- 30.04.2013, 09:19:48
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GBH: Schwarzer 1. Mai für 45.000 Beschäftigte
Vertragsloser Zustand für Tischler und Kunststoffverarbeiter ab 1. Mai
Utl.: Vertragsloser Zustand für Tischler und Kunststoffverarbeiter
ab 1. Mai =
Wien (OTS/ÖGB) - Zu keinem Kollektivvertragsabschluss kam es bis dato
zwischen den Arbeitgebern im Holz- und Kunststoffverarbeitenden
Gewerbe und der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH). Die Arbeitgeber waren zu
keiner Lösung bei einer kollektivvertraglichen Regelung der Ist-Löhne
bereit und haben die Verhandlungen abgebrochen. ++++
Das stößt beim Verhandlungsleiter der Arbeitnehmer, dem
GBH-Bundesvorsitzenden Josef Muchitsch, auf großes Unverständnis:
"Wir wollen nichts Unmögliches. Bisher vereinbarte Überzahlungen über
den Mindestlohn dürfen nicht von den Arbeitgebern gekürzt werden. Das
ist alles, was wir bei den Ist-Löhnen fordern. In anderen Branchen
ist das überhaupt kein Thema. Lediglich die Tischler- und
Kunststoffverarbeiter-Betriebe wollen weiterhin, dass Arbeiter
Bittsteller sind, wenn es um die jährliche Lohnerhöhung geht."
Gleichzeitig jammern die Tischlermeister über einen Fachkräftemangel.
Auch hier wird Muchitsch wütend: "Warum soll ein junger Mensch den
Lehrberuf Tischler ergreifen, wenn er weiß, dass sein Chef
vereinbarte Überzahlungen ohne Grund kürzen kann. Das ist keine
Werbung für den Lehrberuf Tischler. Da helfen die teuersten
Imagekampagnen der Wirtschaftskammer nichts."
Die GBH startet laufend weitere Aktionen, um auf den unzumutbaren
Zustand für die Arbeiter öffentlich aufmerksam zu machen.
Muchitsch appelliert abschließend an die Vernunft der Arbeitgeber:
"Die Gewerkschaft ist bereit, jederzeit wieder am Verhandlungstisch
gemeinsam mit den Arbeitgebern eine faire und soziale Regelung für
alle zu vereinbaren."
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