• 06.11.2013, 10:37:36
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Koalitionsverhandlungen: FPÖ drängt auf Wertanpassung beim Pflegegeld

Dritter Präsident Hofer: Inflationsverluste sind dramatisch

Utl.: Dritter Präsident Hofer: Inflationsverluste sind dramatisch =

Wien (OTS) - FPÖ-Behindertensprecher Norbert Hofer fordert SPÖ und
ÖVP dringend auf, im Rahmen der Koalitionsverhandlungen eine
Wertanpassung des Pflegegeldes sicherzustellen. Auch die Caritas hat
bereits auf den realen Wertverlust von knapp 30 Prozent aufmerksam
gemacht. "Die für den Staat kostengünstigste Alternative zur
Heimunterkunft Pflegebedürftiger ist nach wie vor die Pflege daheim.
Diese Leistung, die Familienangehörige tagtäglich leisten, wird zu
wenig gewürdigt", so der dritte Nationalratspräsident, der die Pflege
in den eigenen vier Wänden bei einer ausbleibenden Wertanpassung
ernsthaft in Gefahr sieht. Seit Einführung des Pflegegeldes 1993
beträgt der Inflationsverlust zum Beispiel in Pflegestufe 3 bereits
1.513,44 Euro jährlich.

Das Pflegegeld müsse, so Hofer, dringend weiterentwickelt werden und
zum Wohle der behinderten und pflegebedürftigen Menschen müssten
pflegende Angehörige ausreichend entlastet werden.

Hofer sieht zudem im geschaffenen Pflegefonds alleine keine Lösung
für eine nachhaltige Finanzierung von Pflege und Betreuung in
Österreich: "Das Grundproblem liegt darin, dass Österreich im
Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig Mittel in Langzeitpflege
investiert und sich gleichzeitig die Kosten im Gesundheitssystem
durch suboptimale Organisationsstrukturen mit rund 3 Milliarden Euro
pro Jahr zusätzlich niederschlagen."

Hofer schlägt daher vor, nun endlich die von allen namhaften
Gesundheitsökonomen vorgeschlagene Finanzierung der
Gesundheitsleistungen aus einem Topf sicherzustellen und die Kosten
für überzählige Akutbetten zugunsten der Geriatrieversorgung und der
Pflege umzuschichten. Hofer: "In Österreich werden tausende
pflegebedürftige Menschen in Akutbetten versorgt, weil die Strukturen
für die Langzeitpflege und die Geriatrieversorgung unzureichend
sind. Das verursacht zusätzliche Kosten, ohne den Betroffenen eine
bessere Lebensqualität bieten zu können."

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