- 13.05.2013, 11:28:35
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FPÖ-Jannach: Finanzierung der Bienenstudie "Melissa" durch die Chemiekonzerne Bayer, Syngenta und BASF
Durch die Mitfinanzierung der Firmen, die Neonicotin-Produkte vertreiben, tritt ein eklatanter Interessenskonflikt auf
Utl.: Durch die Mitfinanzierung der Firmen, die Neonicotin-Produkte
vertreiben, tritt ein eklatanter Interessenskonflikt auf =
Wien (OTS) - "Es ist blanker Hohn, wenn die AGES als unabhängige
Behörde sich von Pflanzenschutzmittelfirmen wie Syngenta, Bayer oder
BASF sponsern lässt", sieht der freiheitliche Agrarsprecher NAbg.
Harald Jannach einen klaren Interessenskonflikt. "Gerade das
Bienenprojekt "Melissa", das mögliche negative Auswirkungen von
Pflanzenschutzmitteln auf Bienen untersuchen sollte, gerät dadurch
stark in Zweifel", so Jannach. Dadurch ist offensichtlich die
Unabhängigkeit der AGES in diesem Bereich kaum glaubwürdig
gewährleistet. Die FPÖ fordert absolute Unabhängigkeit bei sämtlichen
Studien und Arbeiten der AGES im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und
Saatgut. "Auf das Geld der Agro- und Chemiekonzerne sollte die AGES
ihres guten Rufes wegen verzichten", so Jannach. "Es ist
unverständlich, warum sich eigeninteressensgesteuerte Konzerne
überhaupt an Studien, (angeblich) unabhängiger Institutionen wie der
AGES, beteiligen können", wundert sich der freiheitliche
Agrarsprecher.
Jannach fordert mit einer parlamentarischen Anfrage an Minister
Berlakovich und an Gesundheitsminister Stöger, die beide für die
AGES zuständig sind, Aufklärung über die "Sponsortätigkeit" besagter
Chemiekonzerne bei der AGES. "Wir wollen wissen, in welchem Ausmaß
die AGES von diesen Chemiekonzernen finanziert wird", so Jannach.
Aufklärung sei aber nicht nur bei dem Bienenprojekt notwendig sondern
bei "allen mit Pflanzenschutz und Saatgut befassten Arbeiten der
AGES".
"In der "Melissa"-Studie tritt durch die Mitfinanzierung der Firmen,
die diese Neonicotin-Produkte vertreiben, ein eklatanter
Interessenskonflikt auf", so Jannach, der befürchtet, dass hier
leider der Spruch "Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing" zur
Geltung gekommen sein könnte. "Geklärt werden muss auch die
Rechtsgrundlage, die die AGES überhaupt berechtigt, Sponsorgelder von
Firmen, deren Produkte wie Saatgut oder Pflanzenschutzmittel von der
AGES untersucht, bewertet und zugelassen werden", so Jannach
abschließend.
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