• 15.04.2013, 10:32:47
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FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Krankenkassen sind kein Sparverein

Überschüsse in Leistungen für Versicherte investieren

Utl.: Überschüsse in Leistungen für Versicherte investieren =

Wien (OTS) - "Dass die Krankenkassen ihre Schulden abbauen ist zwar
positiv, der Überschuss von knapp einer Milliarde Euro schießt jedoch
deutlich über das Ziel hinaus", sagte die freiheitliche
Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Die
Krankenkassen sind kein Sparverein, denn die eingezahlten Beiträge
müssen den Versicherten zu Gute kommen", betonte
Belakowitsch-Jenewein.

Der Jubel über die "eingesparte" Milliarde sei daher unangebracht,
sei diese doch mit massiven Leistungskürzungen teuer erkauft worden,
relativierte Belakowitsch-Jenewein Jubelmeldungen aus dem
Gesundheitsministerium. Wie nicht anders zu erwarten, seien die
sogenannten "Einsparungen" auf dem Rücken der Patienten erfolgt,
während strukturell und organisatorisch genau gar nichts passiert
sei, forderte Belakowitsch-Jenewein erneut die Zusammenlegung der
Sozialversicherungsträger.

Dass trotz fehlender Strukturreformen derartige Einsparungen erzielt
werden haben können, zeige deutlich auf, dass bei einer tatsächlichen
Reform, die diesen Namen auch verdiene, ausreichend Geld im
Gesundheitsbereich vorhanden sei, so Belakowitsch-Jenewein. Es sei
daher höchste Zeit diese schlummernden Potentiale zu nützen und den
Patienten so weitere Leistungskürzungen zu ersparen, forderte
Belakowitsch-Jenewein.

Den Status Quo im Gesundheitswesen finanzierbar zu halten sei zwar
notwendig, allerdings seien künftige Entwicklungen dabei nicht
abgedeckt, warnte Belakowitsch-Jenewein. "Die Medizin entwickelt sich
erfreulicherweise rasant weiter, was sich in neuen Medikamenten und
neuen Therapien positiv auf die Patienten auswirkt. Allerdings sind
neue Behandlungsmethoden auch teurer, da die Entwicklungskosten
finanziert werden müssen", sagte Belakowitsch-Jenewein, die forderte
den nun erzielten Überschuss von knapp einer Milliarde für genau
diese Neuentwicklungen einzusetzen.

"Die österreichischen Patienten zahlen pro Jahr Milliarden ins
Gesundheitswesen ein und haben daher auch ein Recht auf die für sie
beste und modernste Behandlung", so Belakowitsch-Jenewein.

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