- 23.05.2013, 08:40:27
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FPÖ-Unterreiner: Volkskundemuseum als Säule der Identität stärken!
Völkerkundemuseum wieder zu eigenständigem Bundesmuseum umwandeln
Utl.: Völkerkundemuseum wieder zu eigenständigem Bundesmuseum
umwandeln =
Wien (OTS) - Im Rahmen der gestrigen Verhandlungen im Nationalrat
wurden zwei Anträge der freiheitlichen Kultursprecherin, NAbg. Mag.
Heidemarie Unterreiner, verhandelt, deren Gegenstand das Volkskunde-
sowie das Völkerkundemuseums sind.
"Unser Volkskundemuseum ist aufgrund seiner umfangreichen Sammlungen
und Forschungstätigkeit zur Volkskunst und Regionalkultur Österreichs
das größte und bedeutendste seiner Art in Europa. Dieses Haus mit
jährlich nur 400.000 Euro abzuspeisen ist eine kulturpolitische
Schande! Es gibt unzählige Multi-Kulti-Tempel, die jährlich mit
satter Unterstützung rechnen dürfen. Auf der anderen Seite zerbröselt
das Volkskundemuseum in Wien. Was frühere Generationen über
Jahrhunderte mit Liebe und Sachwissen zusammengetragen haben, dämmert
im Palais Schönborn vor sich hin", legte Unterreiner die Lage des
Volkskundemuseums dar.
"Die Kernaufgabe des Völkerkundemuseum ist die Beschäftigung mit den
materiellen und immateriellen Zeugnissen verschiedenster Völker.
Alleine für den Umbau erhält es jetzt 25 Millionen Euro. Davon kommen
großzügig aus dem Kunst und Kulturbudget allein 19 Millionen Euro und
der Rest in Höhe von sechs Millionen kommt vom
Wirtschaftsministerium. Außerdem wird der jährliche Betrieb
zusätzlich zwei Millionen Euro kosten. Die Tätigkeit dieses Hauses
möchte ich keineswegs kritisieren oder gar in Frage stellen. Aber ich
wiederhole: Das Volkskundemuseum erhält jährlich lediglich 400.000
Euro und nichts zusätzlich für die notwendige Sanierung des Hauses",
führte Unterreiner aus.
Es sei der Zeitgeist, sich nur mehr um andere Kulturen zu kümmern und
Multi-Kulti "schick" zu machen! Mit dieser Art von Kulturpolitik
kappe man aber Wurzeln. Man nehme den Menschen den Halt, die
Geborgenheit und das Wissen um die eigene Bedeutung. Am Ende dieser
Entwurzelung stehe der manipulierbare Einheitsmensch, analysierte
Unterreiner. Bei SPÖ und Grünen wundere sie das nicht, aber von der
ÖVP, die Tradition - auch jetzt im Wahlkampf - auf ihre Fahnen hefte,
versage, wenn es darauf ankäme, komplett! Wie könne die ÖVP es
zulassen, dass unser großartiges Volkskundemuseum gezwungen sei
dahinzusiechen, so Heidemarie Unterreiner.
Mit Kritik an der sozialdemokratischen Kulturministerin Claudia
Schmied sparte die Freiheitliche auch nicht: "Es ist Ihnen in vier
Jahren (!) nicht gelungen, das Völkerkundemuseum aus dem
Kunsthistorischen Museum wieder herauszulösen und endlich wieder in
ein eigenständiges Bundesmuseum umzuwandeln, denn das
Völkerkundemuseum hat museumspolitisch mit dem Kunsthistorischen
Museum nichts zu tun. Mein Antrag will diesen Fehler korrigieren und
das Völkerkundemuseum wieder zu einem eigenständigen Bundesmuseum
machen", erklärte Unterreiner.
Die Anträge der Freiheitlichen, das Volkskundemuseum zu einem großen
identitätsstiftenden Haus zu gestalten und das Völkerkundemuseum
wieder zu einem eigenständigen Bundesmuseum zu machen, wurden von SPÖ
und ÖVP abgelehnt.
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