- 10.04.2013, 10:32:35
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Bayr zum Bericht über die Todesstrafe im Jahr 2012: Menschenunwürdige Strafen leider immer noch Thema
Amnesty International zieht gemischte Bilanz
Utl.: Amnesty International zieht gemischte Bilanz =
Wien (OTS/SK) - "Es ist schlichtweg menschenunwürdig, dass die
Todesstrafe immer noch in einigen Ländern vollstreckt wird", betont
Petra Bayr, Bereichssprecherin für globale Entwicklung der SPÖ,
anlässlich der präsentierten Bilanz der vollstreckten Todesstrafen im
vergangenen Jahr. Amnesty International zieht ein gemischtes Resümee:
Weltweit gab es 682 Hinrichtungen. Im Vergleich zu 2011 stellt das
einen leichten Anstieg dar (680 Hinrichtungen), wobei es weder
gesicherte Daten aus China, noch den Krisenländern Syrien oder
Ägypten gibt. Positiv sei aber, dass Lettland und der US-Bundesstaat
Connecticut die Todesstrafe abgeschafft hätten. Somit haben sich
weltweit 140 Staaten gesetzlich oder in der gelebten Praxis der
Todesstrafe abgewandt. ****
Bayr verurteilt, dass manche Staaten gezielt das Leben der eigenen
Bürgerinnen und Bürger mit der Begründung nehme, die Todesstrafe
hätte abschreckende Wirkung. "Es gibt nach wie vor keine gesicherten
Studien, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen der Todesstrafe
und weniger Delikten gibt", stellt Bayr fest und ergänzt "außerdem
stehen in manchen Ländern Abfall von der Religion oder Homosexualität
unter Todesstrafe. Das sind bei Leibe keine strafrechtlichen Delikte
sondern spiegeln einfach Freiheit der Meinung und persönliche
Lebenseinstellungen wider." Besonders bedauerlich an der Bilanz 2012
ist, dass Indien, Pakistan, Japan, Botswana und Gambia die
Todesstrafe wiederaufgenommen haben und "so einen großen Rückschritt
in deren Entwicklung und Achtung der Rechte und Würde der eigenen
Bevölkerung gemacht haben", kritisiert Bayr. (Schluss) up/mp
SERVICE Bericht von Amnesty International zum Downloaden:
http://www.amnesty.org/en/library/asset/ACT50/001/2013/en/bbfea0d6-39
b2-4e5f-a1ad-885a8eb5c607/act500012013en.pdf
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