• 15.06.2013, 17:26:09
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PRO-GE Vorarlberg: Alle ungerechtfertigten Unterschiede im Arbeitsrecht beseitigen

Norbert Loacker mit überwältigender Mehrheit als Landesvorsitzender bestätigt

Utl.: Norbert Loacker mit überwältigender Mehrheit als
Landesvorsitzender bestätigt =

GÖTZIS (OTS/ÖGB/PRO-GE) - Die Einsätze der vielen freiwillige Helfer
gegen Hochwasser oder Murenabgänge haben wieder gezeigt, dass in
einigen Bereichen des Arbeitsrechts Verbesserungen überfällig sind.
Die Gewerkschaft PRO-GE begrüßt ausdrücklich, dass nun die
Ungleichbehandlung bei Entgeltfortzahlung im Katastrophenfall beendet
werden soll. Ein dementsprechender Initiativantrag wurde im
Nationalrat eingebracht. "Das ist ein großer Erfolg für die
Gewerkschaften! Rechtliche Unterschiede sind im Katastrophenfall
durch nichts gerechtfertigt. Aber es herrscht weiter
Handlungsbedarf. Überall dort, wo in der Arbeitswelt sachlich nicht
begründbare Unterschiede bestehen, müssen diese beseitigt werden",
betont Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE, am 15. Juni 2013
bei der Landeskonferenz in Götzis. Dies betrifft etwa
Entgeltfortzahlung bei Krankheit, Kündigungsfristen, Unterschiede bei
Arbeitsunfällen oder Freizeit bei Dienstverhinderung. "Hier müssen
endlich einheitliche Regelungen für alle ArbeitnehmerInnen geschaffen
werden. Die Arbeitgeberseite darf hier nicht mehr länger auf der
Bremse stehen", sagt Wimmer.++++

Der PRO-GE-Bundesvorsitzende erneuerte auch die Forderung nach mehr
Steuergerechtigkeit. "Diejenigen, die für ihr Einkommen arbeiten,
erhalten unser Gemeinwohl alleine. Diejenigen, die ihr Vermögen für
sich arbeiten lassen, tragen nichts dazu bei. Gerechte
Lastenverteilung sieht anders aus", plädiert Wimmer für
Vermögenssteuern. Eine Trendumkehr ist auch für Landesvorsitzenden
Norbert Loacker dringend nötig: "Die Millionäre müssen endlich in die
Verantwortung genommen werden und die arbeitenden Menschen entlastet
werden. Für die ArbeitnehmerInnen muss nach einer erfolgreichen
Kollektivvertragsrunde Netto mehr überbleiben als bisher.

"Einige glauben, dass die Gesellschaft auch ohne Gewerkschaften
auskommen könnte. Eine falsche und gefährliche Annahme. Könnten
Unternehmer alleine bestimmen, hätten wir wohl kaum
Kollektivverträge, geregelte Arbeitszeiten, Mindestlöhne,
gesetzlichen Arbeitnehmerschutz oder Mindesturlaub", kritisieren
Wimmer und Loacker die Aussagen des Team Stronach: "Es gibt keine
Alternative zu freien Gewerkschaften. Herr Stronach hat sichtlich
keine Ahnung, welchen sozialpolitischen Wert die Gewerkschaften in
unserem Land haben."

Die PRO-GE Vorarlberg vertritt mehr als 5.000 Mitglieder in
Vorarlberg. "Die Herausforderungen steigen stetig an. Zusammen mit
den Betriebsrätinnen und Betriebsräten in 50 Unternehmen kämpfen wir
für die Anliegen der Beschäftigten und sichern durch die guten
Kollektivvertragsabschlüsse der letzten Jahre den Lebensstandard der
Menschen", sagt Landessekretär Siegfried Birnleitner.

Von den Delegierten der Landeskonferenz wurde Norbert Loacker (Grass)
von 98,76% der 81 Delegierten in seiner Funktion als
Landesvorsitzender bestätigt. Zu den weiteren Mitgliedern des neuen
Landespräsidiums wurden Wolfgang Fritz (Grass), Martin Sandholzer
(Doppelmayr), Raimund Böhler (Blum), Anton Mathis (Wolford),
Frauenvorsitzende Andrea Nogler-Stark (Huber), Jugendvorsitzende
Nadja König (Grass) und Landessekretär Siegfried Birnleitner gewählt.

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