- 23.05.2013, 13:29:08
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AK-Studie - ÖGB-Oberhauser: Noch immer massive Nachteile für Frauen nach Karenz
Rascherer Ausbau von Kinderbildungsplätzen und Informationspflicht bei Vollzeitausschreibungen
Utl.: Rascherer Ausbau von Kinderbildungsplätzen und
Informationspflicht bei Vollzeitausschreibungen =
Wien (OTS/ÖGB) - "Wie die jüngste Studie der AK zeigt, bringt die
Karenz Frauen noch immer massive Nachteile, bei Männern hingegen ist
das kaum der Fall. Frauen unterbrechen den Beruf zu lange und müssen
dann beim Wiedereinstieg finanzielle Einbußen - oft auch durch
Teilzeit - hinnehmen", stellt ÖGB-Bundesfrauenvorsitzende und
Vizepräsidentin Sabine Oberhauser fest.++++
"Erst wenn eine tatsächliche Vereinbarkeit und damit ein rascher
beruflicher Wiedereinstieg möglich sind, können Frauen mit Kindern
auch ihre Einkommens- und Karriereentwicklung verbessern. Gerade für
jene teilzeitbeschäftigten Frauen, die auf Vollzeit umsteigen
möchten, müssen die Rahmenbedingungen verbessert werden. Dazu sind
unter anderem noch mehr Kinderbildungsplätze, aber auch eine
Informationspflicht der ArbeitgeberInnen gegenüber
Teilzeitbeschäftigten bei Vollzeitausschreibungen notwendig. Denn
viele Frauen erfahren oft nicht, dass in ihrem Unternehmen eine
Vollzeitstelle angeboten wird und verbleiben so oft unfreiwillig in
einer Teilzeitbeschäftigung", fordert Oberhauser.
Abschließend appelliert Oberhauser an die Wirtschaft, sich nicht
länger gegen bessere Angebote auch für Väter zu sperren: "Derzeit
müssen Väter häufig Pflegeurlaub nehmen, um zumindest einige Tage
nach der Geburt bei Mutter und Kind sein zu können. Das gehört
geändert. Im öffentlichen Dienst wurde der Papamonat
(Väterfrühkarenz) bereits umgesetzt, junge Eltern berichten von sehr
positiven Erfahrungen damit."
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