- 23.05.2013, 11:24:58
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FPÖ-Mölzer: Islands Abkehr von EU ist bedauerlich, aber verständlich
EU-Zentralismus und drohende Bevormundung hat Isländer abgeschreckt - Bei europäischer Konföderation wäre Entscheidung Reykjaviks wohl anders gewesen
Utl.: EU-Zentralismus und drohende Bevormundung hat Isländer
abgeschreckt - Bei europäischer Konföderation wäre
Entscheidung Reykjaviks wohl anders gewesen =
Wien (OTS) - Es sei einerseits bedauerlich, aber andererseits auch
verständlich, dass Island die Beitrittsgespräche mit der Europäischen
Union aussetze, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im
Europäischen Parlament, Andras Mölzer. "Schließlich ist Island ein
Teil Europas, weshalb ein Beitritt dieses Landes zur EU wünschenswert
ist. Aber die Entscheidung der neuen Regierung in Reykjavik ist zu
akzeptieren", hielt Mölzer fest.
Für die Abkehr Islands von der EU sei wohl auch das derzeitige
Erscheinungsbild der Europäischen Union ausschlaggebend gewesen, so
der freiheitliche Europaabgeordnete. "Die EU entwickelt sich immer
mehr zu einem zentralistischen Bundesstaat, und der
Reglementierungswahn nimmt immer skurrilere Formen an. Für das
freiheitsliebende Volk der Isländer muss diese Aussicht auf
Bevormundung abstoßend sein", erklärte Mölzer.
Deshalb sei davon auszugehen, dass die Entscheidung Reykjaviks eine
andere gewesen wäre, wenn die Europäische Union eine Konföderation
wäre, meinte der freiheitliche EU-Abgeordnete. "Hier ist Brüssel gut
beraten, die bisherige Politik zu überdenken. Und zudem müsste
überlegt werden, ob es neben einer Vollmitgliedschaft in der EU nicht
auch noch andere Formen der Anbindung geben sollte", schloss Mölzer.
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