• 07.05.2013, 12:27:45
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Bayr: Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und setzen Zeichen

"Fest der Freude" am Heldenplatz

Utl.: "Fest der Freude" am Heldenplatz =

Wien (OTS/SK) - SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra
Bayr hat heute Dienstag die Wichtigkeit von neugestalteten
Feierlichkeiten zum 8. Mai bekräftigt. "Das ist der Tag der Befreiung
Österreichs. Wir freuen uns über das Ende der Terrorherrschaft des
Nationalsozialismus und über den ersten Schritt zurück zu einer
demokratischen Republik", sagte Bayr am Dienstag gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. ****

Am Heldenplatz wird heuer erstmals das "Fest der Freude" begangen,
bei dem die Wiener Symphoniker ein Gratiskonzert geben und
Repräsentantinnen und Repräsentanten von Politik und
Zivilgesellschaft ein Bekenntnis zu Demokratie und Antifaschismus
ablegen werden. Damit sei der Heldenplatz kein Platz für
"Geschichtsverdreher" und "Ewiggestrige". "An diesem Tag eine
'Niederlage' zu betrauern, grenzt an Zynismus und ist ein Hohn für
die Millionen Opfer, die der Nationalsozialismus gefordert hat",
sagte Bayr. Sie erinnerte auch daran, dass viele Österreicherinnen
und Österreicher zu den Täterinnen und Tätern gehörten und so den
Holocaust und die Shoah erst ermöglichten. "Wir können nicht
ungeschehen machen, was passiert ist, aber wir können heute den
Opferverbänden und den Nachkommen den Raum geben und die Agitation
derer, die sich mit den Täterinnen und Tätern identifizieren,
zurückdrängen", machte die Nationalratsabgeordnete klar und weiter:
"Auch wenn viele der heute in Österreich Lebenden keine Schuld für
die geschehenen Greultaten und das systematische Morden trifft, so
tragen wir doch alle dafür und dass Ähnliches nie wieder geschehen
darf, eine gemeinsame Verantwortung. Das Gedenken am Mittwoch ist ein
wichtiges Zeichen für und Bekenntnis zu dieser Verantwortung."

Bayr betonte, dass es keine rein historische Sichtweise auf die
Mechanismen, die zu Verfolgung, Terror und Vernichtung geführt
hätten, geben dürfe. "Der 8. Mai ist auch Anlass aufzuzeigen, dass
Antisemitismus und Rassismus leider lange nicht besiegt sind und
sogar wieder zunehmen. In Ländern wie Ungarn zeigt die Jobbik unter
Duldung der FIDESZ ganz offenen Antisemitismus und Antiziganismus.
Aber auch in Österreich versuchen führende Politiker mit
antisemitischen Hetzkarikaturen Ressentiments zu bedienen und zu
provozieren. Dem müssen wir uns auf allen Ebenen laut und klar
entgegenstellen. Hier dürfen wir keinen Millimeter nachgeben", sagte
Bayr. (Schluss) sn/mb

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