- 17.05.2013, 10:30:36
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Regner/Weidenholzer: Homophobe Einstellungen nicht zu tolerieren
Internationaler Tag gegen Homophobie am 17. Mai - SPÖ-Europaabgeordnete fordern verbesserten Diskriminierungsschutz
Utl.: Internationaler Tag gegen Homophobie am 17. Mai -
SPÖ-Europaabgeordnete fordern verbesserten
Diskriminierungsschutz =
Wien (OTS/SK) - "Die Werte der Europäischen Union sind Gleichheit,
Respekt und der Schutz vor Diskriminierung", erinnern die beiden
SPÖ-Europaabgeordneten Evelyn Regner und Josef Weidenholzer
anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Homophobie sowie
der Präsentation einer EU-weiten Umfrage von LGBT-Personen (Lesben,
Schwule, Bisexuelle und Transgender-Personen). "Für uns hat die
Untersuchung gezeigt, dass rund drei Viertel der befragten
LGBT-Personen der Ansicht sind, dass Diskriminierung aufgrund
sexueller Ausrichtung in ihrem Wohnsitzland weit verbreitet sei.
Traurig für uns ist auch, dass unter konservativ-rechten Politikern
in einigen Mitgliedsstaaten es nach wie vor an der Tagesordnung ist,
LGBT-Personen zu beleidigen und herunterzumachen." ****
Die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) führte auf Anfrage der
Europäischen Kommission in allen EU-Mitgliedstaaten und Kroatien eine
Online-Umfrage unter homosexuellen, bisexuellen und
Transgender-Personen durch, die unter anderem Diskriminierung und
Hassverbrechen zum Gegenstand hatte. Bei der Umfrage wurden in allen
EU-Mitgliedstaaten und Kroatien in großem Umfang empirische Daten
gesammelt.
"In Europa wurde viel getan um die Diskriminierung am Arbeitsplatz
hintanzuhalten. Alle EU-Richtlinien mussten in den Mitgliedsstaaten
umgesetzt werden und trotzdem gibt es noch immer Menschen, die sich
gerade am Arbeitsplatz diskriminiert fühlen. Hier gilt es einerseits
in die Köpfe der Menschen zu kommen und zu signalisieren, dass es
Null-Toleranz bei Diskriminierung gibt. Andererseits muss auch mehr
an die Betroffenen appelliert werden, nicht einfach den Kopf in den
Sand zu stecken, es gibt Gesetze und Hilfsinstrumente die vor
Diskriminierung und Benachteiligung schützen", so Evelyn Regner,
Mitglied im Ausschuss für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten
des Europäischen Parlaments.
Josef Weidenholzer, Mitglied im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten,
Justiz und Inneres, erläutert: "Es fehlt nach wie vor der
Diskriminierungsschutz außerhalb der Arbeitswelt und hier muss
einfach Gas gegeben werden. Es geht nicht an, dass Menschen an
Diskotheken der Einlass verweigert oder ein lesbisches Pärchen in
einem Kaffeehaus nicht bedient wird. Die Richtlinie wurde vom
Europäischen Parlament im Dezember 2008 beschlossen und liegt nun
beim Rat, wo es einige Mitgliedsstaaten gibt, die nicht
weiterverhandeln wollen."
Regner und Weidenholzer wollen den Schwerpunkt auf Bildung setzen und
daher bereits in der Schule ein Augenmerk auf Respekt und Akzeptanz
legen. "Wir wollen ein Europa mit dem Ziel, dass Respekt, Akzeptanz
und gelebte Vielfalt keine Schlagworte bleiben, sondern gelebt
werden", so Regner und Weidenholzer. (Schluss) mo/mp
Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]
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