• 14.05.2013, 11:54:47
  • /
  • OTS0145 OTW0145

Gewerkschaft Bau-Holz startet Umfrage bei Arbeitgebern

Kollektivvertrag: Vertragslosen Zustand für Tischler und Kunststoffverarbeiter stoppen

Utl.: Kollektivvertrag: Vertragslosen Zustand für Tischler und
Kunststoffverarbeiter stoppen =

Wien (OTS/ÖGB) - Für 45.000 Beschäftigte aus dem Kollektivvertrag für
das holz- und kunststoffverarbeitende Gewerbe besteht seit 1. Mai ein
vertragsloser Zustand. Die Arbeitgeber sind nur bereit, die
Mindestlöhne, jedoch nicht die tatsächlichen Löhne
kollektivvertraglich zu erhöhen. Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH)
startet deshalb eine Umfrage bei 3.046 Firmen. ++++
Die GBH fordert eine vertraglich geregelte Ist-Lohnregelung, wie in
allen anderen vergleichbaren Kollektivverträgen vereinbart. BAU-HOLZ
Chef Josef Muchitsch: "Wir fordern für unsere Tischler und
Kunststoffverarbeiter nichts Unmögliches. Es ist unverständlich, dass
die Spitzenvertreter auf Arbeitgeberseite aufgrund unserer Forderung,
die tatsächlich bezahlten Löhne zu erhöhen, die Verhandlungen
abgebrochen haben und nun ein vertragsloser Zustand besteht."
Laut GBH ist der vertragslose Zustand ist nicht im Interesse der
Klein- und Mittelbetriebe und startet daher eine bundesweite Umfrage
unter 3.046 Firmen. Die Umfrage - bestehend aus 3 Fragen - soll das
tatsächliche Stimmungsbild bei den Arbeitgebern zeigen.
Dass eine Gewerkschaft eine Umfrage unter Arbeitgebern startet, ist
einzigartig. Muchitsch: "Jetzt wollen wir es wissen. Ich bin
überzeugt, dass viele Arbeitgeber zu ihren Beschäftigten stehen und
sich einen raschen KV-Abschluss wünschen. Kollektivverträge sind ein
Garant für Mindesteinkommen und sichern gleichzeitig einen fairen
Wettbewerb. Seitens der Arbeitgeber wurde noch kein
Verhandlungstermin bestätigt. Deshalb werden wir unsere
Protestaktionen in ganz Österreich fortsetzen."
Die 3 Fragen der Gewerkschaft an 3.046 Betriebe
1. Laut dem Arbeitgeberverhandlungsleiter Herrn Bundesinnungsmeister
Ing. Johann Breiter wurde uns mitgeteilt, dass bereits in 95% aller
Tischler- und Kunststoffbetriebe IST-Löhne bezahlt und diese analog
den KV-Erhöhungen erhöht wurden. Können Sie einer
Parallelverschiebung zustimmen?
2. Künftiger Facharbeitermangel: Glauben Sie, dass junge Menschen das
Handwerk des Tischlers oder des Kunststoffverarbeiter erlernen
wollen, wenn kein gültiger Kollektivvertrag vorhanden ist?
3. Befürworten Sie eine intensivere Zusammenarbeit der Sozialpartner
auf Landes- und Bundesebene zur Lösung gemeinsamer Herausforderungen
wie z. B. bei Lohnnebenkostensenkung durch eine klare steuerbefreite
Außerhaus-Zulage, einer gemeinsamen Imagekampagne zum Lehrberuf im
holz- und kunststoffverarbeitenden Gewerbe?

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel