- 06.05.2013, 14:46:15
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Vorschlag zur Saatgutverordnung: Die landwirtschaftliche Vielfalt bleibt gefährdet
ARCHE NOAH und GLOBAL 2000: Ausnahmen und vermeintliche Zugeständnisse sind unzureichend.
Utl.: ARCHE NOAH und GLOBAL 2000: Ausnahmen und vermeintliche
Zugeständnisse sind unzureichend. =
Wien/Brüssel (OTS) - Der von der EU-Kommission heute veröffentliche
Entwurf zur Saatgutverordnung bestätigt die Befürchtungen der beiden
Organisationen ARCHE NOAH und GLOBAL 2000. In den vergangenen Wochen
hat sich die Kommission um Beschwichtigung bemüht. Ein erster Blick
in den Entwurf zeigt jedoch, dass grundlegende Forderungen nicht
erfüllt wurden.
Beate Koller, Geschäftsführerin der ARCHE NOAH: "Nach wie vor sind
die Regelungen für die Weitergabe von Saat- und Pflanzgut
unverhältnismäßig restriktiv und bürokratisch. Nicht-kommerzielle
Aktivitäten und nicht-industrielle Sorten werden in winzige Nischen
verdrängt. Die vorgesehenen Ausnahmen für Nischenmärkte, seltene
Sorten und Privataktivitäten sind nur ein Tropfen aus dem heißen
Stein. Sie werden den Verlust der Sortenvielfalt, die für die
zukünftige Ernährungssicherheit so wichtig ist, nicht aufhalten."
Heidemarie Porstner, Agrarsprecherin von GLOBAL 2000: "Der heute
veröffentlichte Vorschlag ist kein Beitrag zum Gemeinwohl, sondern
dient den Interessen der Agrarkonzerne. Beispielsweise können viele
LandwirtInnen von den Ausnahmeregelungen nicht profitieren und werden
an der Weitergabe von eigenem Saatgut gehindert. Der Saatgutmarkt
liegt somit in der Hand der großen Konzerne."
Bereits heute beherrschen weltweit vier große Konzerne mehr als 75
Prozent des Saatgutmarktes. Eine weitere Konzentration bedeutet das
sichere Ende der Vielfalt auf den Feldern und in den Gärten.
Eine detaillierte Analyse des nun veröffentlichten Vorschlags seitens
der ARCHE NOAH und GLOBAL 2000 folgt.
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