- 17.06.2013, 12:15:58
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FA-Rösch: ÖGB-Bundeskongress greift wahre Mißstände nicht auf!
Wien (OTS) - Angesichts der hohen Unzufriedenheit mit den
Gewerkschaften, stehe der ÖGB-Bundeskongress, welcher ab dem 18. Juni
tagt, unter einem schlechten Stern, meint der Bundesobmann der
Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), LAbg. Bernhard Rösch. Daß laut
einer Umfrage nur jeder Fünfte mit den heimischen Gewerkschaften
zufrieden sei, liege nicht nur daran, daß es schlechte
Lohnverhandlungen gab. Es seien zahlreiche Kardinalfehler begangen
worden. Die Gewerkschaft habe ihre Mitglieder schlecht vertreten und
oftmals Mobbing zugelassen, was dazu geführt hätte, daß es vor allem
im Öffentlichen Dienst hohe Krankenstände und Burnout gäbe. Die im
Leitantrag propagierten Wünsche, die zur Aufrechterhaltung der
Beschäftigungsfähigkeit beitragen sollen, würden die wahren Mißstände
in keiner Weise angreifen. "Gerade das, was die Gewerkschaft vorgibt,
zu bekämpfen, tut sie selber", so Rösch.
"Auch mußten wir immer wieder erleben, daß die Genossen diverse
Betriebsräte nicht nur ignorieren, sondern auch aktiv zur deren
Demontagen beigetragen hatten", so Rösch, dem unter anderem
entsprechende Vorfälle in Wien, wie etwa im AKH und den "Häusern zum
Leben", bekannt sind. Speziell die Gewerkschaft der
Gemeinebediensteten und die Vida, wo FSG-Kaske federführend an der
Spitze steht, seien für die Mitglieder nie da, kritisiert Rösch. "Wer
nicht mit in der Partie der Allmachtsfraktion FSG ist, erleidet im
Betrieb erhebliche Nachteile", so der FA-Obmann. Die FSG müsse den
Gesinnungsterror abstellen und Demokratie zulassen. Dann würde sich
auch das Arbeitsklima in den Betrieben bessern.
Auch kritisiert Rösch die im Leitantrag formulierte Vereinbarkeit von
Beruf und Familie als verfehlen. "Wenn die Gewerkschaft meint, daß
Sachleistungen besser sind als finanzielle Direktzahlungen an die
Eltern, warum gibt sie nicht ganz offen zu, daß sie damit wohl die
Familienbeihilfen und das Kindergeld abschaffen will?", wundert sich
Rösch.
Skeptisch zeigt sich Rösch bezüglich einer Arbeitszeitverkürzung,
weil die Rechnung nach mehr Jobs nicht aufgehen würde. Und bezüglich
geforderter Steuerideen der Gewerkschaft meint der FA-Obmann
abschließend: "Wer glaubt, daß Österreich als Höchststeuerland
zusätzliche Steuern wiedereinführen will, ist am Holzweg."
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