- 26.04.2013, 17:20:35
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Mobilität der Zukunft: Plug-in-Hybrid ist die große Hoffnung
Das 34. Internationale Wiener Motorensymposium ging zuversichtlich zu Ende
Utl.: Das 34. Internationale Wiener Motorensymposium ging
zuversichtlich zu Ende =
Wien (OTS) - Mit den Vorträgen von Spitzenmanagern der
Automobilindustrie ging Freitag Nachmittag das 34. Internationale
Wiener Motorensymposium zu Ende. An dem vom Österreichischen Verein
für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) veranstalteten zweitägigen Kongress,
der größten derartigen Tagung weltweit, nahmen 1000 Wissenschaftler
und Techniker aus aller Welt teil. Die Experten diskutieren
zukünftige Formen der Mobilität, neue Wege bei Fahrzeugantrieben,
Kraftstoffen und Rohstoffen und praktikable Lösungen für die
Gegenwart.
Daimler-Vorstand Prof. Weber: "Die Zukunft heißt Vielfalt"
Vielfältiger und individueller aufstellen als je zuvor werde sich
zukünftig die Premiummarke Mercedes-Benz nach den Worten von
Daimler-Entwicklungsvorstand Prof. Dr. Thomas Weber. Die Mobilität
der Zukunft bedeute fast grenzenlose Vielfalt - bei den Modellen und
Modellvarianten ebenso wie bei den Antrieben und
Ausstattungsversionen, sagte der für die Konzernforschung und für die
Mercedes-Entwicklung verantwortliche Manager beim 34. Internationalen
Wiener Motorensymposium.
Vorreiter auf dem Weg zu noch mehr Vielfalt sei die kommende
S-Klasse. Das Antriebsportfolio reicht vom sparsamen Dieselmotor über
High-Performance-Ottomotoren bis hin zum Plug-in-Hybrid, der die neue
S-Klasse zum Dreiliter-Auto im Luxussegment macht.
Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität setze Daimler laut
Prof. Weber auf eine "mehrspurige Strategie": Optimierte Fahrzeuge
mit Hightech-Verbrennungsmotor, Hybridantriebe in unterschiedlichen
Leistungsstufen und Elektroautos mit Batterie- oder
Brennstoffzellenantrieb. Innerhalb von nur zwei Modellzyklen habe
Mercedes-Benz den CO2-Ausstoß seiner Flotte um über fast 40 Prozent
reduziert. Mit den Pkw der europäischen Flotte will Mercedes bis 2016
einen Wert von durchschnittlich 125 Gramm CO2 pro Kilometer
erreichen. Für große bzw. größere Automobile seien Hybridantriebe
"nach unserer Auffassung die ideale Lösung", die Strategie basiere
auf einem modularen und weit skalierbaren Hybridbaukasten.
"Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg. Mit der neuen S-Klasse
werden wir neue Dimensionen eröffnen: Vielfalt, höchste Effizienz,
perfekte Verbräuche und Emissionswerte, wie unsere Kunden sie
erwarten", sagte Prof. Weber. "Die Zukunft des Autos beginnt - mit
neuen Visionen."
VW-Konzernchef Prof. Winterkorn: "Die Zukunft fest im Griff"
Der Volkswagen Konzern bekenne sich zu seiner ökologischen
Verantwortung und arbeite mit ganzer Kraft am Ziel, den CO2-Ausstoß
der europäischen Neuwagenflotte bis 2020 auf 95 Gramm pro Kilometer
zu senken. Dazu treibe VW mit seiner differenzierten Fächerstrategie
das gesamte Antriebsspektrum voran: von hocheffizienten TSI- und
TDI-Motoren bis zum Erdgasantrieb, vom Plug-in-Hybrid bis zum reinen
Elektroantrieb, betonte Freitag Nachmittag
Volkswagen-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Martin Winterkorn als
Schlussredner beim 34. Internationalen Wiener Motorensymposium.
"Mittel- und langfristig wird es ein Nebeneinander der
verschiedenen Antriebstechnologien geben. Nur so sind die Klimaziele
zu erreichen", sagte Prof. Winterkorn. "Um es ganz deutlich zu sagen:
Beim Antrieb der Zukunft geht es nicht um ein 'Entweder-Oder',
sondern um ein 'Sowohl-als-auch'!"
Alleine seit dem Jahr 2000 habe Volkswagen den Verbrauch der TDI-
und TSI-Motoren um mehr als 30 Prozent gesenkt. Prof. Winterkorn:
"Heute bieten wir konzernweit mehr als 245 Modellvarianten mit
weniger als 120 Gramm CO2/km an, davon 36 Modelle unter 100 Gramm.
Und ich bin mir sicher: Bis 2020 können wir beim Verbrennungsmotor
weitere Effizienzsteigerungen von rund 15 Prozent erzielen."
Als "wichtige und leider nach wie vor unterschätzte Alternative
zum klassischen Verbrenner" bezeichnete der VW-Konzernchef den
Erdgas-Antrieb. Sein Potenzial sei enorm, gerade im Vergleich zum
Benziner. Der Gasantrieb sei umweltfreundlich, günstig und
alltagstauglich.
Zum Thema Elektroautos verwies Prof. Winterkorn auf die Modelle
e-up! und e-Golf, die kurz vor der Markteinführung stehen: "Sie sind
ökologisch eine gute Wahl und bieten im Stadtverkehr maximale
Alltagstäglichkeit." In diesem Zusammenhang sei natürlich auch die
Brennstoffzelle nach wie vor ein Thema. Auf lange Sicht könnte sie zu
einer weiteren Alternative werden, meinte Prof. Winterkorn. "Wir bei
Volkswagen treiben die Technologie deshalb unverändert voran.
Allerdings ist eine Großserienreife beim besten Willen nicht in
Sicht."
Große Erwartungen setzte Prof. Winterkorn in seinem Vortrag
hingegen auf Plug-in-Hybride: "Ich bin überzeugt: Der Plug-in-Hybrid
ist mittelfristig die erste Wahl in Sachen alternative Antriebe. Mit
dem Porsche Panamera und Audi A3 e-tron gehen in Kürze unsere ersten
Plug-in-Hybride in Großserie. Es folgen der Golf und viele weitere
Plug-in-Hybride der Konzernmarken wie der Passat, der Audi A6 und der
Porsche Cayenne. Die Vielfalt der Antriebstechnologien wächst. Die
Elektromobilität ist nicht tot, sie wird gerade neu geboren."
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