• 22.04.2013, 12:27:35
  • /
  • OTS0127 OTW0127

Elektro- und Elektronikindustrie: Nachhaltige Freizeit statt IST-Lohnerhöhung

Neue Freizeitoption soll speziell älteren Beschäftigten zu Gute kommen.

Utl.: Neue Freizeitoption soll speziell älteren Beschäftigten zu
Gute kommen. =

Wien (OTS/FEEI Kommunikation) - Die Elektro- und Elektronikindustrie
unterstreicht einmal mehr ihre Vorreiterrolle bei der Gestaltung
moderner arbeitsrechtlicher Rahmenbedingungen. Im Zuge des
KV-Abschlusses 2013 wurde die sogenannte Freizeitoption vereinbart.
Damit erhalten erstmals die Beschäftigten einer Industriebranche die
Möglichkeit, statt der Lohnerhöhung zusätzliche Freizeit in Anspruch
zu nehmen. "Mehr nachhaltige Freizeit statt einer IST-Lohnerhöhung",
bringt Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI - Fachverband der
Elektro- und Elektronikindustrie, das Prinzip dieses vollkommen neuen
Optionsmodells auf den Punkt. Profitieren sollen davon vorrangig
ältere Beschäftigte.

Win-Win Situation für alle Beteiligten

"Von der Freizeitoption profitieren sowohl die Unternehmen als
auch die Mitarbeiter. Für die Unternehmen ist die Umwandlung mit
keinen zusätzlichen Kosten verbunden, da sie 1:1 erfolgt. Der
Mitarbeiter erhält statt der IST-Erhöhung 2013 Freizeit - und zwar
bis zu 60 Stunden pro Jahr, die er flexibel einsetzen kann", erklärt
Roitner das überaus innovative Modell und ergänzt: "Die
Freizeitoption ist dauerwirksam. Einmal vereinbart erhält der
Mitarbeiter das Zeitguthaben jedes Jahr. Vor allem Beschäftigte, die
bereits lange im Arbeitsprozess sind, haben so die Möglichkeit ihre
Normalarbeitszeit und damit auch ihre Arbeitsbelastung zu
verringern."

Abschluss einer Betriebsvereinbarung bis 24. Mai 2013 nötig

Voraussetzung für die Anwendung der neuen Freizeitoption ist der
Abschluss einer freiwilligen Betriebsvereinbarung. Diese muss bis 24.
Mai 2013 abgeschlossen werden. Gibt es eine solche, hat grundsätzlich
jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Einzelvereinbarung mit dem
Unternehmen in den Genuss der Option zu kommen. Bedingung dafür ist
die Zustimmung des Arbeitgebers.

Freizeitoption ist Vorzeigeprojekt

Einig ist sich Lothar Roitner mit den Gewerkschaften, dass es sich
bei der Freizeitoption um ein Vorzeigeprojekt handelt. "Nach der
Einmalzahlungs- und der Verteilungsoption ist die Freizeitoption das
dritte innovative Flexibilisierungsinstrument im Rahmen des
Kollektivvertrages der Elektro- und Elektronikindustrie. Wir
bestätigen damit nicht nur einmal mehr die Vorreiterrolle, die unsere
Branche bei der Gestaltung moderner arbeitsrechtlicher
Rahmenbedingungen hat, sondern unterstreichen auch die sehr gute
Zusammenarbeit, die wir mit den Gewerkschaften haben", erklärt
Roitner abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FEE

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel