• 21.05.2013, 10:50:16
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Karl und Mitterlehner: "GmbH-Reform stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich und schafft neue Arbeitsplätze"

Justizministerin und Wirtschaftsminister zu Ministerrats-Beschluss - Bis zu 1.000 zusätzliche GmbH-Gründungen jährlich erwartet

Utl.: Justizministerin und Wirtschaftsminister zu
Ministerrats-Beschluss - Bis zu 1.000 zusätzliche
GmbH-Gründungen jährlich erwartet =

Wien (OTS/BMJ, BMWFJ) - "Die GmbH-Reform stärkt den
Wirtschaftsstandort Österreich und schafft neue Arbeitsplätze, weil
wir damit die Starthürden und Kosten für Unternehmer deutlich
senken", waren sich heute Justizministerin Beatrix Karl und
Wirtschaftsminister Mitterlehner nach der Sitzung des Ministerrates
einig, in der die Regierungsvorlage für die GmbH NEU verabschiedet
wurde. Durch die GmbH-Reform, die von Karl in enger Abstimmung mit
Mitterlehner ausgearbeitet wurde, wird das Mindeststammkapital für
diese Gesellschaftsform ab 1. Juli von 35.000 auf 10.000 Euro
reduziert. Dazu verringern sich die Körperschaftsteuer sowie die
Notariats- und Rechtsanwaltskosten bei der Eintragung.

"Ich freue mich, dass wir die GmbH NEU heute auf den Weg bringen
konnten. Die breite Zustimmung zu den prinzipiellen Zielen der Reform
im Zuge der Begutachtung hat uns bestärkt, dass sich die Senkung des
Mindeststammkapitals positiv auf den Wirtschaftsstandort Österreich
auswirken wird. Mit der GmbH NEU fördern wir neue
Unternehmensgründungen und garantieren gleichzeitig die
Rechtssicherheit und Seriosität der Gesellschaftsform GmbH", betonte
Karl heute, die darauf verwies, dass das bisher gültige GmbH-Regime
mit Eintragung ins Firmenbuch, Notariatspflicht und
Veröffentlichungspflichten des Jahresabschlusses erhalten bleibt.

"Die Senkung des Mindeststammkapitals macht den Sprung in die
Selbstständigkeit attraktiver und erleichtert die Umsetzung kreativer
Geschäftsmodelle. So können sich die vielen innovativen Unternehmer
im Land stärker auf ihren wirtschaftlichen Erfolg konzentrieren und
müssen sich weniger Sorgen um die Aufbringung des Startkapitals
machen", betonte Wirtschaftsminister Mitterlehner, der mit der
GmbH-Reform auch eventuelle Abwanderungen ins günstigere Ausland
verhindern will. Ein wichtiges Motiv für die Reform sei die
Beseitigung von unnötig hohen Kapitalerfordernissen, was gerade in
weltweiten Standort-Rankings immer wieder kritisiert worden ist. So
zeigt ein Vergleich, dass das bisherige Mindeststammkapital von
35.000 Euro zu hoch bemessen ist, weil Österreich damit an der
EU-Spitze liegt. Der EU-Schnitt liegt hingegen bei rund 8.000 Euro.
"Gute Ideen sollen nicht an unnötig hohen Eintrittshürden scheitern",
so Mitterlehner.

Die GmbH NEU bringt neben der Senkung des Mindeststammkapitals noch
weitere Vorteile für Unternehmer: So wird auch die
Mindestkörperschaftsteuer von 1.750 auf 500 Euro im Jahr gesenkt.
Auch die Notariats- und Rechtsanwaltskosten, die bei GmbH-Gründungen
anfallen, werden um die Hälfte reduziert. Zusätzlich entfällt die
Veröffentlichungspflicht in der Wiener Zeitung. Durch diese
Vergünstigungen werden rund 1.000 zusätzliche GmbH-Gründungen pro
Jahr erwartet.

Unverändert bleibt die Rechtssicherheit dieser Gesellschaftsform. So
sind etwa weiterhin eine Eintragung ins Firmenbuch sowie die
Veröffentlichung des Jahresabschlusses und die Einbindung eines
Notars bei der Gründung einer GmbH gesetzlich vorgeschrieben. "Die
Bonität eines Unternehmens ist entscheidend und die wird in der
Praxis nicht mit dem Stammkapital verbunden, sondern vor allem mit
einem guten Business-Konzept", bekräftigte Mitterlehner.

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