• 06.05.2013, 12:55:43
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Kadenbach/Leichtfried: Bei Saatgut und Tierschutz ist jetzt EU-Parlament am Zug

SPÖ-Europaabgeordnete wollen Artenvielfalt erhalten und den Tierschutz durch Kontrolle und Vermeidung von Krankheiten verbessern

Utl.: SPÖ-Europaabgeordnete wollen Artenvielfalt erhalten und den
Tierschutz durch Kontrolle und Vermeidung von Krankheiten
verbessern =

Wien (OTS/SK) - Die EU-Kommission hat heute Mittag den Entwurf für
eine neue Saatgutverordnung vorgelegt, mit der insgesamt zwölf
bestehende Saatgutrichtlinien, die teilweise noch aus den 1960er
Jahren stammen, zusammengefasst und aktualisiert werden sollen. Die
SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied sowohl im
Gesundheits- und Umweltausschuss sowie im Ausschuss für
Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, macht am Montag gegenüber
dem SPÖ-Pressedienst klar: "Nachdem in den vergangenen Wochen
vereinzelt Diskussionspapiere medial besprochen worden sind, freue
ich mich, dass heute wie angekündigt der offizielle Vorschlag der
EU-Kommission am Tisch liegt. Damit ist das EU-Parlament als
Vertreterin der 504 Millionen europäischen Bürgerinnen und Bürger am
Zug: Bereits morgen gibt es dazu ein Gespräch mit dem zuständigen
EU-Kommissar Tonio Borg. Mir ist beim Saatgut der Erhalt der
biologischen Artenvielfalt ein besonderes Anliegen. Diese sichert
auch für Konsumentinnen und Konsumenten eine Vielfalt an
Lebensmitteln und schafft vor allem auch die Voraussetzung zum
Überleben der Bestäuberinsekten." ****

Kadenbach sieht sich, wenn man so will, als "Lobbyistin der
Bürgerinnen und Bürger - jetzt gilt es im europäischen
Gesetzgebungsprozess überbordende Interessen von Saatgutkonzernen
zurückzuweisen".

Transparenz, Klarheit und Rückverfolgbarkeit sowie Kontrollen, die
Sicherheit und Qualität garantieren, sollen Ziel der Reform sein,
dürfen aber nicht zu einem Zertifizierungsmonopol der Agrarindustrie
führen. SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried sagt: "Ich werde
mich für die kleinen und mittleren Betriebe einsetzen, damit diese
ohne übertriebene Kosten und Bürokratie ihr Saatgut verwenden,
tauschen und handeln können. Dabei geht es um den Bestand einer
jahrhundertelangen Tradition und Pflanzenkultur. Gleichzeitig muss
auch die Lebensmittelsicherheit gewährleistet sein."

"Beim Tierschutz weiter vorankommen"

Bei den heute von der EU-Kommission ebenfalls vorgeschlagenen Regeln
zur Tiergesundheit geht es unter anderem um Tiertransporte sowie die
Kontrolle und Vermeidung von Krankheiten. "Auch in Zeiten einer
Wirtschaftskrise dürfen wir nicht auf das Wohl der Tiere vergessen",
sagt Karin Kadenbach. Jörg Leichtfried, Vizepräsident der Animal
Welfare Intergroup des EU-Parlaments, will die Dauer von
Tiertransporten weiter verkürzen und versucht insbesondere eine
bessere Kennzeichnung zu erreichen. "Mehr Transparenz für die
Kundinnen und Kunden ist hier ein wichtiger Teil, um beim Tierschutz
weiter voranzukommen." (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im
Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
[email protected]

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