• 20.06.2013, 14:21:28
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  • OTS0257 OTW0257

Umfrage: ÖGB liegt mit Forderungen richtig

Belastungen reduzieren steht im Vordergrund

Utl.: Belastungen reduzieren steht im Vordergrund =

Wien (OTS/ÖGB) - Im Vorfeld des ÖGB-Bundeskongresses hat die
Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS) Positionen und
Forderungen des ÖGB sowie Einstellungen zum ÖGB abfragen lassen. Die
Ergebnisse zeigen: Die Forderungen des ÖGB stoßen auf große
Zustimmung bei den ÖsterreicherInnen.

"Die Umfrage zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg, wir sind nah an
den Problemen und Bedürfnissen der ArbeitnehmerInnen", sagte Bernhard
Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB, bei der Präsentation der Umfrage.
"Man wirft uns vor, wir seien abgehoben, realitätsfern oder weit weg
von der Basis. Das Gegenteil ist der Fall, das wissen wir aus unseren
Gesprächen mit BetriebsrätInnen, mit Mitgliedern, und das zeit auch
die Umfrage."

Verbesserungen und mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt seien für
die ArbeitnehmerInnen wichtige Themen, so Achitz. "Die Zustimmung ist
eindeutig, unter anderem beim Eindämmen von Überstunden und wenn es
darum geht, dass Betriebe mehr Ältere besch äftigen - oder eben
Strafe zahlen müssen, wenn sie das nicht tun." Auch die Forderung des
ÖGB, die Scheinselbstständigkeit im Bereich der 24-Stunden-Betreuung
abzustellen, werde geteilt. "PflegerInnen sollen bei sozialen
Vereinen angestellt sein, und es soll einen Malus für Unternehmen
geben, die keine älteren Menschen beschäftigen."

50 Prozent der 1.000 Befragten teilen die Forderung nach einem
zusätzlichen Euro pro Überstunde, der je zur Hälfte dem AMS und dem
Gesundheitssystem zugute kommen soll. Uneinheitlich sind die
Meinungen beim Thema kürzere Arbeitszeiten dafür Verzicht auf Teile
des Einkommens. 64 Prozent sind dafür, dass Unternehmen, die weniger
ältere Menschen beschäftigen als der Durchschnitt ihrer Branche,
Ausgleichszahlungen an das AMS leisten müssen. 61 Prozent wollen,
dass PflegerInnen bei sozialen Vereinen angestellt sind. 59 Prozent
sind dafür, dass Finanzvermögen gegenüber den Finanzämtern offen
gelegt werden sollen, wie das bei Löhnen und Geh ältern ja auch der
Fall ist.

"Die Umfrage bestärkt uns in unseren Forderungen und im Wissen, dass
wir im Interesse der Menschen arbeiten", so Achitz

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