- 20.06.2013, 13:18:30
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FPÖ-Karlsböck: Wiener AKH droht Chaos durch Ende der Betriebsvereinbarung
Am 1. Juli endet die Betriebsvereinbarung die Arbeitszeiten der Ärzte im AKH regelt - Massive Verschlechterungen sind die Folge
Utl.: Am 1. Juli endet die Betriebsvereinbarung die Arbeitszeiten
der Ärzte im AKH regelt - Massive Verschlechterungen sind die
Folge =
Wien (OTS) - "Mit 1. Juli endet die Betriebsvereinbarung (BV)
zwischen AKH und Wissenschaftsministerium, die die Arbeitszeiten der
Ärzte regelt. Das Auslaufen dieser BV bringt massive
Verschlechterungen in Österreichs erster Uni-Klinik und wird sowohl
auf die Versorgung der Patienten als auch auf die Forschung merkbar
negativen Einfluss haben", so der freiheitliche Ärztesprecher NAbg.
Dr. Andreas Karlsböck. "Damit hat Österreich eine neue Errungenschaft
der stögerschen Gesundheitsreform: Chaos in Österreichs
Vorzeigeklinik", kritisierte Karlsböck die "Experimente" der
rot-schwarzen Koalition.
Für die Versorgung der Patienten bedeute die auslaufende BV weniger
Ärzte, da weniger Dienstposten vorgesehen seien und schlechtere
Versorgung außerhalb der Normdienstzeiten, da auch weniger
Nachtdienste gemacht werden dürften, befürchtet Karlsböck die nächste
medizinische Unterversorgung nach den bereits vollzogenen
Einsparungen der AUVA-Unfallspitäler. So plane Rektor Schütz die
Ausdehnung der Normalarbeitszeiten bzw. Gleitzeiten bis spät in die
Nacht.
Seien die Arbeitsbedingungen bereits heute derart unattraktiv, dass
im AKH an manchen Stellen Nachwuchsmangel herrsche und manche Posten
nur mit größter Mühe nachbesetzt werden könnten, so werden die Ideen
von Rektor Schütz diesen Mangel noch massiv verstärken, befürchtet
Karlsböck.
Auch die Forschung komme bei den neuen Arbeitszeitregelungen viel zu
kurz. "Wann soll jetzt im AKH geforscht werden? Nach der Dienstzeit
um Mitternacht?", zeigte Karlsböck die Unsinnigkeiten auf, die
ausgerechnet das Wissenschaftsministerium zu verantworten habe.
Abgesehen von den auch massiven finanziellen Nachteilen für Ärzte
(allgemein werden bis zu 40% Einkommensverluste befürchtet),
Patienten und Forschung werde es keine Einsparungseffekte geben, da
das EDM (elektr. Dienstmanagement) erst teuer umprogrammiert werden
müsse, was Kosten in Millionenhöhe verursachen werde, zeigte
Karlsböck auf, der betonte, dass Nachtdienste nicht einsparen werden
dürfen und bessere Arbeitsbedingungen für das hochqualifizierte
Personal im AKH geschaffen werden müssen. "Es kann nicht sein,
aufgrund des im AKH herrschenden Kompetenz-Wirrwars unser
international hoch geachtetes Vorzeige-Spital derart
herunterwirtschaftet", so Karlsböck, der ganz im Gegenteil eine
Aufstockung der Mittel forderte.
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