• 12.06.2013, 14:30:44
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PRO-GE-Wimmer: Entgeltfortzahlung für alle Katastrophen-Helfer regeln

Wiener Landeskonferenz: Paul Kovanda zum neuen Landesvorsitzenden gewählt

Utl.: Wiener Landeskonferenz: Paul Kovanda zum neuen
Landesvorsitzenden gewählt =

Wien (OTS/ÖGB) - Die aktuelle Hochwasserkatastrophe in Teilen
Österreichs zeigt einmal mehr, dass in einigen Bereichen des
Arbeitsrechts Verbesserungen überfällig sind. "Wir fordern, dass alle
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung
haben, wenn sie als freiwillige Helfer oder Betroffene im Einsatz
sind", sagt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der
Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), am 12. Juni 2013 bei der Wiener
Landeskonferenz: "Rechtliche Unterschiede sind im Katastrophenfall
durch nichts gerechtfertigt." Auch für die Entgeltfortzahlung bei
Krankheit oder Arbeitsunfällen und für Kündigungsfristen sind
einheitliche Regelungen nötig. "Die Unternehmerseite sollte
Verbesserungen bei diesen rechtlichen Ansprüchen nicht mehr im Wege
stehen", betont Wimmer.

"Einige glauben, dass die Gesellschaft auch ohne Gewerkschaften
auskommen könnte. Eine falsche und gefährliche Annahme. Könnten
Unternehmer alleine bestimmen, hätten wir wohl kaum
Kollektivverträge, geregelte Arbeitszeiten, Mindestlöhne,
gesetzlichen Arbeitnehmerschutz oder Mindesturlaub", kritisiert der
PRO-GE-Chef in seiner Rede die Aussagen des Team Stronach: "Es gibt
keine Alternative zu freien Gewerkschaften." Der Druck auf die
ArbeitnehmerInnen steige. Immer mehr werde den Beschäftigten in immer
kürzerer Zeit abverlangt, immer wieder werde versucht, die Rechte der
ArbeitnehmerInnen zu umgehen.

"Nur Gewerkschaften können über Kollektivverträge gute Löhne für die
Beschäftigten sichern und damit die Kaufkraft stärken. Die PRO-GE
tritt daher weiterhin für Flächen- und Branchen-Kollektivverträge
ein", betont Wimmer auch in Richtung Arbeitgeber der Metallindustrie.
Ebenso spiele die richtige KV-Zuordnung eine wichtige Rolle. Nur so
seien faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten: "Bäckereien wie
Ströck oder Mann mit weit mehr als 1.000 Beschäftigten sind sicher
keine kleinen Handwerksbetriebe mehr."

In Wien vertritt die PRO-GE rund 30.000 Mitglieder. "Mit sehr guten
Kollektivvertragsabschlüssen in den letzten Jahren konnte die PRO-GE
den Lebensstandard der Menschen sichern", sagt Landessekretärin Beate
Albert. "Die fast 800 BetriebsrätInnen arbeiten eng mit der
Landesorganisation zusammen, um das Beste für die ArbeitenehmerInnen
herauszuholen", fügt der neue Landesvorsitzende Paul Kovanda hinzu.
Zum Beispiel unterstützt die PRO-GE Wien die berufliche Aus- und
Weiterbildung von ArbeitnehmerInnen, wie etwa die Vorbereitung zum
Erreichen des Lehrabschlusses. In enger Zusammenarbeit mit den
Berufsschulen werden zudem jedes Jahr Berufswettbewerbe für mehr als
4.000 Lehrlinge organisiert.

Paul Kovanda (Siemens) wurde von den 250 Delegierten zum
Landesvorsitzenden gewählt. Zu den weiteren Mitgliedern des neuen
Landespräsidiums wurden Renate Blauensteiner (General Motors), Georg
Buchner (Wien Energie), Christian Hauck (Coca-Cola), Reinhold Prinz
(Henkel), Franz Schuh (Siemens), Michael Walczyk (MAN), Sascha Ernszt
(Landesjugend), Peter Heimerl (LandespensionistInnen) und Chrstian
Puszar (bfi und Sprecher der Fachausschüsse) gewählt.

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