- 17.04.2013, 13:47:29
- /
- OTS0186 OTW0186
Substitutionstherapie - Oberhauser: Kein politisches Kleingeld auf Kosten Suchtkranker wechseln
Expertinnen und Experten bestätigen Wirksamkeit von Substitutionstherapie - Therapiefreiheit muss bleiben
Utl.: Expertinnen und Experten bestätigen Wirksamkeit von
Substitutionstherapie - Therapiefreiheit muss bleiben =
Wien (OTS/SK) - SPÖ-Gesundheitssprecherin Sabine Oberhauser betont
heute, Mittwoch, im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über
Substitutionstherapie für Drogenkranke, dass Österreich in der Sucht-
und Drogenpolitik sehr gut und breit aufgestellt ist und diese auch
von den entsprechenden Expertinnen und Experten mitgetragen wird.
Oberhauser, die selbst Ärztin ist, betont in Richtung Innenministerin
Mikl-Leitner und ÖVP-Generalsekretär Rauch, dass "Drogentherapie
Sache der Expertinnen und Experten, also der Ärztinnen und Ärzte,
ist. Niemand würde einem Arzt oder einer Ärztin bei anderen
Erkrankungen vorschreiben, mit welchen Mitteln er den oder die Kranke
behandeln soll, und es ist hoffentlich parteiübergreifend
unbestritten, dass auch Drogensucht eine Krankheit ist". Die Auswahl
des geeigneten Behandlungsmittels müsse "die Ärztin, der Arzt als
Expertin bzw. Experte treffen und nicht die Politik" lehnt Oberhauser
klar ab, "politisches Kleingeld auf Kosten der Suchtkranken zu
wechseln". ****
Die Themen Sucht- und Drogenpolitik werden laufend und in engem
Kontakt mit der Ärztekammer im Bundesdrogenforum besprochen, das
zweimal jährlich zusammentritt, um drogenpolitische Fragen zu
erörtern. "Dazu gehört natürlich auch das Thema
Substitutionstherapie", betont Oberhauser gegenüber dem
SPÖ-Pressedienst. Auch der jährliche Drogenbericht informiert laufend
über aktuelle Entwicklungen im Drogenbereich. "Wir haben das Feld
Drogen und Süchte gut im Griff", stellt die SPÖ-Abgeordnete fest.
Die Ärztekammer spricht sich ebenso dafür aus, dass die
Therapiefreiheit erhalten bleiben muss. Innenministerin Mikl-Leitner
hat schon einmal vorgeschlagen, die Ersatztherapie für Drogenkranke
streichen zu wollen und ist aufgrund breiten Protests wieder
zurückgerudert. "Das ist gegen alle Empfehlungen von Expertinnen und
Experten und würde Österreich in der Drogentherapie um Jahrzehnte
zurückwerfen", kritisiert Oberhauser und plädiert an die
Innenministerin, "die Behandlung von Suchtkranken jenen zu
überlassen, die sich darin auskennen".
Die Kritik der ÖVP im Besonderen am Ersatzmittel retardierende
Morphine ist für die SPÖ-Gesundheitssprecherin nicht nachvollziehbar,
da Österreich mit dem Einsatz dieses Medikaments laut Expertinnen und
Experten sogar Vorreiter ist. Derzeit diskutieren auch andere
europäische Länder, retardierende Morphine einzusetzen. "Auch der
Erfolg der Ersatztherapie gibt uns recht: Es gibt weniger Drogentote,
HIV-Infektionen und Drogenkriminalität." (Schluss) bj/sn
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






