aber auch um
gesundheitsschädliche Emissionen zu verringern." Negativ auf die
Gesundheit wirken sich auch schädliche Quecksilber-Emissionen aus.
Quecksilber, das von der EU-Kommission als gefährlicher Schadstoff
prioritär hervorgehoben wird, entsteht europaweit hauptsächlich durch
die Verbrennung von Kohle.

GLOBAL 2000 fordert deshalb einen verbindlichen und koordinierten
Ausstieg aus der Kohleverstromung: "Mit dem Ausbau von Ökostrom, der
thermischen Sanierung von Gebäuden und der Steigerung der
Energieeffizienz kann der Ausstieg bereits kurz- bis mittelfristig
gelingen. Österreich kann so zum Vorreiter in Europa werden."

Aktionsbilder ab 11 Uhr unter www.flickr.com/photos/global2000

E-Protest unter www.global2000.at/verbundprotest

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