• 23.04.2013, 11:46:40
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  • OTS0148 OTW0148

Bayr fordert EU-Kommissar Piebalgs auf, sich für verbindliche soziale und ökologische Mindestkriterien einzusetzen

Europäische Unternehmen müssen in Entwicklungsländern Mindeststandards einhalten

Utl.: Europäische Unternehmen müssen in Entwicklungsländern
Mindeststandards einhalten =

Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale
Entwicklung der SPÖ, fordert EU-Kommissar Andris Piebalgs beim
heutigen Interparlamentarischen Treffen der entwicklungspolitischen
Ausschüsse des Europäischen Parlaments mit VertreterInnen der
Nationalstaaten auf, sich für verbindliche soziale und ökologische
Kriterien bei Aktivitäten europäischer Firmen in Drittländern
einzusetzen. "Die Kommission hat einen Richtlinienvorschlag
erarbeitet, der europäische Unternehmen in die Pflicht nehmen soll,
soziale und ökologische Mindeststandards in Drittländern einzuhalten.
Kommissar Piebalgs muss sich dafür einsetzen, dass
entwicklungspolitische Kriterien in diese Richtlinie einfließen,
auch, wenn der Vorschlag nicht aus seiner Generaldirektion stammt."
****

Zurzeit enthält der Richtlinien-Vorschlag noch die Worte Corporate
Social Responsability (CSR), welche meist Freiwilligkeit gewähren.
Bayr ermutigte Piebalgs bei der heutigen Sitzung, CSR-Gags nicht den
Steigbügel zu halten: "Die Zeit der Freiwilligkeit muss vorbei sein.
Soziale und ökologische Mindeststandards sind von europäischen
Unternehmen und deren Zulieferfirmen einzuhalten, egal ob in Wien, in
Bratislava, in Karachi oder in Maputo", pocht Bayr auf einen
verbindlichen Rahmen. Zudem kritisiert Bayr, dass europäische
Unternehmen im großen Stil in Land Grabbing verwickelt seien, um
unter anderem Agro-Treibstoffe anzubauen, obwohl die Europäische
Kommission eine strenge Politik in Sachen Anbau von Energiepflanzen
verfolgt: "Aus Studien und Gesprächen mit VertreterInnen des globalen
Südens, wie Mosambik, Guatemala, Tansania oder Honduras habe ich in
jüngster Vergangenheit immer wieder erfahren, dass europäische Firmen
in Landraub für den Anbau von Agro-Treibstoffen verwickelt sind,
welcher der lokalen Bevölkerung wesentlichen Schaden zufügt. Es kann
nicht sein, dass europäische Firmen nachweislich die Vorgaben der
Kommission unterlaufen." (Schluss) bj/mp

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